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Unternehmertum: Unter Unternehmertum versteht man die Gründung eines Unternehmens, das in der Hoffnung auf Gewinn finanzielle Risiken eingeht. Dazu gehört das Erkennen von Marktbedürfnissen, die Entwicklung innovativer Produkte oder Dienstleistungen und die Organisation von Ressourcen zur Nutzung von Chancen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Joseph A. Schumpeter über Unternehmertum – Lexikon der Argumente

Sobel I 8
Unternehmertum/Schumpeter/Sobel/Clemens: „Da es die Durchführung neuer Kombinationen ist, die den Unternehmer ausmacht, ist es nicht notwendig, dass er ständig mit einer einzelnen Firma verbunden ist ... Andererseits ist unser Begriff enger als der traditionelle, da er nicht alle Firmenchefs oder Manager oder Industriellen umfasst, die lediglich ein etabliertes Unternehmen betreiben können, sondern nur diejenigen, die diese Funktion tatsächlich ausüben. ... Aber unabhängig von der Art ist jeder nur dann ein Unternehmer, wenn er tatsächlich „neue Kombinationen durchführt“, und er verliert diesen Charakter, sobald er sein Unternehmen aufgebaut hat, wenn er sich damit begnügt, es so zu führen, wie andere Leute ihre Unternehmen führen. Das ist natürlich die Regel, und deshalb ist es genauso selten, dass jemand während der Jahrzehnte seines aktiven Lebens immer Unternehmer bleibt, wie es für einen Geschäftsmann keinen Moment gibt, in dem er Unternehmer ist, wie bescheiden auch immer.“ (TED(1): 75, 78)
„Der Unternehmer ist niemals Risikoträger ... selbst wenn der Unternehmer sich aus früheren Gewinnen finanziert oder die zu seinem „statischen“ Unternehmen gehörenden Produktionsmittel einbringt, fällt das Risiko auf ihn als Kapitalist oder als Warenbesitzer, nicht als Unternehmer. Das Eingehen von Risiken ist in keinem Fall ein Element der unternehmerischen Funktion. Auch wenn er seinen Ruf riskiert, fällt die unmittelbare ökonomische Verantwortung des Scheiterns nie auf ihn zurück.“ (TED(1): 137)
Sobel I 9
... „der Unternehmer kann, muss aber nicht der ‚Erfinder‘ der Ware oder des Verfahrens sein, das er einführt“ (BC1(2): 103).
Sobel I 11
Innovation/Wirtschaftspolitik/Sobel/Clemens: Eine wachsende, lebendige Wirtschaft hängt nicht nur davon ab, dass Unternehmer Gelegenheiten zur Schaffung neuer Güter und Dienstleistungen entdecken, bewerten und nutzen, sondern auch von der Geschwindigkeit, mit der Ideen vom Gewinn- und Verlustsystem als Erfolg oder Misserfolg eingestuft werden.
>Disruption/Schumpeter
, >Innovation/Schumpeter.

1. Schumpeter, Joseph A. (1934). The Theory of Economic Development [TED]. Harvard University Press.
2. Schumpeter, Joseph A. (1939). Business Cycles: A Theoretical, Historical, and Statistical Analysis of the Capitalist Process, Volume 1 [BC1]. McGraw-Hill Book Company.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

EconSchum I
Joseph A. Schumpeter
Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung Leipzig 1912

Sobel I
Russell S. Sobel
Jason Clemens
The Essential Joseph Schumpeter Vancouver 2020

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