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Gemeingut: Kollektivgüter oder öffentliche Güter sind in den Wirtschaftswissenschaften Güter, die nicht ausschließbar und nicht rivalisierend sind, d. h. sie können von allen genutzt werden, ohne die Verfügbarkeit für andere einzuschränken. Diese Güter müssen oft vom Staat bereitgestellt oder reguliert werden, da das Angebot auf dem privaten Markt problematisch ist und es Probleme mit Trittbrettfahrern gibt. Siehe auch Moral Hazard, Nicht-Rivalität.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

John Kenneth Galbraith über Gemeingut – Lexikon der Argumente

Rothbard III 983
Gemeingut/Kollektive Güter/staatliche Dienstleistungen/Galbraith/Rothbard: Wie viele andere Autoren geht auch Galbraith leichtfertig davon aus, dass viele staatliche Dienstleistungen „kollektive Güter“ sind und daher nicht von privaten Unternehmen erbracht werden können.
>Staatliche Dienstleistungen/Rothbar
d, >Soziale Güter.
RothbardVsGalbraith: Ohne weiter auf die Frage einzugehen, ob privates Unternehmertum in diesen Bereichen wünschenswert ist, muss man feststellen, dass Galbraith völlig falsch liegt. Seine These ist nicht nur eine bloße Behauptung, die nicht durch Fakten gestützt wird, sondern im Gegenteil, jede einzelne Dienstleistung, von der allgemein angenommen wird, dass sie allein vom Staat erbracht werden kann, wurde in der Vergangenheit von privaten Unternehmen erbracht. Dazu gehören Dienstleistungen wie Bildung, Straßenbau und -instandhaltung, Münzprägung, Postzustellung, Brandschutz, Polizeischutz, gerichtliche Entscheidungen und militärische Verteidigung - alles Dienstleistungen, die oft als selbstverständlich und notwendigerweise in den ausschließlichen Zuständigkeitsbereich des Staates fallen.(1)

1. (...) auf die erfolgreiche Entwicklung des Straßen- und Kanalnetzes im England des achtzehnten Jahrhunderts durch private Straßen-, Kanal- und Schifffahrtsverbesserungsgesellschaften. Siehe T.S. Ashton, An Economic History of England: The 18th Century (New York: Barnes and Noble, n.d.), S. 72-81.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Galbraith I
John Kenneth Galbraith
The Affluent Society London 1999

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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