Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Literatur
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Methode Aronson Haslam I 254
Methode/Stereotype Threat/Aronson, Joshua/Steele: (....) Die Forschung zum Stereotype Threat, beginnend mit dem Originalbeitrag von Steele und Aronson (1995), war nicht ohne Kritik. Ein Aspekt dieser Kritik bezieht sich darauf, wie die ursprüngliche Forschung in Medien, Lehrbüchern und von Wissenschaftlern direkt beschrieben wurde. In ihren Studien haben Steele und Aronson die frühere Leistung der Teilnehmer bei standardisierten Tests mit hohem Einsatz, die mit ihren selbstberichteten SAT-Ergebnissen (Scholastic Assessment Test) beurteilt wurde, kovariiert. Diese kovariate Analyse erhöht die Fähigkeit, die Wirkung einer Manipulation im Kontext der individuellen Variation zu erkennen. Kritiker haben jedoch argumentiert, dass dieser statistische Vorbehalt allzu oft bei der Nacherzählung der Ergebnisse verloren geht, was dazu führt, dass die bedrohungsfreie Umgebung die Rassenschere in der Testleistung eliminiert (Sackett et al., 2004(1); Wicherts, 2005(2)).
1. VsAronson, Joshua/VsSteele: Das Problem mit dieser Schlussfolgerung ist, dass die Autoren durch das Kontrollieren nach den SAT-Leistungen einen Teil der Unterschiede in der Gruppenleistung beseitigt haben, und wir einfach nicht wissen, ob Stereotype Threats oder andere Faktoren überhaupt zu diesem Unterschied geführt haben. Eine ähnliche Kritik wurde gegen Spencer et al.'s (1999)(3) Forschung erhoben, welche Einschränkungen durch Stereotype Threats bei hoch identifizierten mathematischen Leistungen von Frauen nachweist (Stoet and Geary, 2012)(4).
2. VsAronson/VsSteele: Durch die aktuelle Sicht auf Replizierbarkeit sind die Leser zunehmend skeptisch gegenüber Befunden, die auf kleinen Stichprobengrößen beruhen und gegenüber Effekten, die sich auf die Verwendung der kovariaten Analyse zu stützen scheinen (Fraley und Vazire, 2014(5); Simonsohn et al., 2014(6)).



1. Sackett, P.R., Hardison, C.M. and Cullen, M.J. (2004) 10n interpreting stereotype threat as accounting for African American—White differences on cognitive tests’, American Psychologist, 59: 7—13.
2. Wicherts, J.M. (2005) 1Stereotype threat research and the assumptions underlying analysis of covariance, American Psychologist, 60 (3): 267—69.
3. Spencer, S.J., Steele, C.M. and Quinn, D.M. (1999) ‘Stereotype threat and women’s math performance’, Journal of Experimental Social Psychology, 35:4—28.
4. Stoet, G. and Geary, D.C. (2012) ‘Can stereotype threat explain the gender gap in mathematics performance and achievement?’, Review of General Psychology, 16:93—102.
5. Fraley, R.C. and Vazire, S. (2014) The N-pact factor: Evaluating the quality of empirical journals with respect to sample size and statistical power’, PLoS ONE, 9: e109019.
6. Simonsohn, U., Nelson, L.D. and Simmons, J.P. (2014) 4p-Curve and effect size correcting for publication bias using only significant results’, Perspectives on Psychological Science,
9 (6): 666—8 1.


Toni Schmader and Chad Forbes, “Stereotypes and Performance. Revisiting Steele and Aronson’s stereotypes threat experiments”, in: Joanne R. Smith and S. Alexander Haslam (eds.) 2017. Social Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications

Haslam I
S. Alexander Haslam
Joanne R. Smith
Social Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2017
Methode Steele Haslam I 254
Methode/Stereotype Threat/Aronson, Joshua/Steele: (...) Die Forschung zum Stereotype Threat, beginnend mit dem Originalbeitrag von Steele und Aronson (1995), war nicht ohne Kritik. Ein Aspekt dieser Kritik bezieht sich darauf, wie die ursprüngliche Forschung in Medien, Lehrbüchern und von Wissenschaftlern direkt beschrieben wurde. In ihren Studien haben Steele und Aronson die frühere Leistung der Teilnehmer bei standardisierten Tests mit hohem Einsatz, die mit ihren selbstberichteten SAT-Ergebnissen (Scholastic Assessment Test) beurteilt wurde, kovariiert. Diese kovariate Analyse erhöht die Fähigkeit, die Wirkung einer Manipulation im Kontext der individuellen Variation zu erkennen. Kritiker haben jedoch argumentiert, dass dieser statistische Vorbehalt allzu oft bei der Nacherzählung der Ergebnisse verloren geht, was dazu führt, dass die bedrohungsfreie Umgebung die Rassenschere in der Testleistung eliminiert (Sackett et al., 2004(1); Wicherts, 2005(2)).
1. VsAronson, Joshua/VsSteele: Das Problem mit dieser Schlussfolgerung ist, dass die Autoren durch das Kontrollieren nach den SAT-Leistungen einen Teil der Unterschiede in der Gruppenleistung beseitigt haben, und wir einfach nicht wissen, ob Stereotype Threats oder andere Faktoren überhaupt zu diesem Unterschied geführt haben. Eine ähnliche Kritik wurde gegen Spencer et al.'s (1999)(3) Forschung erhoben, welche Einschränkungen durch Stereotype Threats bei hoch identifizierten mathematischen Leistungen von Frauen nachweist (Stoet and Geary, 2012)(4).
2. VsAronson/VsSteele: Durch die aktuelle Sicht auf Replizierbarkeit sind die Leser zunehmend skeptisch gegenüber Befunden, die auf kleinen Stichprobengrößen beruhen und gegenüber Effekten, die sich auf die Verwendung der kovariaten Analyse zu stützen scheinen (Fraley und Vazire, 2014(5); Simonsohn et al., 2014(6)).



1. Sackett, P.R., Hardison, C.M. and Cullen, M.J. (2004) 10n interpreting stereotype threat as accounting for African American—White differences on cognitive tests’, American Psychologist, 59: 7—13.
2. Wicherts, J.M. (2005) 1Stereotype threat research and the assumptions underlying analysis of covariance, American Psychologist, 60 (3): 267—69.
3. Spencer, S.J., Steele, C.M. and Quinn, D.M. (1999) ‘Stereotype threat and women’s math performance’, Journal of Experimental Social Psychology, 35:4—28.
4. Stoet, G. and Geary, D.C. (2012) ‘Can stereotype threat explain the gender gap in mathematics performance and achievement?’, Review of General Psychology, 16:93—102.
5. Fraley, R.C. and Vazire, S. (2014) The N-pact factor: Evaluating the quality of empirical journals with respect to sample size and statistical power’, PLoS ONE, 9: e109019.
6. Simonsohn, U., Nelson, L.D. and Simmons, J.P. (2014) 4p-Curve and effect size correcting for publication bias using only significant results’, Perspectives on Psychological Science,
9 (6): 666—8 1.


Toni Schmader and Chad Forbes, “Stereotypes and Performance. Revisiting Steele and Aronson’s stereotypes threat experiments”, in: Joanne R. Smith and S. Alexander Haslam (eds.) 2017. Social Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications

Haslam I
S. Alexander Haslam
Joanne R. Smith
Social Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2017