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Vertikale Integration: Bei der vertikalen Integration handelt es sich um eine Geschäftsstrategie, bei der ein Unternehmen mehrere Produktions- oder Vertriebsstufen innerhalb desselben Wirtschaftszweigs kontrolliert. Dies kann den Erwerb von Zulieferern (Rückwärtsintegration) oder Vertriebsunternehmen/Einzelhändlern (Vorwärtsintegration) beinhalten, um Kosten zu senken, die Effizienz zu steigern und mehr Kontrolle über die Lieferkette zu erlangen. Siehe auch Transaktionskosten, Unternehmensstruktur, Fusionen, Mergers and Acquisitions.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Armen A. Alchian über Vertikale Integration – Lexikon der Argumente

Henderson I 70
Vertikale Integration/Alchian/Henderson/Globerman: [Eine] (...) Möglichkeit, Bedenken hinsichtlich des nachvertraglichen Opportunismus auszuräumen, wäre das gemeinsame Eigentum an den Prozessstufen von der Ölförderung bis zur Raffination.
>Nachvertraglicher Opportunismus/Alchian
.
Vertikale Integration: Ein solches gemeinsames Eigentum bezeichnen Wirtschaftswissenschaftler als vertikale Integration. Da die verschiedenen Stufen der Industrie von der Ölförderung bis zur Raffination einem einzigen Eigentümer gehören, besteht der Anreiz dieses Eigentümers darin, die kombinierte Effizienz und Rentabilität aller Stufen zusammen zu maximieren, anstatt die Gewinne einer einzelnen Stufe zu maximieren. Eine Fusion zwischen den verschiedenen Unternehmen würde die Konzentration in den Segmenten Ölförderung und Raffinerie erhöhen.
>Fusionen, >Mergers and Acquisitions, >Marktkonzentration.
Henderson I 71
Sie würde jedoch auch zu einer höheren Effizienz in diesen Sektoren führen und damit Peltzmans(1) Feststellung veranschaulichen, dass eine höhere Konzentration zu niedrigeren Durchschnittskosten führen kann. Wenn die an dem Zusammenschluss beteiligten Raffinerien mit anderen Raffinerien an anderen Standorten konkurrieren, muss der Preis für die Verbraucher außerdem nicht steigen.

* Für eine ähnliche Erörterung der Frage, wie die Fusion zwischen General Motors und seinem Hauptlieferanten für Automobilkarosserien zu einer verbesserten Effizienz beitrug, indem sie den nachvertraglichen Opportunismus auf nachvertraglichen Opportunismus auf möglichst effiziente Weise begegnete, siehe Klein (1988)(2).

1. Peltzman, Sam (1977). The Gains and Losses from Industrial Concentration. Journal of Law & Economics 20, 2: 229-263.
2. Klein, Benjamin (1988). Vertical Integration as Organizational Ownership: The Fisher Body-General Motors Relationship Revisited. Journal of Law, Economics & Organization 4, 1: 199-213.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Alchian I
Armen A. Alchian
William R. Allen
Exchange and Production: Competition, Coordination and Control Belmont, CA: Wadsworth 1977

Henderson I
David R. Henderson
Steven Globerman
The Essential UCLA School of Economics Vancouver: Fraser Institute. 2019

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