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| Wert- und Verteilungstheorie: Die Wert- und Verteilungstheorie in der Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich damit, wie der Wert von Gütern und Dienstleistungen entsteht und wie das Einkommen in einer Gesellschaft verteilt wird. Die Werttheorie untersucht, warum bestimmte Dinge einen bestimmten Preis haben, während die Verteilungstheorie sich fragt, wie das gesamte Einkommen einer Volkswirtschaft auf die verschiedenen Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital, Boden) aufgeteilt wird._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Grenznutzenschule über Wert- und Verteilungstheorie - Lexikon der Argumente
Kurz I 257 Wert- und Verteilungstheorie/Klassische Ökonomie/Kurz: Die Beiträge zur klassischen Wert- und Verteilungstheorie haben trotz der vielen Unterschiede zwischen den Autoren ein gemeinsames Merkmal: Sie gehen bei der Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem System der relativen Preise und der Einkommensverteilung von denselben Daten bzw. unabhängigen Variablen aus. Diese sind: (C 1) die technischen Bedingungen der Produktion der verschiedenen Güter, (C 2) die Größe und Zusammensetzung des Sozialprodukts, (C 3) eine der Verteilungsvariablen: entweder der Lohnsatz oder die Profitrate, und (C 4) die verfügbaren Mengen an natürlichen Ressourcen, insbesondere an Boden. In Übereinstimmung mit der zugrunde liegenden langfristigen Wettbewerbsposition der Wirtschaft wird angenommen, dass der Kapitalstock vollständig an diese Daten angepasst ist. Auf diese Weise würde das „normale“ gewünschte Muster der Nutzung von Anlagen und Ausrüstungen realisiert und eine einheitliche Rendite auf den Angebotspreis erzielt. Die Daten (Cl) und (C4) bestimmen die Kurve, die die Grenzproduktivität von Arbeit und Kapital mit der Menge der eingesetzten Arbeit verbindet, die Daten (C2) geben einen Punkt auf dieser Kurve an und die Daten (C3) schließlich bestimmen die Verteilung des Produkts. Ist letztere ermittelt, so wird das Wachstum durch die Spar- bzw. Investitions- oder Akkumulationsfunktion bestimmt (...). Marginalistische Theorie: Im Gegensatz dazu gehen die marginalistischen Wert- und Verteilungstheorien typischerweise von den folgenden Daten oder unabhängigen Variablen aus: (M 1) die Menge der technischen Alternativen, aus denen kostenminimierende Produzenten wählen können, (M 2) die Präferenzen der Konsumenten und (M 3) die anfänglichen Ausstattungen der Wirtschaft und die Verteilung der Eigentumsrechte auf die einzelnen Akteure. Es lässt sich leicht überprüfen, dass (M1) sich nicht sehr von (C1) unterscheidet, während (C2) als Spiegelbild von (M2) angesehen werden kann. Was die beiden Theorien wirklich voneinander unterscheidet, sind die Daten (C3) und (M3). In dem speziellen Fall, in dem es keine Arbeit in der Wirtschaft gibt - und daher (C3) automatisch Kurz I 258 gestrichen, weil die Profitrate endogen bestimmt wäre und nicht von außen vorgegeben werden könnte - würde sich (M3) nicht wesentlich von (C4) unterscheiden. Humankapital/Wissen/Moderne Ökonomie/Kurz: Es wird gezeigt werden, dass es ein charakteristisches Merkmal einiger der prominentesten Beiträge zur modernen Literatur über endogenes Wachstum ist, dass sie die Arbeit aus dem Bild eliminieren und an ihre Stelle „Humankapital“ oder „Wissen“ setzen, d.h. etwas, das ein Publikum des zwanzigsten Jahrhunderts als einen produzierbaren (und akkumulierbaren) Produktionsfaktor akzeptieren könnte. >Humankapital, >Wissen, >Wirtschaftswachstum, >Endogenes Wachstum, >Exogenes Wachstum, >Neoklassiker. Kurz, Heinz D. and Salvadori, Neri. „Endogenous growth in a stylised 'classical' model“.In: Kurz, Heinz; Salvadori, Neri 2015. Revisiting Classical Economics: Studies in Long-Period Analysis (Routledge Studies in the History of Economics). London, UK: Routledge._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Grenznutzenschule
Kurz I Heinz D. Kurz Neri Salvadori Revisiting Classical Economics: Studies in Long-Period Analysis (Routledge Studies in the History of Economics). Routledge. London 2015 |
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