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Zeit: A. Zeit ist eine Dimension, in der Ereignisse angeordnet werden. Zunächst ist damit noch keine Richtung (vorher/nachher) festgelegt. Eine Zeitrichtung kann im Zusammenhang mit dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik gewonnen werden. Dabei muss jedoch ein globaler Rahmen angenommen werden, innerhalb dessen es eine Zunahme von Entropie gibt. Die Annahme einer zunehmenden Entropie gilt nicht für den Vergleich lokaler Ereignisse. B. Im Fall der subjektiven Zeit ist die Frage der Richtung weniger problematisch. Die empfundene Zeitrichtung wird durch den gelernten Gebrauch der Ausdrücke „vorher“ und „nachher“ ausgedrückt. Siehe auch Zeitpfeil, Zeitreisen, Zeitumkehr, Symmetrien, Dauer, Raumzeit, Relativitätstheorie, Vierdimensionalismus, Weltlinien.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Earl R. Rolph über Zeit – Lexikon der Argumente

Rothbard III 506
Zeit/Produktion/Rolph/Rothbard: (...) Rolphs Artikel ist größtenteils dem Versuch gewidmet, zu beweisen, dass bei Zahlungen an die Eigentümer von Faktoren keine Zeitverzögerung auftritt. Rolph geht von der Existenz von „Produktionszentren“ in jedem Unternehmen aus, die, in praktisch sofortige Schritte zerlegt, produzieren und dann implizit sofortige Zahlungen erhalten.
RothbardVsRolph: Diese gequälte und irreale Konstruktion geht völlig am Thema vorbei. Selbst wenn es atomisierte „Produktionszentren“ gäbe, geht es darum, dass eine oder mehrere Personen entlang der Strecke Vorschüsse in Form von gegenwärtigem Geld leisten müssen, in welcher Reihenfolge auch immer, bis das Endprodukt an die Verbraucher verkauft wird. Lassen Sie Rolph sich ein Produktionssystem vorstellen, atomisiert oder integriert, wie es sein mag, in dem niemand die Vorschüsse an gegenwärtigen Gütern (Geldkapital) leistet, deren Existenz er bestreitet. Und während die Arbeiter und Grundbesitzer jahrelang ohne Bezahlung an den Zwischenprodukten arbeiten, bis das fertige Produkt für den Verbraucher bereit ist, soll Rolph sie ermahnen, sich keine Sorgen zu machen, da sie implizit gleichzeitig mit ihrer Arbeit bezahlt worden seien. Denn dies ist die logische Konsequenz der Knight-Rolph-Position.(1)
>Zeitpräferenz/Rothbard
, >Produktionsstruktur/Rothbard, >Frank H. Knight.


1. Rolph beendet seinen Artikel konsequenterweise mit der Ablehnung jeglicher Zeitpräferenzeinflüsse auf den Zins, den er in Knight'scher Manier mit den „Kosten“ der Produktion neuer Kapitalgüter erklärt.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Rolph I
Earl R. Rolph
Theory of Fiscal Economics Oakland 1971

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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