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| Grenznutzen des Geldes: Der Grenznutzen des Geldes in den Wirtschaftswissenschaften bezieht sich auf die zusätzliche Zufriedenheit oder den zusätzlichen Nutzen, der sich aus der Ausgabe einer zusätzlichen Geldeinheit ergibt. Je mehr Waren und Dienstleistungen eine Person konsumiert, desto geringer wird in der Regel der Grenznutzen des Geldes, d. h. jede zusätzliche Geldeinheit bringt weniger Nutzen. Dieses Konzept ist mit dem abnehmenden Grenznutzen verbunden. Im Fall von Geld ist das aber umstritten._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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William Stanley Jevons über Grenznutzen des Geldes – Lexikon der Argumente
Rothbard III 304 Grenznutzen/Jevons/Rothbard: Jevons: „Nehmen wir an, s sei der gesamte Bestand einer Ware, und sie sei für zwei verschiedene Verwendungen geeignet. Man kann sich vorstellen, dass die Person nacheinander kleine Mengen der Ware verbraucht; es ist nun die unvermeidliche Tendenz der menschlichen Natur, den Weg zu wählen, der im Augenblick den größten Vorteil zu bieten scheint. Bleibt der Mensch mit der von ihm vorgenommenen Verteilung zufrieden, so folgt daraus, dass keine Änderung ihm mehr Vergnügen bereiten würde; was darauf hinausläuft zu sagen, dass ein Zuwachs an Ware bei einem Gebrauch genau so viel Nutzen bringen würde wie bei einem anderen. Δu1 und Δu2 seien die Nutzenzuwächse, die sich jeweils aus dem Konsum eines Warenzuwachses auf die beiden verschiedenen Arten ergeben könnten. Wenn die Verteilung abgeschlossen ist, müsste Δu1 = Δu2 sein... Dieselbe Überlegung gilt natürlich für zwei beliebige Verwendungen und somit für alle Verwendungen gleichzeitig, so dass wir eine Reihe von Gleichungen erhalten, die um eine Einheit kleiner sind als die Anzahl der Verwendungsmöglichkeiten der Ware. Das allgemeine Ergebnis ist, dass die Ware, wenn sie von einem vollkommen vernünftigen Wesen konsumiert wird, mit einer maximalen Nutzenproduktion konsumiert werden muss."(1) RothbardVsJevons: 1) Wenn nun ein Autor die Darstellung in Begriffen von stark teilbaren Gütern wie Butter und in Begriffen von kleinen Geldeinheiten wie Pfennigen formuliert, ist es leicht, unbedacht zu dem Schluss zu kommen, dass der Verbraucher für jedes Gut so handeln wird, dass der Grenznutzen der Geldsumme und der Grenznutzen des Gutes zum Marktpreis ausgeglichen werden. Es sollte jedoch klar sein, dass es niemals einen solchen „Ausgleich“ gibt. Selbst bei den am besten teilbaren Gütern gibt es immer noch einen Rangunterschied zwischen den beiden Nutzen, nicht aber eine Angleichung. Natürlich versucht der Verbraucher, sein Geld so auszugeben, dass sich die beiden Werte so weit wie möglich angleichen, aber sie können niemals gleich sein. Außerdem unterscheidet sich der Grenznutzen jedes einzelnen Gutes nach dem Kauf im Rang von dem jedes anderen. >Grenznutzen/Rothbard, >Grenznutzen des Geldes/Rothbard, >Kaufkraft/Rothbard. Nutzen/RothbardVsJevons: 2) Die Hauptfehler bestehen hier darin, den Nutzen als eine bestimmte Größe, als eine bestimmte Funktion eines Güterzuwachses zu begreifen und das Problem in unendlich kleinen Schritten zu behandeln. Beide Vorgehensweisen sind trügerisch. Nutzen sind keine Mengen, sondern Ränge, und die aufeinanderfolgenden Mengen eines Gutes, die verbraucht werden, sind immer diskrete Einheiten, nicht unendlich kleine. Wenn die Einheiten diskret sind, dann unterscheidet sich der Rang jeder Einheit von dem jeder anderen, und es kann keine Angleichung geben. 1. W. Stanley Jevons, The Theory of Political Economy (3rd ed.; London: Macmillan & Co., 1888), pp. 59–60._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Jevons I William Stanley Jevons The Theory of Political Economy London 1871, 2015 Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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