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| Currency Boards: Ein Currency Board ist eine Währungsbehörde, die einen festen Wechselkurs beibehält, indem sie ihre heimische Währung zu 100 % (oder nahezu 100 %) mit Währungsreserven einer bestimmten Ankerwährung (z. B. USD oder EUR) unterlegt. Dadurch wird eine unabhängige Geldpolitik verhindert, da die inländische Geldmenge direkt an die Währungsreserven gebunden ist. Siehe auch Währung, Währungspolitik, Zentralbanken, Währungskrisen._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Congressional Research Service (CRS) über Currency Boards - Lexikon der Argumente
CRS I 1 Currency Boards/Marc Labonte/CRS: Ein politischer Vorteil eines Currency Boards oder einer Währungsunion in einem Land mit einer verschwenderischen Vergangenheit besteht darin, dass den Währungs- und Finanzbehörden „die Hände gebunden“ sind, wodurch es schwieriger wird, Haushaltsdefizite durch Gelddrucken zu finanzieren. Die jüngsten Erfahrungen mit Wirtschaftskrisen in Mexiko, Ostasien, Russland, Brasilien und der Türkei deuten darauf hin, dass feste Wechselkurse anfällig für Währungskrisen sein können, die sich zu größeren Wirtschaftskrisen ausweiten können. Dies ist ein Faktor, der in der früheren Wechselkursliteratur nicht berücksichtigt wurde, zum Teil weil die internationale Kapitalmobilität heute eine größere Rolle spielt als in der Vergangenheit. Diese Erfahrungen deuten darauf hin, dass, sofern ein Land nicht in erheblichem Maße wirtschaftlich mit einem Nachbarn verflochten ist, an den es seinen Wechselkurs binden kann, frei schwankende Wechselkurse der bessere Weg zur Förderung der makroökonomischen Stabilität sein können, vorausgesetzt, das Land ist bereit, seine Geld- und Finanzpolitik diszipliniert einzusetzen. Der Zusammenbruch des argentinischen Currency Board im Jahr 2002 zeigt, dass solche Vereinbarungen nicht die Probleme fester Wechselkurse umgehen, wie ihre Befürworter behaupten. Dieser Bericht verfolgt nicht die Gesetzgebung und wird aktualisiert, sobald die Ereignisse dies rechtfertigen. >Währungspolitik, >Feste Wechselkurse, >Flexible Wechselkurse. CRS I 5 Currency Boards/Marc Labonte/CRS: Ein Currency Board ist eine Währungsvereinbarung, bei der ein Land seine eigene Währung behält, die Zentralbank jedoch ihre gesamte Macht zur Änderung der Zinssätze abtritt und die Geldpolitik an die Politik eines anderen Landes gebunden ist. Hongkong zum Beispiel hat ein Currency Board, das an den US-Dollar gebunden ist. Argentinien hatte eine ähnliche Regelung, die es 2002, während seiner Wirtschaftskrise, aufgab. In Argentinien hielt die argentinische Währungsbehörde für jeden umlaufenden Peso einen auf Dollar lautenden Vermögenswert und durfte keine inländischen Vermögenswerte kaufen und verkaufen. Daher konnte der Peso-Umlauf nur steigen, wenn ein Zahlungsbilanzüberschuss erzielt wurde. Der Wechselkurs, zu dem Argentinien mit ausländischen Waren konkurrierte, wurde also von den Vereinigten Staaten festgelegt. Da eine Wechselkursanpassung nicht möglich war, musste die Anpassung stattdessen über die Preise (d. h. Inflation oder Deflation) erfolgen. Da die Zentralbank die Geldmenge nicht mehr verändern konnte, um die Zinssätze zu ändern, konnte sich die Wirtschaft nur durch eine allmähliche Preisanpassung von den Spitzen und Tälern des Konjunkturzyklus erholen. >Harte Wechselkursanbindungen (Hard pegs), >Weiche Wechselkursanbindungen (Soft pegs), >Feste Wechselkurse, >Flexible Wechselkurse, >Währungsunion. Congressional Research Service of the Library of congress (CRS) Marc Labonte Fixed Exchange Rates and Floating Exchange Rates: What Have We Learned? RL31204 (2007) https://www.congress.gov/crs-product/RL31204_____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Congressional Research Service (CRS)
CRS I Congressional Research Service (CRS) Marc Labonte Fixed Exchange Rates and Floating Exchange Rates: What Have We Learned? Washington: Congressional Research Service of the Library of Congress 2007 CRS II Congressional Research Service (CRS) Paul Tierno Marc Labonte, Banking and Cryptocurrency: Policy Issues. CRS Congressional research Service Report R48430. Washington, DC. 2025 CRS III Congressional Research Service (CRS) Corrie E. Clark Heather L. Greenley, Bitcoin, Blockchain, and the Energy Sector. Washington, DC. 2019 CRS IV Congressional Reserch Service (CRS) Paul Tierno Cryptocurrency: Selected Policy Issues Congressional Reserch Service CRS Report R47425 Washington, DC. 2023 |
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