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| Währungskrisen | Salant | Feldstein I 422 Währungskrisen/Kanonisches Krisenmodell/Salant/Krugman: Das kanonische Krisenmodell geht auf Arbeiten zurück, die Mitte der 1970er Jahre von Stephen Salant, damals in der Abteilung für internationale Finanzen der Federal Reserve, durchgeführt wurden. Sein Ausgangspunkt war die These, dass Spekulanten eine erschöpfbare Ressource nur dann halten werden, wenn sie erwarten, dass ihr Preis schnell genug steigen wird, um ihnen eine Rendite zu bieten, die (nach Risikobereinigung) der anderer Vermögenswerte entspricht. Diese Aussage ist die Grundlage des berühmten Hotelling-Modells für die Preisbildung bei erschöpfbaren Ressourcen: Der Preis einer solchen Ressource sollte im Laufe der Zeit mit dem Zinssatz steigen, wobei die Höhe des Preispfads durch die Anforderung bestimmt wird, dass die Ressource gerade dann erschöpft ist, wenn der Preis bis zum „Choke Point“ gestiegen ist, an dem es keine Nachfrage mehr gibt. >Hotelling-Regel, >Nichterneuerbare Ressourcen. Feldstein I 423 Was aber, so fragte Salant(1), wird passieren, wenn ein offizielles Preisstabilisierungsgremium seine Bereitschaft ankündigt, die Ressource zu einem bestimmten Preis zu kaufen oder zu verkaufen? Solange der Preis über dem Niveau liegt, das ohne die Behörde herrschen würde, d. h. über dem Hotelling-Pfad, werden die Spekulanten ihre Bestände mit der Begründung verkaufen, dass sie keine Kapitalgewinne mehr erwarten können. Auf diese Weise erwirbt das Board zunächst einen großen Vorrat. Schließlich wird jedoch der Preis, der sich ohne das Stabilisierungsprogramm durchgesetzt hätte - der „Schattenpreis“ - über das Ziel der Behörde steigen. Wenn die Behörde weiterhin versucht, den Preis zu stabilisieren, wird sie schnell - im Modell sofort - feststellen, dass ihre Vorräte aufgebraucht sind. KrugmanVsSalant: Das kanonische Währungskrisenmodell, das ursprünglich von Krugman (1979)(2) entwickelt und von Flood und Garber (1984)(3) verfeinert wurde, sollte die Geschichte der Warentafel nachbilden. >Währungskrisen/Krugman. 1. Salant, Stephen. "Exhaustible Resources and Industrial Structure: A Nash-Cournot Approach to the World Oil Market," Journal of Political Economy, October 1976. 2. Krugman, P. 1979. A model of balance of payments crises. Journal of Money, Credit and Banking 11:311-25. 3. Flood, R., and P. Garber. 1984. Collapsing exchange rate regimes: Some linear examples. Journal of International Economics 17: 1-13. Paul R. Krugman. „Currency Crises“. In: Martin Feldstein (ed). International Capital Flows. Chicago: University of Chicago Press. 1999. |
Salant I Stephen W. Salant Exhaustible Resources and Industrial Structure: A Nash-Cournot Approach to the World Oil Market Chicago 1976 Feldstein I Martin Feldstein (ed.) International Capital Flows. Chicago: University of Chicago Press. 1999. Chicago 1999 |