Wirtschaft Lexikon der Argumente

Home Screenshot Tabelle Begriffe

 
Arbeitslosigkeit: Arbeitslosigkeit bezeichnet den Zustand von Personen, die bereit und in der Lage sind, zu arbeiten, aber keine Beschäftigung finden können. Sie wird in der Regel als Prozentsatz der Arbeitskräfte gemessen, die in einer Volkswirtschaft aktiv nach einer Beschäftigung suchen. Dieses Phänomen wirkt sich auf die wirtschaftliche Stabilität und das soziale Wohlergehen aus.

_____________
Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Karl Marx über Arbeitslosigkeit – Lexikon der Argumente

Rothbard II 424
Arbeitslosigkeit/Innovation/Marx/Rothbard: (...) woher kommt die industrielle Reservearmee überhaupt?
>Kapitalismus/Marx
, >Geschichte/Marx.
Rothbard: Für Marx ist es das alte Schreckgespenst, die technologische Arbeitslosigkeit. Die Industrie wird mechanisiert, und die Arbeiter werden, vermutlich für immer, aus der Arbeit geworfen. Aber was ist mit der Ausweitung der nachgefragten Menge und der Produktion, die durch die technische Innovation hervorgerufen wird? Und was ist mit der erhöhten Nachfrage nach Produktion und Ressourcen in anderen Branchen, die durch billigere Produkte in der technologisch expandierenden Industrie frei werden? Und was ist (...) mit den niedrigeren Lohnsätzen als Mittel des freien Marktes zur Aufrechterhaltung der Vollbeschäftigung der Arbeitskräfte?
Innovation/Rothbard: Die technologische Arbeitslosigkeit ist ein altes und oft widerlegtes Schreckgespenst. Als zum Beispiel die automatische Wählfunktion für Telefone eingeführt wurde, gab es ein allgemeines Wehklagen, dass die armen, geliebten Telefonisten durch diese produktive, aber herzlose Innovation arbeitslos würden. Und doch führten die niedrigeren Preise für Telefondienste zu einer enormen Ausweitung des Telefonmarktes und zu einem erheblichen Anstieg der Zahl der
von Telefonisten. In ähnlicher Weise wurde die Zahl der Arbeiter im Baugewerbe durch die Entwicklung von Kränen, elektrischen Schaufeln und anderen Baumaschinen im Vergleich zu den guten alten Tagen der Handschaufeln erhöht und nicht verringert. Alles in allem: Damit das Argument der technologischen Arbeitslosigkeit als Beweis für die zunehmende Verarmung funktioniert, müsste nicht nur jede aufeinanderfolgende technologische Innovation zu dauerhafter Arbeitslosigkeit führen, sondern der Effekt müsste sich im Laufe der Zeit beschleunigen und damit jegliche ausgleichende Tendenz zu mehr Beschäftigung, die der Markt haben könnte, mehr als ausgleichen.
>Technologie/Marx.

_____________
Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Marx I
Karl Marx
Das Kapital, Kritik der politische Ökonomie Berlin 1957

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

Send Link
> Gegenargumente gegen Marx
> Gegenargumente zu Arbeitslosigkeit

Autoren A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   Y   Z  


Begriffe A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Z