| Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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| Diskurs | Jakobson | Ricoeur II 15 Diskurs/Sprache/Kommunikation/Jakobson/Ricoeur: Einige Linguisten haben versucht, alle Funktionen der Sprache als Variablen innerhalb eines allumfassenden Modells, für das Kommunikation der Schlüssel ist, neu zu formulieren. Roman Jakobson(1) zum Beispiel geht von der dreifachen Beziehung zwischen Sprecher, Zuhörer und Nachricht aus und fügt dann drei weitere komplementäre Faktoren hinzu, die sein Modell bereichern. Diese sind Code, Kontakt und Kontext. Auf der Grundlage dieses Sechs-Faktoren-Systems erstellt er ein Sechs-Funktionen-Schema. Dem Sprecher entspricht die Gefühlsfunktion, dem Hörer die konative, der Botschaft (Mitteilung) die poetische Funktion. Der Code bezeichnet die metalinguistische Funktion, während der Kontakt und der Kontext die Träger der phatischen und der referentiellen Funktion sind. Ricoeur: Dieses Modell ist insofern interessant, als es (1) den Diskurs direkt und nicht als einen Rest von Sprache beschreibt; (2) beschreibt es eine Struktur des Diskurses und nicht nur ein irrationales Ereignis; und (3) ordnet es die Codefunktion dem verbindenden Vorgang der Kommunikation unter. RicoeurVsJakobson: Aber dieses Modell verlangt seinerseits nach einer philosophischen Untersuchung, die durch die Dialektik von Ereignis und Bedeutung erbracht werden kann. >Diskurs/Ricoeur. 1. R. Jakobson, „Linguistics and Poetics“. In: T. A. Sebeok (ed.), Style in Language (Cambridge: Mas sachusetts Institute of Technology Press, 1960), pp. 350-377. |
Jakobson I Roman Jakobson Fundamentals of Language 2011 Ricoeur I Paul Ricoeur Die Interpretation. Ein Versuch über Freud Frankfurt/M. 1999 Ricoeur II Paul Ricoeur Interpretation theory: discourse and the surplus of meaning Fort Worth 1976 |