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Kartellrecht: Kartellgesetze verbieten Praktiken wie Preisabsprachen, Marktaufteilung und den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung. Diese Gesetze zielen darauf ab, die Verbraucher zu schützen, eine faire Preisgestaltung zu gewährleisten und Innovationen durch die Aufrechterhaltung eines wettbewerbsfähigen wirtschaftlichen Umfelds zu fördern. Siehe auch Marktkonzentration, Monopole, Oligopole, Monopolistischer Wettbewerb, Kartelle, Wettbewerb.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Harold Demsetz über Kartellrecht – Lexikon der Argumente

Henderson I 64
Kartellrecht/Demsetz/Henderson/Globerman: „Ich schlage nicht vor, dass wir die Suche nach privaten Verschwörungen aufgeben, aber ich denke, dass es an der Zeit ist, der Struktur der Industrie viel weniger Aufmerksamkeit zu schenken und dem Begriff der nichtstaatlichen Marktzutrittsschranken praktisch keine Beachtung zu schenken. Ein Bekenntnis zu den Mechanismen einer wettbewerbsorientierten Organisation setzt voraus, dass wir die Folgen eines wirksamen Wettbewerbs generell akzeptieren. Für das Kartellrecht bedeutet dies, dass eine Verschiebung von Marktanteilen und Gewinnen zugunsten erfolgreicher Konkurrenten zu erwarten ist."(1)
Henderson: Regierungen in Ländern mit fortgeschrittenen Volkswirtschaften verfügen in der Regel über Gesetze, die angeblich wettbewerbswidriges Verhalten von Unternehmen des Privatsektors verhindern sollen, und haben auch Behörden zur Durchsetzung der entsprechenden Gesetze. Diese Gesetze werden im Allgemeinen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, als Kartellgesetze bezeichnet.
Kanada: In Kanada untersucht das Competition Bureau der Bundesregierung potenziell wettbewerbswidriges Geschäftsverhalten und entscheidet, ob ein Fall gegen das Verhalten vor das Wettbewerbsgericht gebracht werden sollte. Das Kartellgericht ist ein Verwaltungsgremium, das sich aus einem Richter und Laienexperten zusammensetzt, die die vom Wettbewerbsamt vorgelegten Fälle anhören und entscheiden.
>Kartellrecht/Regierungspolitik
, >Kartellrecht/Politik der USA, >Marktkonzentration/Demsetz.
Viele Jahrzehnte lang beherrschte das „Structure-Conduct-Performance“ (SCP)-Paradigma* die Theorie und Praxis des Kartellrechts. Das SCP-Paradigma besagt, dass, wenn eine relativ kleine Anzahl von Unternehmen einen großen Marktanteil hat, diese Unternehmen davon absehen werden, miteinander zu konkurrieren, insbesondere im Hinblick auf die Senkung ihrer Preise. Infolgedessen werden die Verbraucher höhere Preise zahlen und die Hersteller höhere Gewinne erzielen, als dies der Fall wäre, wenn eine größere Anzahl von Unternehmen einen relativ geringen Marktanteil hätte.

1. Harold Demsetz (1989), "Two Systems of Belief About Monopoly," p. 110.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



EconDems I
Harold Demsetz
Toward a theory of property rights 1967

Henderson I
David R. Henderson
Steven Globerman
The Essential UCLA School of Economics Vancouver: Fraser Institute. 2019

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> Gegenargumente gegen Demsetz
> Gegenargumente zu Kartellrecht

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