| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
|---|---|---|---|
| Anerkennung | Fraser | Brocker I 801 Anerkennung/Sozialisation/Gesellschaft/Ökonomie/FraserVsHonneth/Fraser: Honneth vernachlässige die eigenständige Bedeutung politisch-ökonomischer Probleme, vor allem das Problem der gerechten Umverteilung von Ressourcen in seiner Theorie des Kampfes der Individuen um Anerkennung in einer sozialen Gemeinschaft.(1) Honneth: geht dagegen von einem ethisch-kulturellen Referenzrahmen sozialer Wertschätzung und Gerechtigkeit aus. Siehe Anerkennung/Honneth, Sozialisation/Honneth, Individuation/Honneth. HonnethVsFraser: Honneth verteidigt sich, indem er aufzeigt, inwiefern sein Begriff formaler Sittlichkeit dem eigenen Anspruch nach auch solche ökonomischen Gerechtigkeitsfragen umgreift.(2) 1. Nancy Fraser/Axel Honneth, Umverteilung oder Anerkennung? Eine politisch-philosophische Kontroverse, Frankfurt, 2003 2. Ebenda S. 159f. Hans-Jörg Sigwart, „Axel Honneth, Kampf um Anerkennung“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018 |
PolFras I Nancy Fraser Mapping the feminist imagination. From redistribution to representation 2005 Brocker I Manfred Brocker Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018 |
| Politik | Honneth | Brocker I 802 Politik/Sozialisation/Anerkennung/Honneth: Politische Implikationen ergeben sich schon aus der Anerkennungsform des Rechts, insofern diese unter anderem den Anspruch auf politische Beteiligung generiert. Politik ist zudem prinzipiell mit allen aktiven Formen des Widerstands gegen Erfahrungen der Missachtung verknüpft. Deren Chance, die Gestalt einer aktiven politischen Gegenwehr anzunehmen, wird ihrerseits als von politisch-kulturellen Voraussetzungen abhängig beschrieben. (1) SigwartVsHonneth: unklar bleibt, ob und inwiefern sich deren politischer Charakter nochmals aus spezifisch politischen Anerkennungsansprüchen oder aus einer spezifisch politischen Verfassung des sittlichen Wertehorizonts der Gesellschaft ergibt, in dem sie sich bewegen und als politischer Widerstand orientieren. (Siehe Anerkennung/Honneth, Sozialisation/Honneth). 1. Axel Honneth, Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte, mit einem neuen Nachwort, Frankfurt/M. 2014 (zuerst 1992) S 224f. Hans-Jörg Sigwart, „Axel Honneth, Kampf um Anerkennung“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018 |
Honn I A. Honneth Das Ich im Wir: Studien zur Anerkennungstheorie Frankfurt/M. 2010 Honn II Axel Honneth Kampf um Anerkennung. Zur moralischen Grammatik sozialer Konflikte Frankfurt 2014 Brocker I Manfred Brocker Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018 |