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Arbeitslosigkeit: Arbeitslosigkeit bezeichnet den Zustand von Personen, die bereit und in der Lage sind, zu arbeiten, aber keine Beschäftigung finden können. Sie wird in der Regel als Prozentsatz der Arbeitskräfte gemessen, die in einer Volkswirtschaft aktiv nach einer Beschäftigung suchen. Dieses Phänomen wirkt sich auf die wirtschaftliche Stabilität und das soziale Wohlergehen aus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Regierungspolitik über Arbeitslosigkeit - Lexikon der Argumente

Landsburg I 40
Arbeitslosigkeit/Regierungspolitik/Landsburg: Eine wichtige Lektion, die sich Ökonomen und Politiker zu Herzen genommen haben, ist, dass es keinen Sinn macht, beispielsweise zu fragen: „Was wird mit der Beschäftigung passieren, wenn wir die Geldmenge in diesem Jahr um 5 Prozent erhöhen?“ Die Antwort könnte alles Mögliche sein, je nachdem, was die Menschen erwarten.
Erwartungen/Friedman: (...) eine kohärente Geldpolitik muss eine langfristige Politik sein, eine Politik, die berücksichtigt, wie die Veränderungen eines jeden Jahres die Erwartungen der folgenden Jahre beeinflussen.
Darüber hinaus ist es höchst wünschenswert, dass die Behörden die Erwartungen steuern, indem sie sich klar zu politischen Regeln bekennen und eine Reputation für Transparenz entwickeln.
Natürliche Arbeitslosenquote/Friedman: Friedman stellte die Hypothese auf, dass es eine natürliche Arbeitslosenquote gibt, die sich aus der Tatsache ergibt, dass wir in einer sich wandelnden und unsicheren Welt leben, in der es immer einige Menschen geben wird, die es vorziehen, vorübergehend arbeitslos zu sein, um einen besseren Arbeitsplatz zu suchen, wieder zur Schule zu gehen oder familiäre Notfälle zu bewältigen. Jeder Versuch, die Arbeitslosigkeit mit Hilfe der Inflation unter diese natürliche Rate zu drücken, ist zum Scheitern verurteilt, zumindest langfristig, und tut wahrscheinlich niemandem einen Gefallen, selbst in dem kurzen Zeitraum, in dem er erfolgreich zu sein scheint.*
Diese Hypothese der natürlichen (Arbeitslosen-) Quote ist heute eine der zentralen Lehren der Makroökonomie.
Problem: Das Problem dabei ist, dass die Regierung, um Leute einzustellen, diese bezahlen muss. Um sie bezahlen zu können, muss er entweder die Steuern erhöhen oder die Kreditaufnahme steigern. So oder so gibt es weniger Einkommen in privaten Händen. Auf die eine oder andere Weise muss die private Beschäftigung zurückgehen.
Staatliche Einstellungen/Problem: Staatliche Einstellungen sind kein Rezept für mehr Beschäftigung; sie sind ein Rezept für mehr staatliche Beschäftigung auf Kosten eines Rückgangs der privaten Beschäftigung. Der Versuch, die natürliche Arbeitslosenquote gesetzlich festzulegen, ist wie der Versuch, die Schwerkraft gesetzlich festzulegen. Die Gesetze der Natur sind den Gesetzen des Menschen gegenüber gleichgültig.
Hubert HumphreyVsFriedman: (...) Senator Hubert Humphrey, der Hauptinitiator des Humphrey-Hawkins-Gesetzes, antwortete, dass Friedman ihn missverstanden habe; das Ziel dieses Gesetzes sei nicht, die Beschäftigung in der Regierung durch private Beschäftigung zu ersetzen, sondern die Beschäftigung in der Regierung zu erhöhen, ohne die private Beschäftigung zu beeinträchtigen.
VsHumprey/Landsburg: Humphrey hatte, mit anderen Worten, das Thema völlig verfehlt.
FriedmanVsHumphrey: „Menschen, die von der Regierung angestellt werden, wissen, wer ihr Wohltäter ist. Menschen, die aufgrund des Regierungsprogramms ihren Arbeitsplatz verlieren oder nicht bekommen, wissen nicht, dass das die Ursache ihres Problems ist. Die guten Auswirkungen sind sichtbar. Die schlechten Auswirkungen sind unsichtbar. Die guten Auswirkungen führen zu Wählerstimmen. Die schlechten Auswirkungen führen zu Unzufriedenheit, die sich genauso gut gegen die Privatwirtschaft wie gegen die Regierung richten kann. Die große politische Herausforderung besteht darin, diese Voreingenommenheit zu überwinden, die uns auf eine immer größere Regierung und die Zerstörung einer freien Gesellschaft geführt hat."(1)
>Regierungspolitik/Friedman
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* Die natürliche Quote kann sich ändern, und das wird sie auch, wenn jemand einen besseren Weg findet, um Arbeitnehmer und Arbeitsplätze zusammenzubringen oder wenn Ausbildungsprogramme effektiver werden. Friedman will damit sagen, dass man die natürliche Arbeitslosenquote nicht durch eine Veränderung der Geldmenge ändern kann.
>Geldmenge/Friedman, >Arbeitslosigkeit/Friedman.

1. Friedman’s Newsweek columns were collected in a number of hard cover volumes, but are all available on line at the Hoover Institution’s website: https://miltonfriedman.hoover.org/collections (April 2025)

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.


Regierungspolitik

Landsburg I
Steven E. Landsburg
The Essential Milton Friedman Vancouver: Fraser Institute 2019

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> Gegenargumente zu Arbeitslosigkeit

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