Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
[englisch]

Screenshot Tabelle Begriffes

 

Finden Sie Gegenargumente, in dem Sie NameVs…. oder….VsName eingeben.

Erweiterte Suche:
Suchbegriff 1: Autor oder Begriff Suchbegriff 2:Autor oder Begriff

zusammen mit




Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 10 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Autor
Eintrag
Eintrag
Literatur
Literatur
Ähnlichkeitsmetrik Ähnlichkeitsmetrik: ein Maß für Ähnlichkeit. Das Problem ist, dass es für mögliche Welten nicht immer bestimmbar ist, welche von zwei Welten näher an einer dritten ist. Siehe auch Mögliche Welten, Bsp Bizet/Verdi.
Ähnlichkeitsmetrik Logik-Texte Re III 104ff
Ähnlichkeitsmetrik/ÄM/Mögliche Welten/Stalnaker: kleinstmögliche Revision - also die ähnlichste Welt. Auswahlfunktion: f(A,w). »Wenn du eine Eins machst, erhältst du ein Stipendium« ist wahr, wenn die Welt, in der du ein Stipendium erhält, der Welt in der du eine Eins machst am ähnlichsten ist.
Mögliche-Welten-Sicht/Mögliche Welten: weicht von der wahrheitsfunktionalen Sicht ab, wenn das Vorderglied falsch ist - denn alle Kombinationen können in mögliche Welten verwirklicht sein.
>Möglichkeit, >Ähnlichkeit, >Wahrheits-Funktion.
III 105
Ähnlichkeitsmetrik/Mögliche Welten/Bedingungssatz/Konditional/Read: einige klassische logische Prinzipien versagen hier: Bsp Kontraposition dass »wenn B, dann nicht-A« aus »wenn A, dann nicht-B« folgt. Die ähnliche Welt, in der es regnet, kann sehr wohl eine sein, in welcher es nur leicht regnet. Aber die ähnlichste Welt, in der es heftig regnet, kann nicht eine sein, in der überhaupt nicht regnet.
>Konditional.
III 106
Weiteres Prinzip, das versagt: die Verstärkung des Wenn-Satzes.: »wenn A, dann B. Also, wenn A und C, dann B.« - Bsp wenn ich Zucker in meinen Tee tue, wird gut schmecken. Also wenn ich Zucker und Dieselöl in meinen Tee tue, wird er gut schmecken. In der ähnlichsten Welt in der ich Dieselöl wie Zucker in meinen Tee tue, schmeckt er scheußlich. - Weiter: die Ergebnisse des Konditionalitätsprinzip sind ungültig: - Wenn A, dann B. Also, wenn A und C, dann B - und Wenn A, dann B. Wenn B, dann C. Also, wenn A, dann C - Grund: der Bedingungssatz ist zu einer modalen Verknüpfung geworden ist. - wir müssen wissen, dass diese Aussagen in irgend einem angemessenen modalen Sinn stark genug sind - um sicherzustellen, dass die ähnlichste »A und C«-Welt die ähnlichste A-Welt ist, müssen wir wissen, dass C überall wahr ist.
III 108
Ähnlichkeitsmetrik/das bedingt ausgeschlossene Dritte/Read: bSaD: Das eine oder andere Glied eines Paars von Bedingungssätzen muss wahr sein. - Das entspricht der Annahme, dass es immer eine einzige ähnlichste Welt gibt - (Stalnaker pro). >Ausgeschlossenes Drittes.
LewisVsStalnaker: Bsp Bizet/Verdi - alle Kombinationen sind falsch.
Stalnaker: Statt einziger ähnlichster Welt gibt es mindestens eine ähnlichste. ((s) Bizet/Verdi: Erklärung des Beispiels: in welcher Welt wären Bizet und Verdi Landsleute: in einer, in der Verdi Franzose oder einer in der Bizet Italiener wäre? Welche wäre näher an der aktualen Welt?)
LewisVs: Menge der möglichen Welten in der Lewis 2 m + e groß ist, wobei e in geeigneter Weise abnimmt, hat keine Grenze.
Lösung/Lewis: statt Auswahlfunktion: Ähnlichkeitsrelation: er schlägt vor, dass »wenn A, dann B« dann in w wahr ist, wenn es entweder keine »A oder nicht-B«-Welt gibt, oder irgendeine »A und B«-Welt die ähnlicher ist als jede »A und nicht-B«-Welt.
III 110
Bizet/Verdi-Bsp: Wo es keine einzigartige ähnlichste Welt gibt, sind die »würde«-Bedingungssätze falsch, weil es für jede der passenden ähnlichsten Welten, in denen sie Landsleute sind, keine ähnlichste Welt gibt in der Bizet eine andere Nationalität hat. >Bizet-Verdi-Fall.
Bsp ... Wenn du eine Eins machst bekommst du ein Stipendium: wird wahr sein, wenn es für jede Welt, in der du eine Eins machst, und kein Stipendium erhältst, eine ähnlichere Welt gibt, die in der du beides erhältst (ohne bedingten Satz vom ausgeschlossenen Dritten).
((s)Erklärung/(s): Wenn Bizet und Verdi Landleute gewesen wären, wäre Bizet Italiener gewesen. Das ist nicht eindeutig.)
III 115
Ähnlichkeitsmetrik/Ähnlichkeitsanalyse/Mögliche Welten//ReadVsLewis: Problem: Bsp (angenommen, John ist in Alaska) Wenn John nicht in der Türkei ist, dann ist er nicht in Paris - dieser Bedingungssatz ist nach der »Ähnlichkeitserklärung« wahr, weil sie nur danach fragt, ob der Dann-Satz in der ähnlichsten Welt wahr ist. >Kontrafaktische Konditionale.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Ausgeschlossenes Drittes Logik-Texte III 108
Ähnlichkeitsmetrik/das bedingt ausgeschlossene Dritte/Read: bSaD: das eine oder andere Glied eines Paars von Bedingungssätzen muss wahr sein. - Das entspricht der Annahme, dass es immer eine einzige ähnlichste Welt gibt. - (Stalnaker pro). >Ähnlichkeitsmetrik. LewisVsStalnaker: Bsp Bizet/Verdi: alle Kombinationen sind falsch - Stalnaker: statt einziger ähnlichster mindestens eine ähnlichste.
LewisVs: Die Menge der möglichen Welten in der Lewis 2 m + e groß ist, wobei e in geeigneter Weise abnimmt, hat keine Grenze.
Lösung/Lewis: statt Auswahlfunktion: Ähnlichkeitsrelation: er schlägt vor, dass »wenn A, dann B« dann in w wahr ist, wenn es entweder keine »A oder nicht-B«-Welt gibt, oder irgendeine »A und B«-Welt die ähnlicher ist als jede »A und nicht-B«-Welt. >Ähnlichkeit.
III 110
Bizet/Verdi-Bsp wo es keine einzigartige ähnlichste Welt gibt, sind die »würde«-Bedingungssätze falsch, weil es für jede der passenden ähnlichsten Welten, in denen sie Landsleute sind, keine ähnlichste Welt gibt in der Bizet eine andere Nationalität hat. - Bsp ... wenn du eine Eins machst bekommst du ein Stipendium: wird wahr sein, wenn es für jede Welt, in der du eine Eins machst, und kein Stipendium erhältst, eine ähnlichere Welt gibt, die in der du beides erhältst. - ((s) ohne bedingten Satz vom ausgeschlossenen Dritten.).
III 263
Satz vom ausgeschlossenen Dritten/SaD/Konstruktivismus/Read: Konstruktivisten präsentieren oft sogenannte »schwache Gegenbeispiele« gegen das Ausgeschlossene Dritte - wenn a eine reelle Zahl ist, ist »a= 0« nicht entscheidbar. Folglich kann der Konstruktivist nicht behaupten, dass alle reellen Zahlen entweder identisch mit Null sind oder nicht. Das ist aber mehr eine Frage der Darstellung.
>Darstellung, >Konstruktivismus.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Gegenstücktheorie Lewis IV 26f
Gegenstücktheorie/Lewis: Die Gegenstücktheorie ist eine Alternative zu Modallogik mit Modaloperatoren. Dann haben wir keine uneliminierbaren singulären Termini.
IV 27
Vier grundlegende Prädikate: Wx: x ist eine mögliche Welt ((s) >Menge/Lewis). Ixy: x ist in der möglichen Welt y ((s) >Enthaltensein, Elementbeziehung).
Ax: x ist aktual ((s) >Existenz).
Cxy: x ist ein Gegenstück von y ((s) >Entsprechung, Träger von Möglichkeiten, >Querwelteinidentität).
Acht Postulate/logische Form:
P1 : (x)(y)(Ixy > Wy)
Alltagssprachliche Übersetzung: (Nichts ist in etwas außer einer Welt)
P2: (x)(y)(z)(Ixy & Ixz. > y = z)
(Nichts ist in zwei Welten)
P3: (x)(y)(Cxy > E zIxz)
(Was immer ein Gegenstück ist, ist in einer Welt)
P4: (x)(y)(Cxy > E zlyz)
(Was immer ein Gegenstück hat, ist in einer Welt)
P5: (x)(y)(z)(Ixy & Izy & Cxz. > x = z)
(Nichts ist ein Gegenstück von etwas in derselben Welt)
P6: (x)(y)(Ixy > Cxx)
(Jedes Ding in einer Welt ist Gegenstück von sich selbst)
P7: (Ex)(Wx & (y)(Iyx ↔ (Ay))
Eine Welt beinhaltet alle und nur aktuale Dinge)
P8: ExAx
(Etwas ist aktual)
Die Welt, die in P7 erwähnt ist, ist einzig, wegen P2 und P8.
Welt/logische Form/wirkliche Welt/Lewis: - @ = def ix(y)(Iyx ↔ Ay)(die aktuale Welt).
IV 28
Eine Gegenstückrelation ist im allgemeinen keine Äquivalenzrelation, d.h. sie gilt nicht zwischen den Paaren mit demselben ersten Term wie Carnap sagen würde. Lewis: Kein Ding ist in mehreren Welten egal wie man sie zu identifizieren versucht. Sie ist auch nicht transitiv, weil Ähnlichkeit nicht transitiv ist. Sie ist auch nicht symmetrisch: Bsp x3 in w3 ist eine Mischung von Ihnen und Ihrem Bruder, und ähnelt ihnen mehr als irgend etwas anderes in w3 so ist x3 Ihr Gegenstück.
IV 29
Aber angenommen die Ähnlichkeit von x3 mit Ihrem Bruder ist viel größer, dann sind Sie nicht das Gegenstück von x3 - nicht in jeder Welt muss ein Ding ein Gegenstück haben.
IV 42
Gegenstücktheorie/GT/Lewis: Gegenstückrelationen brauchen wir um das Wesen von etwas zu bestimmen. Problem: Gegenstückrelationen sind nicht sehr gesichert. Problem: > Ähnlichkeit.
IV 44f
Gegenstücktheorie/Lewis: Problem: Bsp zwei Zwillingspaare in verschiedenen möglichen Welten. Sie sind den beiden ähnlicher als jedes andere Ding. Frage: (doppelt de re): Hätten die ersten Zwillinge auch als nicht verwandte auf verschiedenen Planeten leben können? Einfach de re: Hätten die ursprünglichen beiden einfach nicht verwandt sein können (in derselben Welt)? Ob das kontraintuitiv ist, hängt davon ab, wie die Frage gestellt wird. Lewis: Doppelte de re Fragen sollten vermieden werden. Aus ihnen entstehen doppelte Gegenstückrelationen. Paare von Gegenstücken sollten nicht als Gegenstücke von Paaren aufgefasst werden. ((s) > Bsp Bizet/Verdi: Sie hätten Landsleute sein können, wenn a) Bizet Italiener und b) Verdi Franzose gewesen wäre. Welche Welt ist näher an unserer Welt? Daher ist eine Ähnlichkeitsmetrik für mögliche Welten nicht verfügbar.)
IV 54
Referentiell transparent/de re/modal/normale Gegenstücktheorie/Lewis: In meiner Gegenstücktheorie sind alle modalen de re Prädikationen referentiell transparent, d.h. etwas hat dieselben Gegenstücke, egal wie wir auf sie referieren. ---
V 20
Gegenstücktheorie/Lewis: Aus der Gegenstücktheorie folgt, dass dem wirklichen Imperator nicht freisteht, ob er den Rubikon überquert oder nicht - nur sein Gegenstück könnte es unterlassen. Gegenstückrelation (GR) und Nähe von möglichen Welten sind gleichermaßen eine Sache der Ähnlichkeit, aber sie sind unabhängig voneinander.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kontrafaktisches Konditional Fraassen I 13
Kontrafaktisches Konditional/kontrafaktische Konditionale/Fraassen: sind objektiv weder wahr noch falsch.
I 115f
Kontrafaktisches Konditional/Fraassen: Wahrheitsbedingungen gebrauchen Ähnlichkeiten zwischen möglichen Welten: "Wenn A dann B" ist wahr in Welt w, gdw. B in der zu w ähnlichsten Welt wahr ist, in der auch A wahr ist. Ähnlichkeit: ist wieder kontextabhängig: Bsp "Drei Barbiere"/Carroll: einer von dreien muss immer da sein.
1. wenn A krank ist, muss B ihn begleiten, aber
2. wenn C auch weg ist, muss B dableiben - Widerspruch: wenn A krank ist, muss B da sein und weg sein.
VsCarroll: 1 und 2 sind nicht im Widerspruch.
Materiales Konditional: "entweder B oder nicht A". >Alltagssprache.
Lösung/Fraassen: Alltagssprache: nicht materiales Konditional - Lösung/Fraassen: Kontextabhängigkeit: 1 ist wahr, wenn wir nur die Krankheit berücksichtigen, 2 ist wahr, wenn wir nur das Geschäft berücksichtigen.
Allgemein: welche Situation entspricht mehr der unseren? - > Lewis: Bsp Bizet/Verdi: was hätte der Fall sein müssen, wenn Bizet und Verdi Landsleute gewesen wären? > Ähnlichkeitsmetrik.
I 118
FraassenVsKontrafaktische Konditionale: diese sind hier aber keine Lösung: wissenschaftliche Aussagen sind nicht kontext-abhängig. Daher impliziert Wissenschaft auch keine kontrafaktischen Konditionale (wenn diese, wie ich glaube, kontextabhängig sind). Kontrafaktische Konditionale/Naturgesetze/NG/Reichenbach/E. Goodman: nur Gesetze, nicht allgemeine Aussagen implizieren kontrafaktische Konditionale.
Daher sind diese ein Kriterium für Gesetze - FraassenVsGoodman: umgekehrt: wenn Gesetze kontrafaktische Konditionale implizieren, dann, weil diese kontext-abhängig sind. >Kontext.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Kontrafaktisches Konditional Lewis V 5
Kontrafaktisches Konditional/Lewis: Es gibt ein variabel striktes Konditional, wenn es eine nähere Welt (>mögliche Welten) gibt, die ferneren außer Betracht lassen.
V 5f
Kontrafaktisches Konditional/Negation/Lewis: Von "wäre" durch "könnte" (oder "könnte nicht"): mit logischem Antezedens und negiertem Konsequens. Von "könnte": mit "wäre" mit gleichem A und negiertem Konsequens.
V 8
Kontrafaktisches Konditional: Analyse 0: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in jeder A-Welt gilt, sodass __".
Analyse 1: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in der nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist, wenn es eine gibt. A wä>>wä C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in jeder nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist.
Analyse 1 1/2: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn C in einer bestimmten, willkürlich gewählten nächsten (zugänglichen) A-Welt zu i wahr ist.
Analyse 3: A wäre>>wäre C ist wahr in Welt i dann und nur dann, wenn eine (zugängliche) AC-Welt näher an i ist als irgend eine A~C-Welt. Def A wäre>>könnte C ist wahr in i gdw. für jede (zugängliche) A~C-Welt es eine AC-Welt gibt, die mindestens so nah an i ist und es (zugängliche) A-Welten gibt.
V 10
Kontrafaktisches Konditional/Negation: hier: Durch "könnte" ist das kontrafaktische Konditional im Hinterglied. Bsp ~(A wäre>>wäre C) ↔ A wäre>>könnte ~C ((s) "könnte" = "müsste nicht"). Das taugt für Analyse 2: "...wahr in jeder nächsten Welt"...
Dann: Bizet/Verdi: "müsste nicht Franzose" und "müsste nicht Nicht-Franzose"...usw. wären alle wahr.
Falsch: "müsste nicht Franzose-und-Italiener...": Das ist in Ordnung. ((s) Erklärung: Es geht darum, in welchem Fall Bizet und Verdi Landleute gewesen wären. Problem: Es lässt sich keine "Ähnlichste Welt" angeben.)
V 14
Def Ein kontrafaktisches Konditional korrespondiert mit einem variabel strikten Konditional, d.h. wenn es nähere mögliche Welten gibt, die ferneren außer Betracht zu lassen (s.u. V 22, s.o. V 5).
V 18
Kontrafaktisches Konditional: Ich gebrauche das kontrafaktische Konditional, wenn das Antezedens vermutlich falsch ist. Kontrafaktische Konditionale sind eher wie das materiale Konditional. Solche mit wahrem Antezedens sind nur wahr, wenn auch das Konsequens wahr ist. Problem: Die Äußerungsbedingungen von kontrafaktischen Konditionalen mit wahren Antezedens sind schwierig zu bestimmen. Sie sind nämlich unangemessen! Angenommen, jemand hat unwissentlich ein solches geäußert, dann ist beides triftig: a) A, ~C , ergo ~(A wä>wä C): falsch, weil A aber dennoch nicht C ,
b) A, C, ergo A wäre>wäre C.: wahr, weil A und tatsächlich C. Pointe: Das hängt von der Angemessenheit von "weil" ab. Lewis: Mir scheint a) angemessener (sollte als wahr genommen werden).
Def Zentrierungs-Annahme: Eine Zentrierungs-Annahme wird damit so geschwächt: Jede Welt ist selbst-zugänglich und wenigstens so ähnlich mit sich selbst, wie irgendeine andere Welt mit ihr ist. Damit ist a) gültig, aber b) ungültig.
Zentrierungs-Annahme: (s.u. V 42): Wenn sie verletzt wird, würden Welten, die in einer nicht-beachteten Hinsicht abweichen, als identisch mit der wirklichen Welt zählen.
V 18
Wahrheitswert/WW/kontrafaktisches Konditional: Wenn man die Wahrheitswerte in kontrafaktischen Konditionalen unterscheiden möchte, kann man das tun, indem man die vergleichende Ähnlichkeit von Welten ausdehnt, sodass sie auch gewisse unmögliche Welten (unMöWe) umfassen, in denen nicht allzu unmögliche Antezedenzien wahr sind. Vs: Aber die sind noch schlimmer als die unmöglichen Grenzwelten (s.o.). >Wahrheitswert, >Unmögliche Welt/Lewis.
V 25
Kontrafaktisches Konditional/Axiome: System C1 das kontrafaktische Konditional impliziert die Implikation: A wäre>>wäre B . > . A > B. - ((s) D.h. das kontrafaktische Konditional ist stärker als die Implikation AB > A wäre>>wäre B.). D.h. aus der Konjunktion folgt das kontrafaktische Konditional.
V 62
Kontrafaktische Konditionale brauchen Ähnlichkeit von Welten, um vergleichbar zu sein. Analyse 1/A1: (VsLewis) ohne Ähnlichkeit. Kontrafaktische Abhängigkeit/Lewis: Kontrafaktische Abhängigkeit ist immer kausal und damit teils in zeitlicher Ordnung bestehend.
V 62
Kontrafaktisches Konditional: Das Antezedens wird normalerweise als falsch angenommen mit einem wahr angenommenem Konsequens.
V 95/96
Kontrafaktisches Konditional: Vorteil: Das kontrafaktische Konditional ist nicht wahrheitsfunktional aufgebaut. Entweder beide, Antezedens und Konsequens oder keins von beiden gilt in einer möglichen Welt.
V 179
Kontrafaktische Konditionale sind nicht transitiv. Daher gibt es keinen bestimmten Verlauf der Erhöhung oder Verminderung von Wahrscheinlichkeiten durch eine Kausalkette.
V 284
Rückwärts/Kontrafaktisches Konditional: Es gibt eine kontrafaktische Abhängigkeit in der Rückwärtsrichtung, aber ohne kausale Abhängigkeit: falsch: "Wenn die Wirkung eine andere gewesen wäre, wäre die Ursache eine andere gewesen".
V 288
Probabilistisches kontrafaktisches Konditional/Lewis: Form: Wenn A der Fall wäre, gäbe es die und die Chance für B. >Mögliche Welt/Lewis.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kontrafaktisches Konditional Wessel I 308
Kontrafaktisches Konditional/Wessel: Ein Kontrafaktisches Konditional kann immer durch Konjunktionen von realen Konditionalen ersetzt werden. Kontraposition: führt aus irrealen Bedingungssätzen heraus.
Bsp Bizet/Verdi/Wessel: liegt am unklaren Prädikat "Landsleute": sie könnten auch beide Japaner sein.
Lösung: Bsp "Wenn jemand Landsmann von Bizet ist, ist er Franzose".

((s) Erklärung/(s):
Bsp Bizet/Verdi: in welcher Welt wären sie Landleute gewesen? – In einer Welt, in der Verdi Franzose oder Bizet Italiener gewesen wäre. – Problem: welche von beiden Welten ist unserer Welt näher? - Das zeigt, dass man keine Ähnlichkeitsmetrik für Welten angeben kann.)
>Ähnlichkeitsmetrik, >Mögliche Welten.

Wessel I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
Supervaluation Lewis IV 70
Supervaluation/Fraassen/Lewis: Idee: Wenn wir mit einer willkürlichen Entscheidung konfrontiert sind, ist das, was man machen muss nicht, eine Wahl zu treffen, sondern zu sehen, was allen Wahlen gemeinsam ist. ---
V 8
Supervaluation/van Fraassen/Lewis: Supervaluation ist wahr, egal welche willkürliche Wahl zwischen möglichen Welten getroffen wird. Bsp Bizet/Verdi: Wenn Bizet und Verdi Landsleute gewesen wären, wäre Verdi Franzose gewesen/Bizet Italiener gewesen. Einer von beiden sei Franzose und nicht Franzose (bzw. I u ~I) beide ohne Wahrheitswert. (F v I) bzw. (~F v ~I): super-wahr, (F u I) super-falsch.
Problem: Wahrheitswert-Lücken.
>Wahrheitwert, >Wahrheitswertlücken, >Ähnlichkeitsmetrik.
---
Schwarz I 204
Supervaluation/Lewis: Eine Äußerung eines vagen Satzes ist wahr gdw. annähernd alle seine Präzisierungen wahr sind. Problem: In Grenzfällen ist sowohl "Es regnet" als auch "Es regnet nicht" falsch. Gerade das vermeidet aber Paradoxien.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
Vagheit Williamson Field II 283
Vagheit/Williamsons Rätsel/WilliamsonVsNonfaktualismus/Field: (Williamson 1994): These: für jede beliebige Frage gibt es ein einfaches Argument für den Schluss, dass es eine bestimmte, objektive, faktische Antwort hat. - Bsp Joe ist reich oder Joe ist nicht reich. - Dann ist es jeweils eine Tatsache, wenn er reich oder wenn er nicht reich ist. Für Williamson ist dann das Beispiel Verdi/Bizet sinnlos.

Bizet/Verdi/Erklärung/(s): in welcher Welt wären Bizet und Verdi sie Landleute gewesen? – In einer Welt, in der Verdi Franzose oder Bizet Italiener gewesen wäre. – Problem: welche von beiden Welten ist unserer Welt näher? - Das zeigt, dass man keine Ähnlichkeitsmetrik angeben kann.
>Ähnlichkeitsmetrik.

FieldVsWilliamson: Bsp Dann müsste es eine nichtzugängliche Tatsache geben die entscheidet, ob die Vor-Newtonianer Masse oder Gewicht meinten - das ist unglaubwürdig.
>Theoriewechsel, >Bedeutungswandel.
II 284
Quantenmechanik: hier ist der Nonfaktualismus andersartig. >Tatsachen, >Nonfaktualismus, >Quantenmechanik.

EconWillO
Oliver E. Williamson
Peak-load pricing and optimal capacity under indivisibility constraints 1966

Field I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Field II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Field III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Field IV
Hartry Field
"Realism and Relativism", The Journal of Philosophy, 76 (1982), pp. 553-67
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Vergleiche Lewis V 5f
Vergleich/mögliche Welt/MöWe/Ähnlichkeit/Ähnlichkeitsmetrik/Unterschied/Lewis: Angenommen, zwei mögliche Welten unterscheiden sich nie in nur einer Tatsache, dann gibt es sofort unendlich viele Unterschiede. Analyse 1: Es gibt nur einzige ähnlichste Welt.
LewisVs: Bsp Bizet/Verdi: zwei gleich ähnliche Welten: beide Franzosen/Italiener. Die nächste (ähnlichste) Welt gibt es nicht. Analyse 2: Mehrere ähnliche Welten sind möglich. Lösung: van Fraassen: Supervaluation: willkürlich gewählte nächste Welt.
V 21
Vergleich/Gegenvergleich/kontrafaktisches Konditional/dreifache Indizierung/Lewis: Bsp "Wenn meine Yacht länger gewesen wäre, wäre ich glücklicher gewesen". 2. Welt j: Meine Yacht ist länger als in i (1. Welt). 3. Jede weitere Welt, wo beides wahr ist, ist näher dran als eine, wo die Yacht länger ist, aber ich nicht glücklicher bin (immer in Relation auf die 1. Welt i ). >Mögliche Welt/Lewis, >Ähnlichkeit/Lewis, >Ähnlichkeitsmetrik/Lewis, >Vergleichbarkeit.
---
Erklärung/(s):
Bsp Bizet/Verdi: Sie hätten Landsleute sein können, wenn a) Bizet Italiener, b) Verdi Franzose gewesen wäre.
Problem: Welche Welt ist näher an unserer Welt? Daher ist eine Ähnlichkeitsmetrik für mögliche Welten nicht erreichbar.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991