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Kapitalnachfrage: Die Kapitalnachfrage in den Wirtschaftswissenschaften bezieht sich auf den Wunsch und die Bereitschaft von Unternehmen, Sachkapital (z. B. Maschinen, Gebäude) für die Produktion zu erwerben. Sie hängt von Faktoren wie Zinssätzen, erwarteten Erträgen und technologischen Fortschritten ab. Höhere erwartete Gewinne erhöhen die Nachfrage, während hohe Kosten sie verringern. Die Kapitalnachfrage ergibt sich aus der Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, da die Unternehmen investieren, um den künftigen Produktionsbedarf zu decken. Siehe auch Kapital, Investitionsgüter, Produktion.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Pierangelo Garegnani über Kapitalnachfrage – Lexikon der Argumente

Harcourt I 158
Kapitalnachfrage/Garegnani/Harcourt: [Garegnani(2) argumentiert:] „die traditionelle Theorie - reduziert auf ihren Kern als Erklärung der Verteilung im Sinne von Angebot und Nachfrage - beruht in der Tat auf einer einzigen Prämisse“, die Pasinetti [1969](1), S. 519, als „ein unauffälliges Postulat“ bezeichnet:
„Diese Prämisse besagt, dass jeder Systemwechsel, der durch einen Rückgang von r verursacht wird, das Verhältnis von 'Kapital' zu Arbeit bei der Produktion der Ware erhöhen muss: 'Kapital' ist der Wert des physischen Kapitals in Bezug auf eine Einheit von Konsumgütern, ein Wert, von dem man annimmt, dass er den Konsum misst, der aufgegeben oder aufgeschoben wurde, um dieses physische Kapital ins Leben zu rufen.“ (Pasinetti [1969](1), S. 519,)
>Luigi Pasinetti
, >Reswitching/Wirtschaftstheorien, >Aggregatkapital/Wirtschaftstheorien.
Harcourt: Dies wird die Grundlage für die abwärts geneigte Nachfragefunktion für Kapital in einem allgemeineren Modell.
Harcourt I 159
Wenn r sinkt, würden sowohl die Änderung des Produktionssystems für jedes Konsumgut als auch die Substitution der Verbraucher zugunsten der kapitalintensiveren Güter das Verhältnis von „Kapital“ zu Arbeit in der Wirtschaft erhöhen.
Wenn wir nun davon ausgehen, dass die Menge der eingesetzten Arbeitskräfte gleich dem Angebot bleibt und das Angebot nicht drastisch abnimmt, da w mit dem Rückgang von r steigt, würde daraus folgen, dass die Menge des in der Wirtschaft eingesetzten Kapitals steigt, wenn r sinkt. Diese Beziehung zwischen r und der Menge des eingesetzten Kapitals könnte dann als eine Nachfragefunktion für Kapital betrachtet werden; und der Wettbewerb auf dem Kapitalmarkt könnte als Gewährleistung der Absorption von „Nettosparen“ durch einen angemessenen Rückgang von r betrachtet werden. (S. 423.)
>Kapitalrendite/Irving Fisher.

1. Pasinetti, L. L. [1969] 'Switches of Technique and the "Rate of Return" in Capital Theory', Economic Journal, LXXIX, S. 508-31.
2. Garegnani, P. [1970a] 'Heterogeneous Capital, the Production Function and the Theory of Distribution', Review of Economic Studies, XXXVII (3), S. 407-36.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Garegnani I
Pierangelo Garegnani
The Theory of Value and Distribution in Economics: Discussions between Pierangelo Garegnani and Paul Samuelson Milton Park 2012

Harcourt I
Geoffrey C. Harcourt
Some Cambridge controversies in the theory of capital Cambridge 1972

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