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| Adam-Smith-Problem: Das Adam-Smith-Problem bezieht sich auf eine angebliche Inkonsistenz zwischen den beiden Hauptwerken von Smith The Theory of Moral Sentiments (1759), das menschliches Mitgefühl und moralisches Verhalten betont, und The Wealth of Nations (1776), das sich auf Eigeninteresse und Marktverhalten konzentriert. Kritiker behaupten, dass diese Ansichten im Widerspruch zueinander stehen, doch viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass Smith sowohl moralische Gefühle als auch Eigeninteresse als vereinbar ansah, um die soziale Ordnung und den wirtschaftlichen Wohlstand zu fördern. Siehe auch Adam Smith, Märkte, Egoismus._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Wirtschaftstheorien über Adam-Smith-Problem - Lexikon der Argumente
Otteson I 24 Adam-Smith-Problem/Wirtschaftstheorien/Otteson: [Es gibt] ein historisches und wissenschaftliches Problem, das als „Adam-Smith-Problem“ bekannt ist, das eine Kluft zwischen der Darstellung der Moral, die Smith in TMS(1) gibt, einerseits und der scheinbar anderen Darstellung der politischen Ökonomie, die Smith in seinem Wohlstand der Nationen(2) gibt, andererseits behauptet. Können die beiden Darstellungen miteinander in Einklang gebracht werden? Otteson: (....) Beide Darstellungen könnten durch ein richtiges Verständnis von Smiths Projekt der „politischen Ökonomie“ in Einklang gebracht werden. >Politische Ökonomie/Smith, >Moral/Adam Smith, >Stufen der Entwicklung/Adam Smith, >Gerechtigkeit/Adam Smith, >Gemeinschaft/Adam Smith. Spontane Ordnung: Die Erklärung, die Smith für die Entwicklung moralischer Normen anbietet, geht von einem Prozess aus, den wir heute als „spontane Ordnung“ bezeichnen würden. Eine spontane Ordnung ist ein System, das, wie Smiths Zeitgenosse Adam Ferguson es ausdrückte, als „das Ergebnis menschlichen Handelns, aber nicht die Ausführung eines menschlichen Entwurfs“ entsteht (Ferguson, 1996(3) [1767]: 119). Jahrhunderts von Denkern wie Michael Polanyi und Friedrich Hayek entwickelt wurde, bezog sie sich auf die Entwicklung eines geordneten Systems, das aus den dezentralen Handlungen von Individuen entstand, ohne dass diese die Absicht hatten, ein Gesamtsystem zu entwerfen. Die Sprache ist ein gutes Beispiel. Die englische Sprache ist ein relativ geordnetes System: Sie enthält Grammatikregeln, Wortdefinitionen und akzeptierte oder akzeptable Aussprachen, aber es gab keine einzelne Person oder Gruppe von Personen, die sie erfunden oder entworfen hat. Sie lebt und verändert sich je nach den Zwecken und Wünschen der Sprachbenutzer, und ihre Regeln werden von den Benutzern selbst aufgestellt und durchgesetzt. Ein weiteres Paradebeispiel für spontane Ordnung sind Ökosysteme. >Spontane Ordnung. Otteson I 25 Ein weiteres Beispiel für spontane Ordnung: ein Wirtschaftsmarkt. Wie Smith später in seinem Wealth of Nations(2) beschreibt, haben die einzelnen Akteure auf den Wirtschaftsmärkten zwar Absichten - sie alle wollen, wie er es ausdrückt, „ihren eigenen Zustand verbessern“ (WN(1) 345) -, aber sie haben typischerweise keine größeren Absichten im Hinblick auf ein Gesamtsystem der Marktordnung im Sinn. Sie wollen lediglich ihre lokalen Ziele in Zusammenarbeit mit anderen willigen Individuen erreichen. Die dezentralisierten Versuche der Individuen, ihre Ziele zu erreichen, führen jedoch zur Entwicklung von Verhaltensmustern und sogar -prinzipien, die so aussehen können, als hätte eine weise Person das alles entworfen. Adam Smith Problem/Lösung/Spontane Ordnung/Smith:. Smiths Argument ist, dass die menschliche Moral ein soziales System ist, das - (...) wie Märkte - auf der Grundlage zahlloser individueller Entscheidungen, Handlungen und Interaktionen entsteht, jedoch ohne einen Gesamtplan und ohne einen übergeordneten Designer. >Regeln/Adam Smith. 1. Smith, Adam (1982) [1759]. The Theory of Moral Sentiments. D. D. Raphael and A. L. Macfie, eds. Liberty Fund. 2. Smith, Adam. (1776) The Wealth of Nations. London: W. Strahan and T. Cadell. 3 Ferguson, Adam (1996) [1767]. An Essay on the History of Civil Society. Edited by Fania Oz-Salzberger. Cambridge University Press._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Wirtschaftstheorien
Otteson I James R. Otteson The Essential Adam Smith Vancouver: Fraser Institute. 2018 |
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