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| Verteilung: In den Wirtschaftswissenschaften bezieht sich die Verteilung darauf, wie Einkommen, Vermögen oder Ressourcen auf Einzelpersonen, Gruppen oder Produktionsfaktoren (z. B. Arbeit, Kapital) verteilt werden. Untersucht werden die Fairness, die Effizienz und die Verteilungsmuster innerhalb einer Volkswirtschaft, die durch politische Maßnahmen, Marktkräfte und gesellschaftliche Strukturen beeinflusst werden._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Murray N. Rothbard über Verteilung – Lexikon der Argumente
Rothbard III 911 Verteilung/Umverteilung/Rothbard: Da Besteuerung nicht wirklich einheitlich sein kann, nimmt die Regierung in ihrem Haushaltsverfahren von Steuern und Ausgaben zwangsläufig von Petrus, um es Paulus zu geben („Paulus“ schließt natürlich sich selbst ein). >Bürokratie/Rothbard. Verteilung/Umverteilung: Neben der Verzerrung der Ressourcenallokation führt der Haushaltsprozess also auch zu einer Umverteilung von Einkommen, oder besser gesagt, zu einer Verteilung von Einkommen. Denn auf dem freien Markt werden die Einkommen nicht verteilt; die Einkommen entstehen dort ganz natürlich und reibungslos aus den Marktprozessen der Produktion und des Austauschs. Das Konzept der „Verteilung“ als etwas von Produktion und Tausch Getrenntes kann also nur durch die binäre Intervention des Staates entstehen. >Interventionen/Rothbard. Utilitarismus: Oft wird z.B. behauptet, dass der freie Markt den Nutzen aller maximiert und die Zufriedenheit aller Verbraucher nur „eine bestimmte bestehende Einkommensverteilung ergibt“. Dieser weit verbreitete Irrtum ist jedoch falsch; auf dem freien Markt gibt es keine „angenommene Verteilung“, die von den freiwilligen Aktivitäten der Produktion und des Austauschs jedes Einzelnen getrennt ist. Das einzig Gegebene auf dem freien Markt ist das Eigentumsrecht eines jeden Menschen an seiner eigenen Person und an den Ressourcen, die er findet, produziert oder schafft, oder die er im freiwilligen Tausch gegen seine Produkte oder als Geschenk von deren Produzenten erhält. Rothbard III 912 Binäre Intervention: Die binäre Intervention des Staatshaushalts hingegen beeinträchtigt dieses Eigentumsrecht eines jeden an seinem eigenen Produkt und schafft den getrennten Prozess und das „Problem“ der Verteilung. Einkommen und Vermögen fließen nicht mehr nur aus der auf dem Markt erbrachten Leistung, sondern fließen zu den vom Staat geschaffenen Sonderprivilegien und weg von den durch den Staat besonders Belasteten. >Freier Markt/Wirtschaftstheorien, >Staatshaushalt/Rothbard, >Staatsausgaben/Rothbard._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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