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| Arbeitszeit: In den Wirtschaftswissenschaften bezieht sich die Arbeitszeit auf den Zeitaufwand, den Arbeitnehmer für die Produktion von Waren und Dienstleistungen aufwenden. In der klassischen und marxistischen Ökonomie ist sie von zentraler Bedeutung für die Arbeitswerttheorie, in der der Wert von Waren durch die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit bestimmt wird. Sie beeinflusst auch die Produktivität, die Löhne und die Wirtschaftsleistung. Siehe auch Werttheorie, Produktionstheorie, Produktionsfunktion, Kapitalstruktur._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Joan Robinson über Arbeitszeit – Lexikon der Argumente
Harcourt I 20 Arbeitszeit/Kapital/Messung/Robinson/Harcourt: (...) es ist unmöglich, sich eine Menge „Kapital im Allgemeinen“ vorzustellen, deren Wert unabhängig von den Zinssätzen (oder ersatzweise von den Profiten, wenn man die gegenwärtigen Annahmen zugrunde legt) und den Löhnen ist. Eine solche Unabhängigkeit ist jedoch notwendig, wenn wir eine Iso-Produkt-Kurve konstruieren wollen, die die verschiedenen Mengen an „Kapital“ und Arbeit zeigt, die ein bestimmtes Niveau des nationalen Outputs produzieren, oder, wie es in der Theorie des Wirtschaftswachstums üblicher ist, wenn wir eine eindeutige Beziehung zwischen dem nationalen Output pro beschäftigter Person und dem „Kapital“ pro beschäftigter Person für ein beliebiges Niveau des gesamten nationalen Outputs konstruieren wollen. Harcourt I 21 Lösung/Robinson: Die Antwort von Joan Robinson war, das Kapital in Form von Arbeitszeit zu messen. Produktivität: Ausrüstungen mit bekannten Produktionskapazitäten (wenn sie mit einer bestimmten Menge an Arbeitskräften kombiniert werden) sollten in Form der für ihre Herstellung erforderlichen Arbeitszeit bewertet werden, die über ihre Reifezeit mit verschiedenen vorgegebenen Zinssätzen aufgezinst wird. Profitraten: Dieselben Ausrüstungsgegenstände würden also bei unterschiedlichen Profitraten unterschiedliche Werte haben, und verschiedene Ausrüstungsgegenstände würden bei demselben Zinssatz unterschiedliche Werte haben. Gleichgewicht: Welcher Ausrüstungssatz in einer gegebenen Gleichgewichtssituation tatsächlich zum Einsatz kommt, lässt sich ermitteln, indem man den Lohnsatz als gegeben annimmt und den höchsten Profitsatz und damit den Ausrüstungssatz (oder die Ausrüstungssätze) findet, der mit diesem Lohnsatz vereinbar ist. Objektivität: Die Wettbewerbskräfte werden im Übrigen dafür sorgen, dass diese Ausrüstungen gewählt werden und dass der damit verbundene Gewinnsatz auch tatsächlich gezahlt wird. Harcourt: Aus mehreren Gründen hat dieses Maß einen intuitiven Reiz als Maß des Kapitals in seiner Rolle als Produktivkraft in der kapitalistischen Gesellschaft. Harcourt I 22 Robinson: „Wenn wir uns überlegen, welchen Zuwachs an Produktionsmitteln eine bestimmte Menge an Akkumulation bringt, müssen wir das Kapital in Arbeitseinheiten messen, denn der Zuwachs an Produktionsmitteln, der durch die Hinzufügung eines zusätzlichen Kapitals erreicht wird, hängt davon ab, wie viel Arbeit bei seiner Herstellung geleistet [und wie viel Zeit dafür aufgewendet] wird, und nicht von den Kosten einer Arbeitsstunde in Bezug auf das Endprodukt. Letzteres ist der „Spar“- oder „Konsumverzichts“-Aspekt der Akkumulationsentscheidung, bei der die laufende Produktion kontinuierlich zurückgestellt wird, um die Löhne der Arbeitskräfte im Investitionsgütergewerbe zu bezahlen (...).Im Investitionsgütergewerbe selbst wird die Arbeit natürlich schon jetzt 'in einer Weise eingesetzt, die in der Zukunft ihre Früchte tragen wird.“ (Robinson [1953-4](1), S. 82.) Harcourt: Die Kopplung der indirekt für die Produktion des Endprodukts eingesetzten Arbeitsmengen mit dem Zinssatz während der Reifezeit erhöht die privaten Kosten, die den Unternehmern in einer wettbewerbsfähigen kapitalistischen Gesellschaft durch den Einsatz von Arbeit im Investitionsgüterhandel entstehen, um eine Größenordnung, die den Einfluss des grundlegenden Mechanismus in kapitalistischen Volkswirtschaften genau widerspiegelt (...). >Gleichgewicht/Robinson. 1. Robinson, Joan (1953-4). 'The Production Function and the Theory of Capital', Review of Economic Studies, xxi, pp. 81-106._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
EconRobin I James A. Robinson James A. Acemoglu Why nations fail. The origins of power, prosperity, and poverty New York 2012 Robinson I Jan Robinson An Essay on Marxian Economics London 1947 Harcourt I Geoffrey C. Harcourt Some Cambridge controversies in the theory of capital Cambridge 1972 |
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