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| Naher Osten: In der Politik bezieht sich der Nahe Osten auf eine Region, die durch eine komplexe politische Dynamik gekennzeichnet ist, an der Nationen wie Saudi-Arabien, Iran, Israel, Jordanien, Syrien, Libyen und Ägypten beteiligt sind. Die Region ist durch geopolitische Rivalitäten, religiöse Spannungen, Konflikte und einen bedeutenden Einfluss auf die globalen Energiemärkte gekennzeichnet. _____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Daron Acemoglu über Mittlerer Osten – Lexikon der Argumente
Acemoglu I 55 Mittlerer Osten/Acemoglu/Robinson: Es ist unwahrscheinlich, dass Geographie (...) die Armut im Nahen Osten erklären kann (...). Stattdessen war es die Expansion und Konsolidierung des Osmanischen Reiches, und es ist das institutionelle Erbe dieses Reiches, das den Nahen Osten heute arm hält. >Geografische Faktoren. Acemoglu I 60 Religion/Kulturelle Hypothese: Die Länder des Nahen Ostens sind in erster Linie islamisch, und die Nicht-Ölproduzenten unter ihnen sind, wie wir bereits festgestellt haben, sehr arm. Die Ölproduzenten sind reicher, aber dieser Reichtum hat wenig dazu beigetragen, diversifizierte moderne Volkswirtschaften in Saudi-Arabien oder Kuwait zu schaffen. Zeigen diese Fakten nicht überzeugend, dass Religion eine Rolle spielt? Obwohl plausibel, ist auch dieses Argument nicht richtig. Ja, Länder wie Syrien und Ägypten sind arm, und ihre Bevölkerung ist überwiegend muslimisch. Aber diese Länder unterscheiden sich systemisch auch in anderer Hinsicht, die weitaus wichtiger für den Wohlstand ist. Zum einen waren sie alle Provinzen des Osmanischen Reiches, was ihre Entwicklung stark und nachteilig beeinflusst hat. Nachdem die osmanische Herrschaft zusammengebrochen war, ging der Nahe Osten in den englischen und französischen Kolonialreichen auf, was wiederum deren Möglichkeiten einschränkte. Nach der Unabhängigkeit folgten sie einem Großteil der ehemaligen kolonialen Welt, indem sie hierarchische, autoritäre politische Regime mit nur wenigen der politischen und wirtschaftlichen Institutionen entwickelten, die, wie wir argumentieren werden, entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg sind. Dieser Entwicklungspfad wurde weitgehend durch die Geschichte der osmanischen und europäischen Herrschaft geschmiedet. >Religion, >Christentum, >Westlicher Rationalismus, >Islam, >Kolonialismus._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Acemoglu II James A. Acemoglu James A. Robinson Economic origins of dictatorship and democracy Cambridge 2006 Acemoglu I James A. Acemoglu James A. Robinson Why nations fail. The origins of power, prosperity, and poverty New York 2012 |
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