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Ausländische Direktinvestitionen: Ausländische Direktinvestitionen (ADI) sind Investitionen, die ein Unternehmen oder eine Einzelperson in einem Land in einen Betrieb oder ein Unternehmen in einem anderen Land tätigt. Sie beinhalten den Erwerb eines dauerhaften Anteils und eines erheblichen Maßes an Einfluss auf das ausländische Unternehmen, was häufig eine Beteiligung von 10 % oder mehr bedeutet. Zu den ausländischen Direktinvestitionen gehören die Errichtung neuer Anlagen, Fusionen oder Übernahmen, die auf langfristiges Wachstum und Kontrolle abzielen. Siehe auch Investitionen, Internationaler Handel, Multinationale Unternehmen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Robert C. Feenstra über Ausländische Direktinvestitionen – Lexikon der Argumente

Feenstra I 11-1
Ausländische Direktinvestitionen/Feenstra: (...) ein großer Teil des Handels findet innerhalb von Unternehmen statt, die in verschiedenen Ländern ansässig sind. In den USA beispielsweise bestehen etwa ein Drittel der Exporte und über 40 % der Importe aus dem innerbetrieblichen Handel zwischen einem US-amerikanischen oder ausländischen Unternehmen und seinen Tochtergesellschaften (...). Wenn ein Unternehmen in mehreren Ländern tätig ist, handelt es sich um ein multinationales Unternehmen, und die im Ausland getätigten Investitionen werden als ausländische Direktinvestitionen (ADI) bezeichnet.*
>Multinationale Unternehmen
, >Knowledge spillover.
Feenstra I 11-3
Zölle: [Das Phänomen der „tariff-jumping“-Direktinvestitionen ist typisch für Importsubstitutionssysteme, beschränkt sich aber nicht auf die Entwicklungsländer: Viele Industrieländer haben Zölle oder Quoten eingesetzt, um den Eintritt ausländischer Unternehmen zu fördern.
Diese Politik hat eine gewisse wirtschaftliche Logik, da der Markteintritt ausländischer Unternehmen in einfachen Modellen zu einem Wohlfahrtsgewinn aufgrund höherer inländischer Löhne führt. Der Zusammenhang zwischen ausländischen Investitionen und Löhnen ist daher ein wichtiges Thema für die empirische Forschung. In der Analyse von Mundell(1) werden die inländischen Löhne durch die ausländischen Investitionen nicht beeinflusst (aufgrund der „Faktorpreisunempfindlichkeit“ im HO-Modell [Heckscher-Ohlin]), aber es ist immer noch der Fall, dass der Mitnahmeeffekt des Zolls durch den Eintritt ausländischer Unternehmen verringert wird.

* Wir könnten ADI als den Erwerb von ausreichenden Vermögenswerten in einem ausländischen Unternehmen definieren, um eine gewisse Managementkontrolle auszuüben, wobei der Erwerb von 10 % oder mehr der Vermögenswerte eines ausländischen Unternehmens die in der Praxis übliche Definition ist.

1. Mundell, Robert A., 1957, “International Trade and Factor Mobility,” American Economic Review, 47, 321-335.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Feenstra I
Robert C. Feenstra
Advanced International Trade University of California, Davis and National Bureau of Economic Research 2002

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