Wirtschaft Lexikon der ArgumenteHome
| |||
|
| |||
| Transaktionskosten: Transaktionskosten sind Ausgaben, die beim Austausch von Waren, Dienstleistungen oder Vermögenswerten über den eigentlichen Preis hinaus anfallen. Sie umfassen Gebühren, Zeit, Aufwand und Informationen, die für den Abschluss einer Transaktion erforderlich sind, einschließlich der Kosten für Verhandlungen, Überprüfung und Durchsetzung. Diese Kosten können die Markteffizienz beeinträchtigen und die Entscheidung beeinflussen, ob ein wirtschaftlicher Austausch stattfindet. Siehe auch Effizienz._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
|---|---|---|---|
|
Armen A. Alchian über Transaktionskosten – Lexikon der Argumente
Henderson I 68 Transaktionskosten/Alchian/Klein/Crawford/Henderson/Globerman: Klein, Crawford und Alchian(1) stellten fest, dass eine Quelle von Transaktionskosten der „post-vertragliche Opportunismus“ ist. Eine an einer Reihe von Markttransaktionen beteiligte Partei könnte eine andere Partei aufgrund von deren Investitionen in Vermögenswerte, deren Verwendung auf die fraglichen Transaktionen spezialisiert ist, bevorteilen. >Nachvertraglicher Opportunismus, >Vertikale Integration. Beispiel: Betrachten Sie (...) mehrere Ölquellen, die sich entlang einer in separatem Besitz befindlichen Pipeline befinden, die zu einer Gruppe von in unabhängigem Besitz befindlichen Raffinerien führt, die über keine alternative Rohölversorgung zu vergleichbaren Kosten verfügen. Sobald alle Vermögenswerte vorhanden sind - die Bohrlöcher sind gebohrt, die Pipeline und die Raffinerien sind gebaut -, sind die ölproduzierenden Grundstücke und die Raffinerien auf die Pipeline spezialisiert. Verhandlungsmacht: Der Eigentümer der Rohrleitung zwischen den Ölquellen und den Raffinerien verfügt über eine beträchtliche Verhandlungsmacht, da die Kosten für den Bau einer neuen konkurrierenden Pipeline recht hoch sind. Kosten: Da die Ölquellen bereits gebohrt wurden, sind die Kosten dafür bereits angefallen. Das bedeutet, dass der Eigentümer der Pipeline den Preis, den er für das Rohöl zahlt, auf ein Niveau senken könnte, das zwar die laufenden Produktionskosten deckt, nicht aber die bereits angefallenen (oder „versunkenen“) Kosten für den Bau der Bohrung. Am Ende der Pipeline könnte der Pipelinebesitzer einen höheren als den vereinbarten Preis für die Lieferung des Rohöls an die Raffinerien verlangen, da die Raffineriebesitzer es extrem teuer fänden, ihre derzeitigen Raffinerien aufzugeben und an anderer Stelle neu zu errichten. Investitionen: Sobald die Ölproduzenten und Raffinerien ihre Investitionen getätigt haben, sind diese Investitionen im Wesentlichen Geiseln des Pipelinebesitzers. Henderson I 69 Natürlich wären sich die Eigentümer der Ölquellen und Raffinerien dieses Risikos bewusst, bevor sie Investitionen bewusst, und sie würden vermutlich einen zuverlässigen Schutz gegen die Realisierung dieses Ergebnisses. Verträge: Sie könnten beispielsweise langfristige vertragliche Vereinbarungen mit dem Eigentümer der Pipeline treffen, in denen der Preis, den der Eigentümer der Pipeline für das Öl zahlt, und der Preis, den der Eigentümer der Pipeline den Raffinerien für das an sie gelieferte Rohöl berechnet, festgeschrieben werden. Die Kosten für die Aushandlung und Durchsetzung solcher Verträge könnten jedoch recht hoch sein. Möglicherweise müssen Unwägbarkeiten berücksichtigt werden, wie z. B. eine vorübergehende Einschränkung des Dienstes wegen Wartungsarbeiten an der Pipeline oder Änderungen der von der Pipeline gezahlten oder berechneten Preise aufgrund von Änderungen der Betriebskosten der Pipeline. Natürlich sind auch Klauseln erforderlich, die Änderungen des Weltmarktpreises für Öl abdecken. Die Ermittlung und Aufnahme aller potenziellen Eventualitäten in einen Vertrag wäre zeitaufwändig, und die Beilegung etwaiger Streitigkeiten wäre wahrscheinlich teuer. >Vertikale Integration/Alchian. 1. Klein, Benjamin, Robert Crawford, and Armen Alchian (1978). Vertical Integration, Appropriable Rents and the Competitive Contracting Process. Journal of Law & Economics 21, 2: 297-326._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Alchian I Armen A. Alchian William R. Allen Exchange and Production: Competition, Coordination and Control Belmont, CA: Wadsworth 1977 Henderson I David R. Henderson Steven Globerman The Essential UCLA School of Economics Vancouver: Fraser Institute. 2019 |
||