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Zollpolitik: Zollpolitik bezeichnet die Strategie einer Regierung, Zölle – Steuern auf importierte Waren – einzusetzen, um den internationalen Handel zu beeinflussen. Regierungen verfolgen diese Politik aus verschiedenen Gründen, beispielsweise um heimische Industrien vor ausländischer Konkurrenz zu schützen, Einnahmen zu generieren oder sie als Verhandlungsinstrument in Handelsgesprächen einzusetzen. Diese Politik kann zu höheren Preisen für Verbraucher und möglichen Vergeltungsmaßnahmen anderer Länder führen. Siehe auch Zölle, Zollgeschichte, Auswirkungen von Zöllen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

IWF Working Papers über Zollpolitik - Lexikon der Argumente

Jaumotte I 20
Tarifpolitik/Eugster/Jaumotte/MacDonald/Piazza: Unsere Ergebnisse* haben wichtige politische Implikationen, die mit einem Großteil der vorhandenen Literatur übereinstimmen.
Erstens verbessert der inländische Schutz im Allgemeinen nicht die wirtschaftlichen Aussichten des protektionistischen Landes. Dies ist auf die Kombination aus vernachlässigbaren oder sogar negativen Auswirkungen auf den Sektor, der vom Schutz profitiert, und der Tatsache zurückzuführen, dass das Heimatland tendenziell am stärksten unter teureren Vorleistungen leidet.
Zweitens können Zölle weitreichende Folgen für Sektoren und Länder haben, die nicht direkt betroffen sind. Während einige Länder und Sektoren von den Auswirkungen der gegen Wettbewerber verhängten Zölle profitieren können, sehen andere ihre Nachfrage gedämpft, auch wenn ihre Waren oder Dienstleistungen nicht direkt exportiert werden.
Drittens schaden bilaterale Zollkriege vor allem den beiden beteiligten Parteien, während Drittländer manchmal netto von Handelsumlenkungen profitieren. Selbst wenn ein bilateraler Zoll nicht mit einem Gegenzoll des betroffenen Landes beantwortet wird, kommt er oft nicht dem Land zugute, das den Zoll verhängt hat.
Stattdessen werden Importe aus dem betroffenen Land wahrscheinlich durch Importe aus anderen Ländern ersetzt. In diesem Zusammenhang diskutieren Eugster et al. (2020)(1), dass bilaterale Zölle und Handelsbilanzen für die makroökonomische Leistung weitgehend irrelevant sind.
>Zollgeschichte
, >US-Importzölle, >Zollreaktionen, >Auswirkungen von Zöllen, >Zölle, >Internationaler Handel.

* Johannes Eugster, Florence Jaumotte, Margaux MacDonald, and Roberto Piazza. (2022). The Effect of Tariffs in Global Value Chains. IMF Working paper 22/40. International Monetary Fund.

1. Eugster, Johannes, Florence Jaumotte, Margaux MacDonald, Roberto Piazza 2020. "Are Bilateral Trade Balances Irrelevant?," IMF Working Papers 2020/210, International Monetary Fund.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
IWF Working Papers

Jaumotte I
Florence Jaumotte
Johannes Eugster
Margaux MacDonald,
The Effect of Tariffs in Global Value Chains. IMF Working paper 22/40. International Monetary Fund. Washington, D.C. 2022

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