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Geschichte der Zölle: Zölle, also Steuern auf Ein- und Ausfuhren, haben eine lange Geschichte, die bis ins alte Mesopotamien zurückreicht. Ursprünglich dienten sie in erster Linie als Einnahmequelle für den Staat. Im Laufe der Zeit erweiterte sich ihr Zweck auf den Schutz einheimischer Industrien vor ausländischer Konkurrenz (Protektionismus) und als Instrument für Handelsverhandlungen oder Vergeltungsmaßnahmen. In der Vergangenheit haben sie die Volkswirtschaften und die globalen Handelsbeziehungen beeinflusst und manchmal zu Handelskriegen geführt. Siehe auch Zölle, Auswirkungen von Zöllen, Zolleinnahmen, Handelspolitik.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

George A. Alessandria über Zollgeschichte – Lexikon der Argumente

Alessandria I 6
Zollgeschichte/Alessandria/Ding/Khan/Mix: (…) Die USA hatten von 1951 bis 1971 ein Importembargo gegen China und danach bis 1980 sehr hohe Zölle, die in dieser Maßnahme nicht berücksichtigt sind.
Die Zölle stiegen mit den Smoot-Hawley-Zöllen im Jahr 1931 von etwa 13 Prozent auf 19 Prozent der Importe und sanken dann bis zum Ende des Krieges auf 6 Prozent.
Abgesehen von einem moderaten Anstieg des Zollsatzes Mitte der 1950er Jahre, der größtenteils auf die Umwandlung mehrerer mengenmäßiger Beschränkungen in Zölle zurückzuführen war, sanken die Zollsätze aufgrund weiterer GATT-Runden und Freihandelsabkommen weiter und lagen bis 2017 bei knapp 1,5 % der Importe.
Nach dem Beginn der Zollerhöhungen im Jahr 2018 stieg der Zollsatz bis 2021 auf 3,1 Prozent, ist aber nun bis 2024 wieder auf 2,5 Prozent gesunken.
Der jüngste Rückgang der Zölle spiegelt die Substitution von chinesischen Importen mit hohen Zöllen durch andere Importe oder inländische Produktion wider. Mit den hohen Zöllen in den späten 1920er und frühen 1930er Jahren machten die Zolleinnahmen einen hohen Anteil der Bundeseinnahmen aus.
Mit dem starken Anstieg der Bundeseinnahmen in den 1930er Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg sank dieser Anteil jedoch drastisch. Bis 1954 gingen die Zolleinnahmen auf nur noch ein Prozent der Bundeseinnahmen zurück.
Von 1954 bis 1989 überstieg das Wachstum der Importe den Rückgang der Zölle, und die Zolleinnahmen verdreifachten sich auf etwa drei Prozent der Bundeseinnahmen, bevor sie sich Anfang der 2000er Jahre bei etwa zwei Prozent stabilisierten. Mit den Zollerhöhungen der ersten Trump-Regierung und der Verlängerung unter der Biden-Regierung stiegen die Zölle auf bis zu 3,7 Prozent der Einnahmen, sind aber nun bis Ende 2024 wieder auf 2,7 Prozent zurückgegangen.
Der hohe Anteil der Zolleinnahmen am Bundeshaushalt in den 1920er und 1930er Jahren spiegelt hohe Zölle und niedrige Steuern wider.
(…) [wir] stellen fest*, dass die Zolleinnahmen in den 1930er Jahren etwa 0,45 Prozent des BIP ausmachten, während die Einnahmen des Bundes nur drei bis fünf Prozent des BIP betrugen. Historisch gesehen blieben die Zolleinnahmen unter 0,5 Prozent des BIP.
Der Anstieg der Zölle in den frühen 1930er Jahren fiel mit einem Rückgang des Anteils des Handels am BIP (gemessen in realen Zahlen als Verhältnis des Durchschnitts der Exporte und Importe zum BIP) von etwa 4 Prozent auf 3 Prozent zusammen.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist der Handel stetig gewachsen, während die Zölle auf etwa 14 Prozent des BIP gesunken sind. Die Höhe der durch einen Zoll erzielten Einnahmen hängt davon ab, inwieweit hoch besteuerte Produkte ersetzt werden und wie lange dieser Ersatz dauert. (…) Die Zolleinnahmen stiegen sogar, als die Zollsätze Mitte der 1980er Jahre sanken. Ebenso führte die Erhöhung der Zölle im Jahr 2018 zu einem vorübergehenden Anstieg der Einnahmen, aber die Einnahmen gingen zurück, als Haushalte und Unternehmen die mit Zöllen belegten chinesischen Produkte ersetzten.
Es gab kurzfristige Einnahmensteigerungen im vierten Quartal 1971, als Präsident Nixon eine Einfuhrzuschlag einführte, der nach vier Monaten wieder aufgehoben wurde. Ebenso stiegen die Zölle 1975 aufgrund einer von Präsident Ford eingeführten Einfuhrgebühr auf Öl.
>Importsubstitution
, >Zölle, >Internationaler Handel.

* George A. Alessandria, Jiaxiaomei Ding, Shafaat Y. Khan, and Carter B. Mix. (2025) The Tariff Tax Cut: Tariffs as Revenue NBER Working Paper No. 33784 May 2025

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.



Alessandria I
George A. Alessandria
Jiaxiaomei Ding
Shafaat Y. Khan,
The Tariff Tax Cut: Tariffs as Revenue NBER Working Paper No. 33784 May 2025 Cambridge, MA 2025

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