Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Freiheit Destutt de Tracy Rothbard II 5
Freiheit/de TracyVsMontesquieu/Destutt de Tracy/Rothbard: De Tracy legte seine wirtschaftlichen Ansichten erstmals 1807 in seinem Kommentar zu Montesquieu(1) dar, der wegen seiner kühnen liberalen Ansichten im Manuskript blieb. In diesem Kommentar wendet sich de Tracy gegen die Erbmonarchie und die Ein-Mann-Herrschaft und verteidigt die Vernunft und das Konzept der universellen Naturrechte. Er beginnt damit, dass er Montesquieus Definition von Freiheit als „Wollen, was man soll“ durch die weitaus liberalere Definition von Freiheit als die Fähigkeit, zu wollen und zu tun, was man will, widerlegt. In seinem Kommentar räumt de Tracy der Ökonomie im politischen Leben Vorrang ein, da der Hauptzweck der Gesellschaft darin bestehe, die materiellen Bedürfnisse und Freuden der Menschen im Rahmen des Tauschs zu befriedigen. Der Handel wird von de Tracy als „die Quelle allen menschlichen Wohlstands“ gepriesen, und er lobt auch den Fortschritt der Arbeitsteilung als Quelle der Produktionssteigerung, ohne die von Adam Smith vorgebrachten Klagen über „Entfremdung“. Er unterstreicht auch die Tatsache, dass „bei jedem Handelsakt, bei jedem Warenaustausch, beide Parteien einen Nutzen haben oder etwas von größerem Wert besitzen als das, was sie verkaufen“. Die Freiheit des Binnenhandels ist daher ebenso wichtig wie der freie Handel zwischen den Nationen. >Steuern/de Tracy, >Wirtschaft/de Tracy, >Geld/de Tracy.

1. Commentaire sur l’esprit des lois de Montesquieu. – Lüttich 1817. Paris: Delaunay, 1819.

de Tracy I
Antoine Destutt de Tracy
Commentary on Montesquieu Paris 1819

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977
Geographische Faktoren Montesquieu Acemoglu I 48
Geographiesche Faktoren/Geographische Hypothese/Montesquieu/Acemoglu/Robinson: Bereits im späten achtzehnten Jahrhundert stellte der große französische politische Philosoph Montesquieu die geographische Konzentration von Wohlstand und Armut fest und schlug eine Erklärung dafür vor. Er argumentierte, dass Menschen in tropischen Klimazonen dazu neigten, faul und nicht neugierig zu sein. Infolgedessen arbeiteten sie nicht hart und waren nicht innovativ, und dies war der Grund, warum sie arm waren. Montesquieu spekulierte auch, dass faule Menschen dazu neigten, von Despoten regiert zu werden, und vermutete, dass ein tropischer Standort nicht nur die Armut, sondern auch einige der politischen Phänomene erklären könnte, die mit wirtschaftlichem Versagen verbunden sind, wie zum Beispiel die Diktatur. AcemogluVsMontesquieu: >Geographische Faktoren/Acemoglu, >Geographische Faktoren/Sachs.

Monte I
Charles-Louis de Secondat, Baron de Montesquieu
Vom Geist der Gesetze Stuttgart 2011

Acemoglu II
James A. Acemoglu
James A. Robinson
Economic origins of dictatorship and democracy Cambridge 2006

Acemoglu I
James A. Acemoglu
James A. Robinson
Why nations fail. The origins of power, prosperity, and poverty New York 2012
Institutionen Voltaire Höffe I 263
Institutionen/VoltaireVsMontesquieu/Voltaire/Höffe: Anders als Montesquieu, den Rousseau sehr schätzt, hat Voltaire wenig Gespür für Institutionen. Den Plan für einen ewigen Frieden in Europa verlacht er als weltfremde Schwärmerei, denn er baue auf eine politische Illusion, einen europäischen Völkerbund. Voltaire vertraut nur auf wachsende Toleranz und den Druck der öffentlichen Meinung. >Institutionen, >Frieden, >Utopismus, >Utopie, >Toleranz.