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| Endogenes Wachstum: Die endogene Wachstumstheorie in den Wirtschaftswissenschaften besagt, dass das Wirtschaftswachstum in erster Linie durch interne Faktoren wie Investitionen in Humankapital, Innovation und Wissen angetrieben wird. Diese Elemente sind endogen für die Wirtschaft, d. h. sie werden durch politische Entscheidungen beeinflusst und liegen im Einflussbereich der Wirtschaftsakteure._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Philippe Aghion über Endogenes Wachstum – Lexikon der Argumente
Aghion I 323 Endogenes Wachstum/Schöpferische Zerstörung/Aghion/Howitt: Der wichtigste Beitrag der Literatur zum endogenen Wachstum, die von Romer (1986)(1) und Lucas (1988)(2) begründet wurde, besteht darin, die zugrunde liegende Quelle für ein nachhaltiges Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens, nämlich die Akkumulation von Wissen, zu endogenisieren. >Wissen, >Wissens-Spillover. Es gibt viele Kanäle, über die Gesellschaften Wissen akkumulieren, darunter formale Bildung, Ausbildung am Arbeitsplatz, wissenschaftliche Grundlagenforschung, Lernen durch Praxis, Prozessinnovationen und Produktinnovationen. >Bildung, >Bildungspolitik, >Erfindungen. In diesem Beitrag* wird ein Kanal untersucht, der in der Literatur zum endogenen Wachstum bisher wenig Beachtung gefunden hat, nämlich der der industriellen Innovationen, die die Qualität von Produkten verbessern. Vgl. >Exogenes Wachstum, >Neue Wachstumstheorie. Dieser Kanal führt den Faktor der Veralterung in die endogene Wachstumstheorie ein; bessere Produkte machen ältere Produkte überflüssig. Die Veralterung veranschaulicht eine wichtige allgemeine Eigenschaft des Wachstumsprozesses, nämlich dass Fortschritt sowohl Verluste als auch Gewinne mit sich bringt. Sie verkörpert auch Schumpeters Idee der kreativen Zerstörung (1942(3), S. 83): Aghion I 324 „Der grundlegende Impuls, der den kapitalistischen Motor in Gang setzt und hält, kommt von den neuen Konsumgütern, den neuen Produktions- oder Transportmethoden, den neuen Märkten, ... [Dieser Prozess] revolutioniert unaufhörlich die Wirtschaftsstruktur von innen heraus, zerstört unaufhörlich die alte und schafft unaufhörlich eine neue. Dieser Prozess der kreativen Zerstörung ist das Wesentliche am Kapitalismus.“(3) >Kreative Zerstörung/Schumpeter. Aghion/Howitt: Die vorliegende Arbeit* konstruiert ein einfaches Modell des Wachstums durch kreative Zerstörung, indem sie den Innovationsprozess nach dem Vorbild der Literatur zum Patentwettlauf modelliert, die von Tirole (1988(4), Kap. 10) und Reinganum (1989)(5) untersucht wurde. Die erwartete Wachstumsrate der Wirtschaft hängt vom gesamtwirtschaftlichen Forschungsaufwand ab. Der Beitrag zeigt, dass das Gleichgewicht in einer solchen Wirtschaft durch eine vorausschauende Differenzgleichung bestimmt wird, wonach der Umfang der Forschung in einem beliebigen Zeitraum vom erwarteten Umfang der Forschung im nächsten Zeitraum abhängt, ähnlich wie bei der Differenzgleichung, die das Gleichgewicht im Zwei-Perioden-Modell mit sich überschneidenden Generationen definiert (Azariadis (1981)(6), Grandmont (1985)(7)). >Gleichgewicht, >Erfindungen, >Forschung und Entwicklung, >Wirtschaftsmodelle, >Modelltheorie, >Modelle, >Innovation/Aghion/Howitt. * Philippe Aghion and Peter Howitt. (1992). A Model of Growth Through Creative Destruction Econometrica, Vol. 60, No. 2 (Mar., 1992), pp. 323-351 1. ROMER, P. M. (1986): "Increasing Returns and Long-Run Growth," Journal of Political Economy, 94,1002-1037. 2. LUCAS, R. E. JR. (1988): "On the Mechanics of Economic Development," Journal of Monetary Economics, 22, 3-42. 3. SCHUMPETER, J. A. (1942): Capitalism, Socialism and Democracy. New York: Harper and Brothers. 4. TIROLE, J. (1988): The Theory of Industrial Organization. Cambridge, MA: M.I.T. Press. 5. REINGANUM, J. (1989): "The Timing of Innovation: Research, Development and Diffusion," in Handbook of Industrial Organization, Vol. I, ed. by R. Schmalensee and R. Willig. Amsterdam: North-Holland. 6. AZARIADIS, C. (1981): "Self-Fulfilling Prophecies," Journal of Economic Theory, 25, 380-396. 7. GRANDMONT, J.-M. (1985): "On Endogenous Competitive Business Cycles," Econometrica, 53, 995-1045._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Aghion I Philippe Aghion Peter W. Howitt A Model of Growth Through Creative Destruction Econometrica, Vol. 60, No. 2 (Mar., 1992), pp. 323-351 1992 |
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