| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Evolution | Darwin | Gould II 329 Darwin: 2 Stufen der Evolution 1. zufällige Variationsbreite (Erzeugung von Rohmaterial) 2. Auslese (Selektion) als konventionelle Kraft. Gould II 331 Die offizielle Definition der Evolution/Gould: Def Evolution: "Veränderung der Genfrequenzen in Populationen". (Der Prozess der zufälligen Zu oder Abnahme der Genfrequenz wird Def "Gendrift" genannt.) Die neue Theorie des Neutralismus deutet an, dass viele wenn nicht gar die meisten Gene in individuellen Populationen ihre Häufigkeit primär dem Zufall verdanken. Mayr I 235 Darwin (früh): Anpassungsveränderung. - Vs: Das kann niemals die enorme Vielfalt organischen Lebens erklären, denn es lässt keine Zunahme der Artenzahl zu. Mayr I 236 Darwin/Mayr: Die Entstehung der Arten: 5 Haupttheorien 1. Organismen entwickeln sich im Lauf der Zeit ständig weiter (Evolution als solche). 2. Verschiedene Organismenarten stammen von einem gemeinsamen Vorfahren ab. 3. Arten vervielfachen sich im Lauf der Zeit (Speziation) 4. Evolution erfolgt in Form allmählichen Wandels.(GradualismusVsSaltationismus). 5. Der Evolutionsmechanismus besteht in der Konkurrenz unterzahlreichen einzigartigen Individuen um begrenzte Ressourcen, die zu Unterschieden in Überleben und Fortpflanzung führt (natürliche Selektion). >Selektion. Gould IV 357 Evolution/Darwin: These: Keine innere Dynamik treibt das Leben voran! Wenn die Umwelt sich tatsächlich nicht veränderte, wäre es nicht ausgeschlossen, dass die Evolution knirschend zum Stehen käme! Eigentlich führen die Arten ihr Leben unabhängig voneinander! Ihre wichtigsten Kämpfe führen sie gegen Klimate, geologische und geographische Verhältnisse. (>Arten). |
Gould I Stephen Jay Gould Der Daumen des Panda Frankfurt 2009 Gould II Stephen Jay Gould Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991 Gould III Stephen Jay Gould Illusion Fortschritt Frankfurt 2004 Gould IV Stephen Jay Gould Das Lächeln des Flamingos Basel 1989 Mayr I Ernst Mayr Das ist Biologie Heidelberg 1998 |
| Evolution | Mayr | I 43 Evolution/Mayr: Einheit der Evolution ist die Population (oder Art) und nicht das Gen oder das Individuum. (MayrVsDawkins). >Arten, >Gene, >R. Dawkins, >Gene/Dawkins, >Evolution/Dawkins. Def Integron/Mayr: Ein Integron ist ein durch Integration untergeordneter Einheiten auf höherer Stufe entstehendes System. Integrons entwickeln sich durch natürliche Selektion. Sie sind auf jeder Stufe angepasste Systeme, weil sie zur Fitness (Eignung) eines Individuums beitragen. >Selektion. I 183 Evolution/Mayr: Art ist die entscheidende Entität der Evolution. I 230 Evolution/Fortschritt/Mayr: Kohäsion: Ausdruck dafür, dass das System der Entwicklung sehr eng geworden ist. Evolution geht in großen, mitgliederreichen Arten sehr langsam voran, in kleinen peripher isolierten Gruppen schnell. >Speziation, > Unterbrochenes Gleichgewicht/Gould, >Punktuelles Gleichgewicht/Gould/Eldredge. Eine Gründerpopulation mit wenigen Individuen und daher nur wenig verborgener genetischer Variation kann leichter einen anderen Genotyp annehmen. Makroevolution: Makroevolution wird am stärksten durch den geographischen Faktor (Isolation) bestimmt. I 234 Evolution/Mayr: drei Konzepte: 1.Sprunghafte Evolution: (Transmutationismus): Typensprung. Selbst nach Darwin konnten einige Forscher (u.a. sein Freund Huxley) der Begriff der natürlichen Selektion nicht akzeptieren und entwickelten saltationistische Theorien. 2.Transformationelle Evolution (Transformationismus) allmähliche Veränderung des Eis zum Organismus. Von Darwin verdrängt. I 235 3. Variationsevolution (Darwin) I 235 Darwin (früh): Anpassungsveränderung. Vs: Anpassung kann niemals die enorme Vielfalt organischen Lebens erklären, denn das lässt keine Zunahme der Artenzahl zu. I 236 Darwin/Mayr: Die Entstehung der Arten: 5 Haupttheorien 1. Organismen entwickeln sich im Lauf der Zeit ständig weiter (Evolution als solche). 2. Verschiedene Organismenarten stammen von einem gemeinsamen Vorfahren ab. 3. Arten vervielfachen sich im Lauf der Zeit (Speziation) 4. Evolution erfolgt in Form allmählichen Wandels.(GradualismusVsSaltationismus). >Gradualismus, >Saltationismus. 5. Der Evolutionsmechanismus besteht in der Konkurrenz unter zahlreichen einzigartigen Individuen um begrenzte Ressourcen, die zu Unterschieden in Überleben und Fortpflanzung führt (natürliche Selektion). >Selektion. I 377 Entstehung des Lebens: chemischer Vorgang, an dem auch Autokatalyse und ein richtungsgebender Faktor beteiligt sind. Präbiotische Selektion. Vgl. >St. Kauffman. I 237 Pasteur: wies Unmöglichkeit der Entstehung von Leben in sauerstoffreicher Atmosphäre nach! 1953 ließ Stanley Miller mit elektrischen Entladungen in einem Glaskolben mit einem Gemisch aus Methan, Ammonium, Wasserstoff und Wasserdampf Aminosäuren, Harnstoff und andere organische Moleküle entstehen. I 238 Proteine, Nukleinsäuren: Diese größeren Moleküle müssen die Organismen selbst bilden. Aminosäuren, Pyrimidine, Puridine müssen nicht von den Organsimen selbst gebildet werden. I 239 Molekularbiologie: Die Molekularbiologie entdeckte, dass selbst bei Bakterien, die ja keinen Zellkern besitzen, der genetische Code derselbe ist wie bei Protisten, Pilzen, Tieren und Pflanzen. I 240 Missing link: Archaeopteryx: halb Vogel halb Reptil. Nicht unbedingt direkter Vorfahr. Speziation: a) dichopatrisch: ein vorher zusammenhängendes Gebiet wird durch eine neue Barriere: Gebirgszug, Meeresarm, Unterbrechung der Vegetation geteilt. b) peripatrisch: neue Gründungspopulaiton entsteht jenseits des ursprünglichen Verbreitungsgebiets. c) sympatrische Speziation: Eine neue Art entsteht aufgrund ökologischer Spezialisierung innerhalb des Verbreitungsgebiets. Darwins Theorie vom Gradualismus. >Gradualismus, I 243 VsGradualismus: Der Gradualismus könne nicht die Entstehung völlig neuer Organe erklären. Problem: Wie kann ein rudimentärer Flügel durch natürliche Selektion vergrößert werden bevor er zum Fliegen tauglich ist? I 244 Darwin: zwei mögliche Lösungen: a) Intensivierung der Funktion: Bsp Augen, Bsp Entwicklung der Vordergliedmaßen von Maulwürfen, Walen, Fledermäusen. b) Funktionsveränderung: Bsp Antennen von Daphia (Wasserfloh): zusätzliche Funktion eines Schwimmpaddels, das unter Selektionsdruck größer und modifiziert wird. Bsp Gould: Federn dienten zunächst wahrscheinlich der Temperaturregelung, bevor irgendein Tier fliegen konnte. Funktion/Biologie: Funktionsverschiedenheiten hängen auch mit Verhaltensmustern zusammen Bsp Putzen des Federkleids. Konkurrierende Theorien zum evolutionären Wandel: I 247 Salationismus: Huxley später Bateson, de Vries, (Mendelisten). Zur saltationistischen Entstehung neuer Arten kommt es bei sexueller Fortpflanzung nur über Poyploidie und einige andere Formen chromosomaler Neustrukturierung (sehr selten). Teleologie: Teleologische Theorien gehen davon aus, dass der Natur ein Prinzip innewohnt: Osborns Aristogenese, Chardins Omega-Prinzip. Dies soll zur Perfektion führen. >Teilhard de Chardin. Lamarcksche Theorien: Änderungen gehen auf Gebrauch und Nichtgebrauch zurück, Umweltbedingungen. Diese Theorie war bis in die 30er Jahre akueptiert! I 248 Def "Weiche Vererbung" (erworbener Merkmale). Wurde durch die Genetik widerlegt. Def "Harte Vererbung" (sogenanntes "Zentrales Dogma"): Die in den Proteinen (dem Phänotyp) enthaltene Information kann nicht an die Nukleinsäuren (den Genotyp) weitergegeben werden! (Erkenntnis der Molekularbiologie). I 256 Makroevolution: Nachdem Saltationismus, weiche Vererbung und Autogenese mit der Evolution widerlegt waren, musste man die die Makroevolution immer mehr als Phänomen auf Populationsebene erklären, als Phänomen, das sich unmittelbar auf Ereignisse und Vorgänge während der Mikroevolution zurückführen ließ. (Speziation: schneller in der Isolation). (>Gould, Eldredge, 1971(1): "unterbrochenes Gleichgewicht", "punctuated equilibrium", Punktualismus). I 281 Neu: Wir wissen heute, dass die Zyklen der Pflanzenfresser diejenigen der Raubfeinde hervorrufen und nicht umgekehrt! Koevolution: Bsp Die Yuccamotte zerstört die Samenanlagen der Pflanze durch ihre Larven, bestäubt aber die Blüten. 1. N. Eldredge, S. J. Gould: Punctuated equilibria: an alternative to phyletic gradualism. In: T. Schopf (Ed), Models in Paleobiology, 82-115, San Francisco, (1972). |
Mayr I Ernst Mayr Das ist Biologie Heidelberg 1998 |
| Fortschritt | Gould | IV 112 Denken/Fortschritt/Gould: Der Fortschritt der Wissenschaft erfordert jeweils neue Denkstrukturen. Beispiele: Siehe Naturgesetze/Lyell, Gradualismus. IV 186 Fortschritt/Evolution/Gould: Es gibt in der Evolution keinen Fortschritt zu besseren Einzelteilen: Bsp Die Augen der Trilobiten sind weder in ihrer Komplexität noch in ihrer Schärfe je von den späteren Anthropoden erreicht, geschweige denn übertroffen worden. III 16 Fortschritt/Leben/Trends: Neue Trends lassen sich unter Umständen durch eine Änderung der Variationsbreite ganzer Systeme erklären (anstelle einzelner Gebilde innerhalb der Systeme). Dies ist einfach eine Umkehrung von Begriffen, keine mathematische Prozedur. Gould These: Evolution: Die Geschichte des Lebens ist insgesamt nicht von Fortschritt gekennzeichnet! Ja nicht einmal von einer gerichteten Evolutionskraft. III 34 Fortschritt/Gould: Manche nehmen eine Entwicklung zur Komplexität oder Differenzierung an. Gould: Selbst für diese zweckgebundenen Ersatzbegriffe kann man den Fortschritt nicht als Hauptimpuls des Lebens definieren. Wir haben das Bedürfnis, Evolution als vorhersagbar und fortschrittsorientiert zu betrachten. These: Der Mensch ist nicht die Krone der Schöpfung. Trend: Es gibt immer mehr Tiere in der Evolution – die Zeit des Menschen ist nur kurz (GouldVsAnthropisches Prinzip). (>Anthropisches Prinzip). III 39 Es ist ein Irrtum, Evolution als eine aufsteigende Leiter zu verstehen. Bakterien: Bakterien sind eigentlich nicht weniger komplex als wir. III 86 Trend: Der Trend ist nicht das Beschreiten eines Weges, sondern eine komplexe Reihe von Übergängen oder seitlichen Schritten. III 92 Der Trend ist keine Leiter, sondern eine Verkettung von Verstärkungen. III 89 Erfolg/Evolution: Was sind in der Evolution wirkliche "Erfolgsgeschichten"? Bsp Ratten, Fledermäuse, Antilopen. Diese drei Gruppen beherrschen die Welt der Säugetiere, sowohl in der Zahl, als auch in der ökologischen Verbreitung. Erfolgreichste: Knochenfische: Knochenfische machen fast 50% aller Wirbeltierarten aus. Dies sind hundertmal so viele Arten wie die Primaten und fünfmal so viel, wie alle Säugetiere zusammen. III 121 Fortschritt/Sport/Gould: Verbesserung der Leistung: Die Verbesserung von Leistung kann letztlich durch eine Asymptote dargestellt werden. Beachtlich: Frauen haben eine viel steilere Verbesserungskurve als die Männer. Fortschritt/Viehzucht: häufig 13% pro Jahr. Die Zucht von Vollblutpferden ist wirtschaftlich interessanter als alle anderen Zuchtvorhaben! Man kann daher annehmen, dass Vollblutpferde längst ihr Optimum erreicht haben. III 123 Sport/Fortschritt: Die Rekorde in den Laufdisziplinen (200, 10.000) haben sich unabhängig von der Distanz um den gleichen relativen Betrag verbessert: nämlich um 5,69 und 7,57 Meter je Minute in einem Jahrzehnt (Marathon: 9,18). Würde man das extrapolieren, würden die Frauen bald schneller laufen als die Männer. Extrapolation: Extrapolation ist meist ein untaugliches Mittel. Sport/Frauen: Vorteile: Frauen haben den Vorteil der Fettverteilung und des Auftrieb. Bsp Durchquerung des Ärmelkanals und Schwimmstrecke nach Catalina Island: Hier halten die Frauen schon heute den Weltrekord. Viele Frauen würden sowieso die meisten (untrainierten) Männer in allen Disziplinen schlagen. III 167 Fortschritt/Evolution/Darwin/Gould: Darwin lehnte den Begriff Evolution zunächst ab, weil er mit Fortschritt verknüpft ist. Der Begriff kommt in der ersten Auflage der "Entstehung der Arten" nicht vor. III 175 Fortschritt/Natur/Gould: Kampf: a) "biotisch": Der Kampf zwischen Lebewesen und um Nahrung: kann Fortschritt hervorbringen, z.B. schnelleres Laufen, besseres Denken, stärkere Kondition usw. b) "abiotisch": Bsp Kampf einer Pflanze am Rand der Wüste. Dies kann keinen Fortschritt hervorbringen: Umwelt ändert sich über lange Zeit nicht. Fortschritt: Das Argument des Vorherrschens der biotischen Konkurrenz reicht nicht aus, es muss noch etwas hinzukommen. Wenn die Umwelt relativ leer ist, können die unterlegenen Varianten daneben weiterbestehen. III 177 Fortschritt/Darwin/Gould: Frage: Warum schmuggelte Darwin den Fortschritt durch die Hintertür wieder hinein, indem er über die Vorherrschaft des biotischen Wettbewerbs in einer ständig überfüllten Welt schrieb? (KropotkinVsDarwin). Nach dem Aussterben der Permzeit waren 95% der wirbellosen Meeresbewohner verschwunden. Nichts war überfüllt. Darwin: Darwin konnte sich hier nur aus der Affäre ziehen, indem er die Fossilien für Artefakte (Lücken in den Funden) hielt. III 179 Fortschritt/Gould: Wie kann man "höher" definieren, wenn die Evolution mit jedem angeblichen Fortschritt auch einen Parasiten hervorbringt? >Evolution, >Erklärung, >Darwinismus. |
Gould I Stephen Jay Gould Der Daumen des Panda Frankfurt 2009 Gould II Stephen Jay Gould Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991 Gould III Stephen Jay Gould Illusion Fortschritt Frankfurt 2004 Gould IV Stephen Jay Gould Das Lächeln des Flamingos Basel 1989 |
| Gleichgewicht | Eldredge | Gould I 192 Punktualismus/Punktuelles Gleichgewicht/punctuated equilibirum/Evolution/Eldredge/Gould: Eldredge und Gould These: "Modell intermittierender Gleichgewichtszustände" (punctuated equilibirum): Die Arten sollten während ihrer gesamten Lebensdauer gleichbleibend sein, weil sie Reste großer, stabiler Populationen sind. In jedem Gebiet, das von Vorläufern bewohnt wird, sollte plötzlich eine von ihnen abstammende Art auftreten, die von der Peripherie an der sie sich evolutionär entwickelt hat, eingewandert ist.(1) >Arten, >Spezies, >Evolution, >Selektion, vgl. >Darwinismus. 1. N. Eldredge, S. J. Gould: Punctuated equilibria: an alternative to phyletic gradualism. In: T. Schopf (Ed), Models in Paleobiology, 82-115, San Francisco, (1972). |
Eldredge I Niles Eldredge The Triumph of Evolution and the Failure of Creationism New York 2001 Gould I Stephen Jay Gould Der Daumen des Panda Frankfurt 2009 Gould II Stephen Jay Gould Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991 Gould III Stephen Jay Gould Illusion Fortschritt Frankfurt 2004 Gould IV Stephen Jay Gould Das Lächeln des Flamingos Basel 1989 |
| Gleichgewicht | Gould | II 256ff Gleichgewicht/Evolution/Eldredge/Gould: Ich gehöre zu den Evolutionisten, die an Sprünge in der Evolution glauben. Zusammen mit Niles Eldredge: These: Theorie des ununterbrochenen Equilibriums: Sprünge müssen nicht Lücken in den Fossilfunden ausdrücken, sondern können die Vorhersagen der Evolutionstheorie bestätigen.(1) II 258 These: Tendenzen können nicht der graduellen Veränderung innerhalb der Geschlechter zugeschrieben werden, sondern müssen aus dem unterschiedlichen Erfolg gewisser Typen von Arten entstehen. Es ähnelt eher einer Treppe als einer schiefen Ebene. Übergangsformen fehlen im Allgemeinen auf der Ebene der Arten, sind aber zwischen größeren Gruppen in Fülle vorhanden. IV 186 Gleichgewicht/Theorie des unterbrochenen Gleichgewichts (punktuelles Gleichgewicht)/Gould: These: Es gibt eine unorthodoxe Theorie zur Erklärung des Fehlens erwartbarer Muster und Gesetzmäßigkeiten. (Zusammen mit Niles Eldredge). These: In normalen Zeiten tritt keine kontinuierliche adaptive Vervollkommnung innerhalb der Abstammungsgruppen ein. Eher bilden sich die Arten im Maßstab geologischer Zeiträume (also in einigen Tausend Jahren) recht schnell und bleiben dann in den folgenden Jahrmillionen außerordentlich stabil. IV 187 Evolution:/Gould: Evolution muss sich daher auf der Ebene der Arten und nicht im Sinne Darwins als Kampf der Individuen auswirken. >Punktuelles Gleichgewicht. Massenaussterben: Was in normalen Zeiten akkumuliert wurde, bricht zusammen, wird abgebaut und neu geordnet, bzw. neu begonnen und verbreitet. Wenn die Theorie des unterbrochenen Gleichgewichts stimmt, dann ist Massenaussterben noch viel katastrophaler, als bisher angenommen! Wenn es bis zu 90% aller Arten vernichten kann, dann verlieren wir durch einen unglücklichen Zufall einige Gruppen für immer, während andere in einer anderen Welt besser gerüstet sind. >Evolution, >Erklärung, >Darwinismus. 1. N. Eldredge, S. J. Gould: Punctuated equilibria: an alternative to phyletic gradualism. In: T. Schopf (Ed), Models in Paleobiology, 82-115, San Francisco, (1972). |
Gould I Stephen Jay Gould Der Daumen des Panda Frankfurt 2009 Gould II Stephen Jay Gould Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991 Gould III Stephen Jay Gould Illusion Fortschritt Frankfurt 2004 Gould IV Stephen Jay Gould Das Lächeln des Flamingos Basel 1989 |
| Gradualismus | Bennett | Bennett I Jonathan Bennett "The Meaning-Nominalist Strategy" in: Foundations of Language, 10, 1973, pp. 141-168 In Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979 |
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| Gradualismus | Gould | IV 109f Def Gradualismus/Gould: Gradualismus ist die Annahme, die Natur mache »keine Sprünge«. GouldVsDarwin: Darwin war so sehr von der Notwendigkeit unbegrenzter Zeit als einer Voraussetzung der Evolution überzeugt, dass er die Selektion mit dem Gradualismus verwechselte. Das führte zur Kritik: Th. H. HuxleyVsDarwin: übertriebene Annahme: »Die Natur mache keine Sprünge«.(1) IV 107 Uniformitarismus/DarwinVsKelvin/KelvinVsDarwin/Gould: Diese Kampagne war persönlicher Natur. Bedingt durch Darwins starken Gradualismus. (Siehe Naturgesetze/Lyell) 1. Th. H. Huxley.(1863): Evidence as to man's place in nature. London: Williams and Norgate. |
Gould I Stephen Jay Gould Der Daumen des Panda Frankfurt 2009 Gould II Stephen Jay Gould Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991 Gould III Stephen Jay Gould Illusion Fortschritt Frankfurt 2004 Gould IV Stephen Jay Gould Das Lächeln des Flamingos Basel 1989 |
| Moral | Darwin | Mayr I 321 Moral/Darwin/Mayr: Darwin nahm der Moral den Anspruch auf gottgegebenen Ursprung. "Moralisches Gefühl und Gewissen ist der bedeutungsvollste Unterschied zu den Tieren" (1871)(1). Da die Menschen aber tierische Vorfahren hatten, musste dieser Unterschied evolutionär erklärt werden. (Keine Saltation). Also musste auch die Moral allmählich entstanden sein. >Gradualismus, >Evolution, >Darwinismus, >Erklärungen. 1. Ch. Darwin, The descent of man, and selection in relation to sex. John Murray, London 1871. |
Mayr I Ernst Mayr Das ist Biologie Heidelberg 1998 |
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Literatur |
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| VsGradualism. | Gould, St. J. | Dennett I 330 GouldVsGradualismus: These "Unterbrochenes Gleichgewicht". Entwicklung in Wirklichkeit oft sprunghaft. Lange Phasen der Stabilität, Perioden heftiger Veränderungen. Aber keine Theorie der Makromutation. |
Dennett I D. Dennett Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997 Dennett II D. Dennett Spielarten des Geistes Gütersloh 1999 Dennett III Daniel Dennett "COG: Steps towards consciousness in robots" In Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996 Dennett IV Daniel Dennett "Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350 In Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005 |