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| Gleichgewichtszustand: In der Physik ist das Gleichgewicht ein Zustand, in dem die auf ein Objekt oder System wirkenden Kräfte ausgeglichen sind. Das bedeutet, dass die Nettokraft gleich Null ist und das Objekt oder System nicht beschleunigt wird. Der Begriff hilft zu verstehen, wie sich Objekte und Systeme bewegen und verhalten. Er wird auch in der Technik, Chemie und Wirtschaft verwendet._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Trevor W. Swan über Gleichgewicht – Lexikon der Argumente
Harcourt I 20 Gleichgewicht/Modigliani/Samuelson/Swan: Kapital/Zinssatz/Wert/Messung/Robinson/Harcourt: (...) es ist unmöglich, sich eine Menge von „Kapital im Allgemeinen“ vorzustellen, deren Wert unabhängig von den Zinssätzen (oder ersatzweise von den Gewinnen, wenn man die gegenwärtigen Annahmen zugrunde legt) und den Löhnen ist. Eine solche Unabhängigkeit ist jedoch notwendig, wenn wir eine Iso-Produkt-Kurve konstruieren wollen, die die verschiedenen Mengen an „Kapital“ und Arbeit zeigt, die ein bestimmtes Niveau des nationalen Outputs produzieren, oder, wie es in der Theorie des Wirtschaftswachstums üblicher ist, wenn wir eine eindeutige Beziehung zwischen dem nationalen Output pro beschäftigter Person und dem „Kapital“ pro beschäftigter Person für ein beliebiges Niveau des gesamten nationalen Outputs konstruieren wollen. Das heißt, wenn wir die neoklassische Produktionsfunktion konstruieren (...). Die Steigung dieser Kurve spielt eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung der relativen Faktorpreise und damit der Faktorentlohnung und -anteile. Problem: Die Kurve kann jedoch nicht konstruiert und ihre Steigung nicht gemessen werden, wenn die Preise, die sie bestimmen soll, nicht vorher bekannt sind; außerdem variieren der Wert desselben physischen Kapitals und die Steigung der Iso-Produkt-Kurve mit den gewählten Kursen, was die Konstruktion inakzeptabel macht. SwanVsRobinson/SamuelsonVsRobinson/ModiglianiVsRobinson: (...) Kritiker haben behauptet, dass diese spezielle Argumentationskette ein Unvermögen zeigt, sowohl die Natur der Lösung einer Reihe von simultanen Gleichungen zu verstehen, wie es zum Beispiel die wesentliche Natur des Walrasianischen allgemeinen Gleichgewichtssystems ist, als auch das Fehlen jeglicher notwendiger Verbindung zwischen den Variablen, in denen die Gleichgewichtswerte von Schlüsselgrößen ausgedrückt werden, einerseits und der Verursachung, oder Bestimmung, oder Erklärung, oder was auch immer man will, andererseits. Siehe z.B. Swan [1956](1), S. 348 n14; Samuelson und Modigliani [1966a](2), S. 290-1 n1. >Verursachung, >Gleichgewicht/Walras. RobinsonVsVs/Harcourt: Diese Kritik ist jedoch ungerecht. Wenn man zum Beispiel argumentiert, dass im Gleichgewicht der Lohnsatz gleich dem Grenzprodukt der Arbeit ist, bedeutet nicht, dass das eine die Ursache für das andere ist oder dass das eine das andere bestimmt. Außerdem geht aus der Art und Weise, wie Joan Robinsons Version der Produktionsfunktion abgeleitet wird (...), und aus den verwendeten Konstruktionen eindeutig hervor, dass dies nicht die strittigen Punkte sind. 1. Swan, T. W. [1956] 'Economic Growth and Capital Accumulation', Economic Record, xxxn, pp. 334-61. 2. Samuelson, P. A. and Modigliani, F. [1966a] 'The Pasinetti Paradox in Neoclassical and More General Models', Review of Economic Studies, xxxm, pp. 269-301._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Swan I Trevor W. Swan Trevor Winchester Swan, Volume I: Life and Contribution to Economic Theory and Policy (Palgrave Studies in the History of Economic Thought) London 1922 Harcourt I Geoffrey C. Harcourt Some Cambridge controversies in the theory of capital Cambridge 1972 |
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