Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Feedback Wright I 28
Feedback/Teleologie/Wright, G. H.: ein Schlüsselbegriff in der „kausalistischen“ Theorie der Zielgerichtetheit ist der Begriff des negativen Feedback. (Vgl. R. Taylor Comments on a Mechanistic Conception of Purpusefoulness, 1950a - R. Taylor, Purposeful and Non-Purposeful Behavior: A Rejoinder, 1950b, - A.Rosenblueth and N. Wiener, Purposeful and Non-Purposeful Behavior - A. Rosenblueth, N. Wiener and J. Bigelow „Behavior, Purpose and Teleology“; 1968).
I 156
TaylorVsRosenblueth/TaylorVsWiener/TaylorVsBigelow/Wright: Taylor nennt die Auffassungen von Rosenblueth, Wiener und Bigelow eine „mechanistische“ Konzeption von Zielgerichtetheit. Wright: Der Ausdruck „mechanistisch“ muss jedoch in einem weiteren Sinn verwendet werden, der. Glaube ich, besser von dem Ausdruck „kausalistisch“ erfasst wird.
Die Autoren selbst nennen ihre Auffassung nicht kausal. Sie sind im Gegenteil
I 157
darauf bedacht, zwischen Kausalität und ihrem Begriff von Teleologie zu unterscheiden. WrightVsBigelow/WrightVsWiener: das scheint mit eine zu starke Beschränkung des Ausdrucks „kausal“ zu sein.
Teleologie/Wiener/Bigelow/Wright, G. H.: Bigelow und Wiener wollen „teleologisches Verhalten“ auf „zielgerichtete Reaktionen, die durch trial and error kontrolliert sind“ beschränken. Damit wird es gleichbedeutend mit Verhalten, das durch negatives Feedback kontrolliert wird. (A. Rosenblueth, N. Wiener and J. Bigelow „Behavior, Purpose and Teleology“, 1943, S. 23-24.).


WrightCr I
Crispin Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

WrightCr II
Crispin Wright
"Language-Mastery and Sorites Paradox"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

WrightGH I
Georg Henrik von Wright
Erklären und Verstehen Hamburg 2008
Information Wiener II 83
Information/Sprache/Wiener: es ist theoretisch möglich, die Statistik der semantischen und Verhaltenssprache so zu entwickeln, dass wir ein gutes Maß des Informationsbetrags in jedem System erhalten. Jedenfalls können wir ganz allgemein zeigen, dass phonetische Sprache im Verhältnis zur Eingabe weniger
II 84
Gesamtinformation enthält oder auf jeden Fall nicht mehr als das zum Ohr führende Übermittlungssystem und dass semantische und Verhaltenssprache noch weniger Information enthalten. Diese Tatsache ist eine Form des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik und gilt nur, wenn wir bei jeder Stufe die übertragene Information als Maximalinformation betrachten, die mit einem entsprechend verschlüsselten Empfangssystem übertragen werden könnte.
II 121
Das Eigentumsrecht an Information leidet an dem notwendigen Nachteil, dass eine Information, die zum allgemeinen Informationsstand der Gemeinschaft beitragen soll, etwas vom vorherigen allgemeinen Informationsbesitz der Gemeinschaft wesentlich Verschiedenes aussagen muss.
II 122
Der Gedanke, dass Information in einer sich ändernden Welt ohne merkbare Minderung ihres Wertes gestapelt werden kann, ist falsch.
II 123
Information ist eben mehr eine dynamische als eine Angelegenheit der Stapelung.
II 124
Der Zeitfaktor ist in alle Beurteilungen des Informationswertes wesentlich.


Brockman I 155
Information/Wiener/Kaiser: [Wiener borgte sich Shannons Einsicht]: Wenn Information wie Entropie war, dann konnte sie nicht konserviert oder eingedämmt werden. (>Information/Shannon). Fazit/Wiener: Es war Wahnsinn, dass die Militärführer versuchten, das "wissenschaftliche Know-how der Nation in statischen Bibliotheken und Laboren" zu sammeln.(1)
Brockman I 156
Da "Information und Entropie nicht konserviert werden", sind sie "ebenso ungeeignet, Waren zu sein"(2).
Brockman I 157
KaiserVsWiener: Was Wiener im Sinn hatte, war nicht das, was Shannon mit "Information" meinte. Wieners Umgang mit "Information" klang 1869 eher wie Matthew Arnold(3) als Claude Shannon 1948 - mehr "Körper und Geist" als "Bit".
Brockman I 158
In vielerlei Hinsicht hat sich Wieners Ansicht als richtig erwiesen. Seine Vision von vernetzten Rückkopplungsschleifen, die durch Machine-to-Machine-Kommunikation gesteuert werden, ist zu einem alltäglichen Bestandteil des Lebens geworden.

1. Wiener, N. (1950) The Human Use of Human Beings. Boston: Houghton Mifflin.
2. ibid.
3. Matthew Arnold, Culture and Anarchy, ed. Jane Garnett (Oxford, UK: Oxford University
Press, 2006).


Kaiser, David “”information” for Wiener, for Shannon, and for Us” in: Brockman, John (ed.) 2019. Twenty-Five Ways of Looking at AI. New York: Penguin Press.



Brockman I 179
Information/Wiener/Hillis: "Information ist eine Bezeichnung für den Inhalt dessen, was mit der Außenwelt ausgetauscht wird, während wir uns an sie anpassen und sie
Brockman I 179
unsere Anpassung spüren lassen." Mit seinen Worten ist Information das, was wir benutzen, um "effektiv in dieser Umgebung zu leben."(1) Für Wiener ist Information ein Weg für die Schwachen, effektiv mit den Starken umzugehen.
1. Wiener, N. (1950) The Human Use of Human Beings. Boston: Houghton Mifflin. 17-18.


Hillis, D. W. “The First Machine Intelligences” in: Brockman, John (ed.) 2019. Twenty-Five Ways of Looking at AI. New York: Penguin Press.

WienerN I
Norbert Wiener
Cybernetics, Second Edition: or the Control and Communication in the Animal and the Machine Cambridge, MA 1965

WienerN II
N. Wiener
Mensch und Menschmaschine Frankfurt/M. 1952

Brockman I
John Brockman
Possible Minds: Twenty-Five Ways of Looking at AI New York 2019
Wiener Lloyd Brockman I 3
Wiener, Norbert/Lloyd: Weil er in Kontrollprobleme vertieft war, sah Wiener die Welt als eine Reihe komplexer, ineinandergreifender Rückkopplungsschleifen, in denen Sensoren, Signale und Aktuatoren wie beispielsweise Motoren über einen komplexen Austausch von Signalen und Informationen interagieren.
Brockman I 4
"The Human Use of Human Beings"(1) kann uns Menschen mehr lehren als es das beim ersten Mal tat. Das vielleicht bemerkenswerteste Merkmal des Buches ist, dass es in eine große Anzahl von Themen zu Interaktionen von Mensch und Maschine einführt, die nach wie vor von großer Relevanz sind. (...) Wiener sah in naher Zukunft von 1950 einen Moment voraus, in dem der Mensch die Kontrolle über die Gesellschaft an eine kybernetische künstliche Intelligenz abtreten würde, welche dann die Menschheit in den Ruin treiben würde. Die Automatisierung der Fertigung, so Wiener, würde sowohl große Produktivitätsfortschritte bringen, als auch viele Arbeitnehmer von ihren Arbeitsplätzen verdrängen (...).
LloydVsWiener: (....) Wiener versäumte es, wichtige technologische Entwicklungen vorherzusehen. Wie so ziemlich alle Technologen der 1950er Jahre konnte er die Computerrevolution nicht vorhersagen. Computer, dachte er, würden schließlich im Preis von hunderttausenden (1950er Jahre) Dollar auf zehntausende absinken; weder er noch seine Konkurrenten ahnten die gewaltige Explosion der Computerleistung voraus, die der Entwicklung des Transistors und der integrierten Schaltung folgen würde.
Brockman I 5
(...) Wiener war fasziniert von der Idee, menschliches Verhalten durch mathematische Beschreibung zu erfassen. In den 1940er Jahren wandte er sein Wissen über Kontroll- und Feedbackschleifen auf neuromuskuläres Feedback in lebenden Systemen an (...). (...) Wieners zentrale Erkenntnis war, dass die Welt in Hinblick auf Information verstanden werden sollte. Komplexe Systeme, wie Organismen, Gehirne und menschliche Gesellschaften, bestehen aus ineinandergreifenden Rückkopplungsschleifen, in denen Signale, die zwischen Subsystemen ausgetauscht werden, zu einem komplexen, aber stabilen Verhalten führen. Wenn Rückkopplungsschleifen ausfallen, wird das System instabil. Er konstruierte ein überzeugendes Bild davon, wie komplexe biologische Systeme funktionieren, ein Bild, das heute im Großen und Ganzen allgemein akzeptiert ist.
Brockman I 6
1. LloydVsWiener: Gerade in der Ausdehnung der kybernetischen Idee auf den Menschen haben die Vorstellungen Wieners ihr Ziel verfehlt. Wiener stellt fest, dass prothetische Gliedmaßen viel effektiver wären, wenn ihre Träger durch ihre eigenen neuronalen Signale direkt mit ihrer Prothese kommunizieren könnten, indem sie Informationen über Druck und Position vom Glied empfangen und seine nachfolgende Bewegung steuern. Dies stellte sich als ein viel schwerwiegenderes Problem heraus, als Wiener es sich vorstellte: Siebzig Jahre später befinden sich Prothesen, die neuronales Feedback verwenden, noch in sehr frühen Stadien.
Brockman I 7
2. LloydVsWiener: Wiener (...) unterschätzte das Potenzial der digitalen Berechnung deutlich.


1. Wiener, N. (1950) The Human Use of Human Beings. Boston: Houghton Mifflin.

Lloyd, Seth. “Wrong, but More Relevant Than Ever” in: Brockman, John (ed.) 2019. Twenty-Five Ways of Looking at AI. New York: Penguin Press.

Brockman I
John Brockman
Possible Minds: Twenty-Five Ways of Looking at AI New York 2019