| Begriff/ Autor/Ismus |
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| Turingmaschine | Genz | II 192 Turingmaschine/Genz: Bsp Anweisungen, die einer bestimmten Stellung entsprechen, können nur sein: Drucke 0. Drucke 1. Bewege das Band ein Quadrat nach rechts. Bewege das Band ein Quadrat nach links. Wenn im vorliegenden Quadrat eine 1 steht, geh zur Anweisung i. Wenn im vorliegenden Quadrat eine 0 steht, geh zur Anweisung i. Stop. Und das ist alles. II 193 Logik/Mathematik/Physik/Genz: Wenn die physikalischen Gesetze anders wären, könnte es sein, dass es unmöglich wäre, eine Turingmaschine zu bauen. Pointe: Es könnte dann sein, dass die Berechnung der Summe zweier Zahlen unmöglich würde! Beweisbarkeit/Genz: Beweisbarkeit ist daher von Naturgesetzen abhängig. >Beweise, >Beweisbarkeit, >Naturgesetze. II 195 Anfangsbedingungen/Anfangszustände/Natur/Genz: In der Natur gibt es überabzählbar viele Anfangszustände. Eine Turingmaschine könnte sie aber nicht alle angeben, weil sie sie nicht alle verschieden darstellen könnte. II 225 Halteproblem/Nichthalte-Theorem/Genz: Könnte es sein, dass eine zukünftige Physik (anders als unsere) ermöglicht, unendlich viele Rechenschritte in endlicher Zeit zu vollziehen? >Halteproblem. Turingmaschine/Genz: Eine mögliche Welt, in der mehr möglich ist, als die Logik erlaubt, könnte nicht durch eine Turingmaschine simuliert werden. Genz: These: Ich sehe nicht, dass es so sein muss, dass in der aktualen Welt jeder Ablauf durch eine Turingmaschine simuliert werden können muss. David DeutschVsGenz: (The Fabric of Reality)(1): Genz unterstellt, dass alles in der aktualen Welt durch eine Turingmaschine simuliert werden kann. Daraus leitet er ab, dass das Universum rekollabiert, denn ein unendlich wachsendes Universum kann nicht durch eine Turingmaschine simuliert werden. GenzVsDeutsch: umgekehrt: Die auf physikalischen Fakten beruhende Antwort auf die Frage nach dem endgültigen Schicksal des Universums wird auch darüber entscheiden, ob dieses Schicksal durch eine Turingmaschine simuliert werden kann. 1. David Deutsch(1997). The Fabric of Reality. London: Viking Adult. |
Gz I H. Genz Gedankenexperimente Weinheim 1999 Gz II Henning Genz Wie die Naturgesetze Wirklichkeit schaffen. Über Physik und Realität München 2002 |
| Wirtschaft | Menger | Coyne I 5 Ökonomie/Menger/Coyne/Boettke: [Menger] (...) engagierte sich für die Deutsche Historische Schule, die die dominierende Quelle des ökonomischen Denkens im gesamten deutschsprachigen Raum war. These: Die Deutsche Historische Schule vertrat die Auffassung, dass die Wirtschaftswissenschaft nicht in der Lage ist, universelle Prinzipien aufzustellen, die über Zeit und Raum hinweg gelten. Aus diesem Grund vertrat sie die Ansicht, dass das Beste, was Ökonomen tun können, in der historischen Untersuchung besonderer Umstände besteht, in der Hoffnung, einige besondere Muster zu erkennen, die für den untersuchten Kontext spezifisch sind. MengerVsDeutsche Historische Schule: Im Gegensatz zu dieser Ansicht vertrat Menger die Auffassung, dass universelle wirtschaftliche Gesetze kontextübergreifend gelten, und zwar auf der Grundlage der Grenznutzenanalyse. Die Vertreter der Deutschen Historischen Schule widersprachen den Behauptungen Mengers und seiner Kollegen - Eugen Böhm-Bawerk und Friedrich Wieser - über die Möglichkeit einer universellen Theorie und bezeichneten sie aufgrund ihrer akademischen Positionen an der Universität Wien als „Österreichische Schule“. >Österreichische Schule, >Eugen von Böhm-Bawerk, >Ludwig von Mises, >Friedrich August von Hayek, >Murray Rothbard. |
Meng I K. Menger Selected Papers in Logic and Foundations, Didactics, Economics (Vienna Circle Collection) 1979 Coyne I Christopher J. Coyne Peter J. Boettke The Essential Austrian Economics Vancouver 2020 |