Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
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Literatur
Austin laut Hungerland:
Austin/Prinzip: Keine Modifikation ohne Abweichung.
Meg I 290
Hungerland VsAustin: anderer Sinn von "normal". Bsp "Ich sitze ganz normal im Stuhl" Hier lässt sich weder sagen , dass ich absichtlich, noch dass unabsichtlich auf dem Stuhl saß. VsAustin: Wir verwenden Modifikatoren, wenn es einen Grund gibt, eine Norm zu beschwören, einen Maßstab, eine Skala.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Äußerungen Hungerland I 290
Äußerungen/Modifikation/Austin/Prinzip: Keine Modifikation ohne Abweichung!
Hungerland VsAustin: es gibt einen anderen Sinn von "normal". Bsp "Ich sitze ganz normal im Stuhl". Hier lässt sich weder sagen, dass ich absichtlich, noch dass ich unabsichtlich auf dem Stuhl saß.
I 292
HungerlandVsAustin: Wir verwenden Modifikatoren, wenn es einen Grund gibt, eine Norm zu beschwören, einen Maßstab, eine Skala. Bsp Ein Geistlicher, der gar kein Geistlicher ist, weil er ein Schwindler ist, ist nicht eine besondere Art Geistlicher, er ist gar kein Geistlicher!

Hungerland I
Isabel C. Hungerland
Contextual Implication, Inquiry, 3/4, 1960, pp. 211-258
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Behauptbarkeit Stroud I 60ff
Behauptbarkeit/Stroud: für sie, nicht aber für Wahrheit spielt Relevanz von Gründen eine Rolle - Skeptizismus/Descartes/Stroud: hat mit Wahrheitsbedingungen, nicht mit Behauptbarkeitsbedingungen zu tun - StroudVsAustin: müsste zeigen, dass ein falscher Sprachgebrauch von "Wissen" vorliegt, nicht bloß eine Umdefinition.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Ereignisse Vendler Vendler Die Linguistik und das a priori
in Grewendorf/Meggle Linguistik und Philosophie, Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
I 264
Ereignis/Tatsache/VendlerVsAustin: assimiliert beides - Vendler: Bsp "Zusammenbruch des Reiches" - Tatsache: kann bestritten werden - Ereignis: kann schnell oder langsam geschehen - aus der Mehrdeutigkeit folgt nicht, dass manche Tatsachen Ereignisse sind.

Vendler II
Z. Vendler
Linguistics in Philosophy Ithaca 1967

Vendler I
Zeno Vendler
"Linguistics and the a priori", in: Z. Vendler, Linguistics in Philosophy, Ithaca 1967 pp. 1-32
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Gesellschaftstheorie Habermas III 460
Gesellschaftstheorie/Habermas: ihre Hauptprobleme sind: 1. Die Erweiterung des teleologischen Handlungsbegriffs, 2. Die Relativierung der Zwecktätigkeit an einem Modell der Verständigung, das nicht nur den Übergang von der Bewusstseins. Zur Sprachphilosophie voraussetzt, sondern die kommunikationstheoretische Entwicklung und Radikalisierung der Sprachanalyse selber. (Siehe Sprechakttheorie, Siehe HabermasVsSprechakttheorie, HabermasVsGrice, >HabermasVsBennett, HabermasVsAustin, HabermasVsLewis.)

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Kommunikatives Handeln Habermas III 128
Kommunikatives Handeln/Habermas: der Begriff bezieht sich auf die Interaktion von mindestens zwei sprach- und handlungsfähigen Subjekten, die (mit sprachlichen oder nichtsprachlichen Mitteln) eine interpersonale Beziehung eingehen. Die Aktoren suchen eine Verständigung um ihre Pläne und damit ihre Handlungen zu koordinieren. Hier erhält die Sprache einen prominenten Stellenwert.
III 143
Problem: es besteht die Gefahr, dass soziales Handeln auf die Interpretationsleistungen der Kommunikationsteilnehmer reduziert, Handeln an Sprechen, Interaktion an Konversation angeglichen wird. Tatsächlich ist aber die sprachliche Verständigung nur der Mechanismus der Handlungskoordinierung, der die Handlungspläne und Zwecktätigkeiten der Beteiligten zusammenfügt.
III 157
Bei kommunikativen Handeln wird der Ausgang der Interaktion selbst davon abhängig gemacht, ob sich die Beteiligten untereinander auf eine intersubjektiv gültige Beurteilung ihrer Weltbezüge einige können.
III 158
Interpretation: Problem: für das Verständnis kommunikativer Handlungen müssen wir zwischen Bedeutungs- und Geltungsfragen trennen. Die Interpretationsleistungen eines Beobachters unterscheiden sich von die Koordinationsbestrebungen der Teilnehmer. Der Beobachter bemüht sich nicht um eine konsensfähige Deutung. Aber vielleicht unterschieden sich hier nur die Funktionen, nicht die Strukturen der Interpretation.
III 385
Kommunikatives Handeln/Habermas: hier sind die Beteiligten nicht primär am eigenen Erfolg orientiert; sie verfolgen ihre individuellen Ziele unter der Bedingung, dass sie ihre Handlungspläne auf der Grundlage gemeinsamer Situationsdefinitionen aufeinander abstimmen können. Insofern ist das Aushandeln von Situationsdefinitionen ein wesentlicher Bestandteil.
III 395
Kommunikatives Handeln/Sprechakte/Perlokution/Illokution/Habermas: Strawson hat gezeigt, dass ein Sprecher sein illokutionäres Ziel, dass der Hörer das Gesagte versteht, erreichen, ohne dass er sein perlokutionäres Ziel verrät. Das verleiht Perlokutionen den asymmetrischen Charakter von verdeckt strategischen Handlungen, in denen sich mindestens einer der Beteiligten strategisch verhält, während er andere Beteiligte darüber täuscht, dass er diejenigen Voraussetzungen nicht erfüllt, unter denen normalerweise illokutionäre Ziele nur erreicht werden können. Daher eigenen sich Perlokutionen nicht zur Analyse von Handlungskoordinationen, die durch illokutionären Bindungseffekt erklärt werden sollen.
Dieses Problem wird gelöst, wenn wir Kommunikatives Handeln als Interaktion verstehen, bei der alle Beteiligten ihre individuellen Handlungspläne aufeinander abstimmen und ihre illokutionären Ziele vorbehaltlos verfolgen.
III 396
Nur solche Interaktionen sind kommunikatives Handeln, in denen alle Beteiligten illokutionäre Ziele verfolgen. Ansonsten fallen sie unter strategisches Handeln.
III 397
HabermasVsAustin: dieser hat dazu geneigt, Sprechakte mit Akten der Verständigung, also den sprachlich vermittelten Interaktionen selber zu identifizieren.
III 400
Def Verstehen/Kommunikation/Habermas: im Rahmen unserer Theorie des Kommunikativen Handelns beschränken wir uns auf Sprechakte unter Standardbedingungen, d.h. wir gehen davon aus, dass ein Sprecher nichts anderes meint als die wörtliche Bedeutung dessen, was er sagt. Verstehen eines Satzes definieren wir dann als das Wissen, was diesen Satz akzeptabel macht.

III 457
Kommunikatives Handeln/Rationalisierung/HabermasVsWeber/Habermas: erst wenn wir im “Gesellschaftshandeln” zwischen verständigungs- und erfolgsorientiertem Handeln differenzieren, lassen sich die kommunikative Rationalisierung des Alltagshandelns und die Subsystembildung für zweckrationales Wirtschafts- und Verwaltungshandeln als komplementäre Entwicklung begreifen. Zwar spiegeln beide die institutionelle Verkörperung von Rationalitätskomplexen, aber in anderer Hinsicht handelt es sich um gegenläufige Tendenzen.
IV 223
Kommunikative Handlungen/HabermasVsSystemtheorie/Habermas: kommunikative Handlungen gelingen nur im Lichte kultureller Überlieferungen – dies ist es, was die Integration der Gesellschaft sichert, und nicht etwa systemische Mechanismen, die dem intuitiven Wissen ihrer Angehörigen entzogen sind.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981
Konventionen Strawson II 257
Konvention/StrawsonVsAustin: schafft nicht Wahrheit: Relation zwischen dem Premierminister und dem Ausdruck "der Premierminister" konventionell, aber wer den Ausdruck gebraucht, sagt ohne Kontext nichts Wahres.
II 260
VsAustin: verwechselt semantische Bedingungen mit dem Ausgesagten.
II 268
Bsp dass eine Aussage übertrieben ist, hängt nicht von einer Konvention ab, sondern von einer Differenz zu einer Tatsache.
II 269
Existenzaussagen und eingeschränkte allg Aussagen machen keinen Gebrauch von Konventionen
II 257
Wahrmacher/Strawson: Bsp Eine Sprache mit "Platte" (Wittgenstein, PU) wäre genauso konventionell, aber jene angeblichen Pseudoentitäten, die Aussagen wahr machen (Tatsachen) , wären nicht unter den nicht-sprachlichen Korrelaten. - ((s) Die Welt wäre aber deswegen nicht leerer.)

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Korrespondenztheorie Austin Horwich I 185
Korrespondenztheorie/Austin: gereinigte Version: These: ein Satz ist wahr; ein Sprechakt (Episode) ist konventionell bezogen auf etwas außerhalb seiner selbst. - Korrespondenz/Austin: ist immer konventionell - StrawsonVsAustin: wir müssen die Korrespondenztheorie. eliminieren! Sie kann nicht gereinigt werden. - StrawsonVsAustin: Aussagen sind nicht immer mit Ereignissen (Episoden) gleichzusetzen. - Die Möglichkeit eines Ereignisses ist hinreichend. (1)

1. John L. Austin, "Truth, (1950) " Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24: 111–128, in: Paul Horwich (ed.) Theories of Truth, Aldershot 1994

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Korrespondenztheorie Prior I 23
Korrespondenztheorie/Austin: pro: Tatsachen sind "in der Welt". - Das sind nicht nur Zeichen, sondern Wahrmacher. - StrawsonVsAustin: Tatsachen brauchen wir nicht zusätzlich zu Gegenständen!

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Korrespondenztheorie Searle III 163
Realismus/Searle: Realismus darf nicht mit der Korrespondenztheorie verwechselt werden. Der Realismus ist überhaupt keine Wahrheitstheorie und impliziert auch keine.
III 211
Korrespondenz/Searle: Wir brauchen ein Verb um die Vielfalt der Möglichkeiten zu nennen, wie Sätze sich auf Tatsachen beziehen. Und dieses Verb ist unter anderen »korrespondieren«. Korrespondenztheorie/Searle: Die Korrespondenztheorie ist kein Versuch »wahr« zu definieren.
III 211
Korrespondenztheorie/StrawsonVsAustin: Es gilt als ausgemacht, dass Strawson diese Debatte gewonnen hat. Strawson: Die Korrespondenztheorie muss nicht gereinigt, sie muss eliminiert werden.
III 212
Sie vermittelte uns ein falsches Bild vom Gebrauch des Wortes »wahr« und der Natur der Tatsachen: Dass Tatsachen eine Art komplexer Dinge oder Ereignisse oder Gruppen von Dingen seien und dass Wahrheit eine besondere Beziehung der Korrespondenz zwischen Aussagen und diesen nicht-sprachlichen Gebilden darstelle (geht auf die Abbildtheorie aus dem Tractatus zurück).
III 215
StrawsonVsKorrespondenztheorie: Sie stellt die falsche Behauptung auf, dass Tatsachen nicht-sprachliche Gebilde seien.
III 216
Def deflationistische Wahrheitstheorie/minimalistische Wahrheitstheorie: »wahr« ist keine Eigenschaft oder Relation. Der gesamte Inhalt des Begriffs der Wahrheit besteht in der Zitattilgung. Def Redundanztheorie: Es gibt keinen Unterschied zwischen den Aussagen »p« und »es ist wahr, dass p«. (SearleVsRedundanztheorie). >Redundanztheorie, >Deflationismus.
III 217
Diese beiden Theorien gelten in der Regel als mit der Korrespondenztheorie unvereinbar.
III 220
Korrespondenztheorie/Zitattilgung: Wegen der definitorischen Verbindungen zwischen Tatsache und wahrer Aussage kann es keine Unvereinbarkeit zwischen dem Korrespondenzkriterium der Wahrheit und dem Zitattilgungskriterium geben. Die Zitattilgung gibt einfach die Form dessen an, was jede Aussage wahr macht, einfach durch die Wiederholung der Aussage (Tarski). Wir brauchen nicht zusätzlich noch die Korrespondenz als Bestätigung.
Schleuderargument/slingshot Argument/Searle: Das Schleuderargument stammt ursprünglich von Frege, von Quine wurde es gegen die modale Logik verwendet, von Davidson gegen die Korrespondenztheorie wiederbelebt.
III 230
Schleuderargument: Wenn eine wahre Aussage einer Tatsache korrespondiert, dann korrespondiert sie jeden beliebigen Tatsache. Daher ist der Begriff der Korrespondenz vollständig leer. Bsp Endform: Die Aussage, dass Schnee weiß ist, korrespondiert der Tatsache, dass Gras grün ist. SearleVs: Das ist letztlich irrelevant. >Slingshot Argument.
III 235
Schleuderargument: Searle: Fazit: Es widerlegt nicht die Korrespondenztheorie.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Landkarten-Beispiel Austin Horwich I 195
Landkarte/Beispiel/Austin: eine Landkarte ist nicht "wahr", bloß weil die Ähnlichkeit zur Landschaft nicht gänzlich konventionell ist. Konvention/StrawsonVsAustin: das ist nicht der wirkliche Grund: die Relation zwischen "Minister" und dem Minister ist konventionell, aber man braucht den Kontext trotzdem immer. - Tatsachen: hier ist nicht die Konvention das Problem, sondern die Verdinglichung. (1)

1. John L. Austin, "Truth, (1950) " Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24: 111–128, in: Paul Horwich (ed.) Theories of Truth, Aldershot 1994

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Negation Searle V 171
Negation/Searle: Die Philosophen haben die Idee, es gäbe irreduzible negative Sätze, längst aufgegeben. Warum sollte es irreduzible Existenzsätze geben?
V 219
Negation/Searle: Die Negation gewisser Sätze Bsp »Er weiß nicht ob, er Schmerzen hat« sind einfach falsch, nicht wie manchmal angenommen wird, weder wahr noch falsch. Wenn sie aber falsch sind, muss dann nicht ihre Verneinung wahr sein?
IV 113
Negation/Metapher/Searle: Die Verneinung ist genauso metaphorisch!
VII 91
Negation/Searle: Die Negation eines A-Wortes (für eine Tätigkeit, die man sinnvollerweise "freiwillig" nennen kann) ist nicht wiederum ein A-Wort! Bsp Ich kaufte mein Auto nicht freiwillig, ich wurde dazu gezwungen.
Ich kam nicht freiwillig, ich wurde hergeschleift.
Er weiß nicht, ob der Gegenstand vor ihm ein Baum ist.
Es besteht eine beträchtliche Asymmetrie zwischen A-Wörtern und deren Gegenteil bzw. Negation.
VII 95
SearleVsAustin: Seine These geht sogar nicht einmal über Sätze. Eine Behauptung machen heißt, sich darauf festlegen, dass etwas der Fall ist. Wenn die Möglichkeit, dass der Sachverhalt nicht besteht, ausgeschlossen ist, ist das sinnlos. Austins Slogan sollte reformuliert werden zu:
"Keine Bemerkung, die nicht bemerkenswert ist" oder
"Keine Behauptung, die nicht behauptenswert ist".
Gegenteil/Negation/Searle: Das Gegenteil einer Standardbedingungen ist selbst keine Standardbedingung.
Daher ist für die Äußerung einer Negation eines A-Satzes keine A-Bedingung erforderlich. A-Sätze markieren Standardsituationen, ihre Negationen dagegen nicht.
A-Bedingung: ist normalerweise ein Grund für die Annahme, dass die Negation des A-Satzes wahr ist. Weil im allgemeinen nur dort, wo ein Grund für die Annahme vorhanden ist, eine Standardsituation auch eine Nicht-Standardsituation hätte sein können. Die Bemerkung, dass sie eine Standardsituation ist, ist sinnvoll. >Sinnloses, >Sinnvolles, >Wahrheitswertlücken.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Redundanztheorie Strawson II 264
Redundanztheorie/StrawsonVsAustin: es ist nicht wahr, dass mit "wahr" etwas über eine Aussage behauptet wird - (pro Redundanztheorie).
II 265
Lösung: einfach nachsehen, ob die Katze auf der Matte ist - >Zeigen/Strawson, Weitere Autoren zu Zeigen.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Skeptizismus Austin Stroud I 41
AustinVsSkeptizismus: Descartes habe bloß eine Umdefinition von "Wissen" vorgenommen. - Bsp jemand behauptet, es gäbe keine Ärzte in New York - wobei er eine Umdefinition von "Arzt" vornimmt: es sei jemand, der einen in 2 Minuten kurieren könnte. - StroudVsAustin: Descartes geht tiefer. MancheVsDescartes: Wissen erfordert nicht das, was Descartes behauptet: nicht zu träumen und das zu wissen. - Wissen/Stroud: wenn VsDescartes recht hat, dann müsste Wissen a) nicht geschlossen unter logischer Konsequenz sein oder b) nicht alle logischen Konsequenzen unseres Wissens durchdringen. (StroudVsVs)
Stroud I 45
AustinVsSkeptizismus: "genug ist genug": es muss nicht immer alles bewiesen werden, um Wissen beanspruchen zu können. - Der Skeptiker behauptet nur einen Mangel an Information. - StroudVsAustin - Austin: ein "wirklicher" Goldfink ist nicht mehr als ein Goldfink. - Stroud: es wäre absurd, philosophisch gegen unser gewöhnliches Wissen zu argumentieren, aber das trifft auf Descartes nicht zu. - Traum/Austin: es gibt anerkannte Prozeduren, um ihn von Wachsein zu unterschieden - sonst könnten wir die Wörter nicht gebrauchen. Stroud I 47 Austin: es ist qualitativ unterscheidbar, ob man dem Pabst vorgestellt wird, oder das nur träumt.
Stroud I 48
Starke These/Skeptizismus/Terminologie/Descartes: wir können nicht wissen, ob wir nicht träumen. - Austin Kernthese: das Infragestellen des Wissens ist im Alltag praktisch nie zugelassen (ob wir nicht träumen) - es muss bestimmte Gründe geben. - Austin These: man kann nicht alle immer täuschen. - Dann schwächere These/Austin: es muss einen Grund geben, zu zweifeln, dass wir wach sind. - stärker: wir müssen es immer bezweifeln.
I 57
Austin: was gilt als unangemessen? - > Unterscheidung Wahrheit/Behauptbarkeit (wegen der unterschiedlichen Bedingungen).
Stroud I 64/65
Skeptizismus/Descartes/Stroud: (tiefer als der von Austin bestrittene) - kann weder im Alltag noch in der Wissenschaft angenommen werden. - Betonung von Theorie und Praxis. - Stroud: Standards der Rechtfertigung variieren von Fall zu Fall. - Beim Sprechakt gibt es keine allgemeine Anweisung, was wir berücksichtigen müssen.
Stroud I 74
Def "paradigm-case argument"/Wissen/Wahrheit/Oxford/Terminologie/Austin/Stroud: Mitte der 50er dachte man, der Skeptiker müsste zu dem Schluss kommen, dass in bestimmten Situationen sowohl S als auch nicht-S zutrifft. - StroudVsAustin: um den Begriff von "Wissen" in Frage zu stellen müssen wir fragen, wie und warum er angewendet wurde. - Flugzeug-Bsp "Er weiß es nicht" ist auf jeden Fall korrekt bevor das Flugzeug am Boden ist). - Aber das ist nicht die Unterscheidung zwischen Wissen und Nichtwissen. - Daher können wir aus unserem Sprachgebrauch keine skeptische Konklusion ziehen.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Sprechakttheorie Hare Searle V 207
SearleVstraditionelle Sprechaktanalyse. (SearleVsAustin,SearleVsHare) These »Gut«, »wahr« bedeutet in verschiedenen Akten dasselbe. Wird von der traditionellen Sprechakttheorie nicht berücksichtigt) Gut/wahr/Sprechakttheorie/Tradition: Hare: Bsp »Gut« wird gebraucht, um etwas zu empfehlen.
Strawson: »Wahr« wird gebraucht, um Aussagen zu bekräftigen oder anzuerkennen
Austin: »Wissen« wird gebraucht, um Garantien zu geben. (SearleVs).
Im Prinzip: »das Wort W wird gebraucht, um den Sprechakt A zu vollziehen«.


Hare I
Richard Mervyn Hare
The Language of Morals Oxford 1991

Hare II
Richard M. Hare
Philosophical discoveries", in: Mind, LXIX, 1960
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Sprechakttheorie Searle II 25
Aufrichtigkeitsbedingung: Den Sprechakten ist eine Aufrichtigkeitsbedingung intern.
J. Husted "Searle" in: Hügli/Lübke (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek, 1993S. 251

Sprechakt/Searle: Sprechakte sind regelbestimmte Handlungen. Sie sind immer konstitutive (nicht regulative) Regeln. Searle: Sprechakt: Ein Sprechakt ist ein Schlüssel zur Bedeutung. VsSearle: das ist umstritten, weil Sprachregeln für z.B. singuläre Termini ganz anderer Art als für Handlungen sind.

V 68
Ein Sprechakt ist nicht gleich ein Spiel! Eine Erklärung muss Regeln voraussetzen. Die Regeln sind nicht gleich. Konvention: Sprechen ist regelgeleitetes Verhalten. Bei Regeln ist nicht das Verhalten ausschlaggebend.
V 207
Traditionelle Sprechakttheorie/Austin/Strawson/Hare: Wort W wird gebraucht, um Sprechakt A zu vollziehen, dann Bsp "gut" empfiehlt, "wahr" bekräftigt, "Wissen" garantiert etwas. SearleVs: Das funktioniert nur bei performativen Verben wie "versprechen", aber nicht bei wertenden. Es erfüllt nicht die Adäquatheitsbedingung für eine semantische Analyse: Ein Wort muss in allen grammatisch verschiedenen Sätzen dasselbe bedeuten. Das kann es nicht, wenn die Bedeutung der Vollzug verschiedener Akte sein soll.
V 213
Falsch: Es ist falsch, anzunehmen, dass die Bedingungen für den Vollzug eines Sprechakts aus den Bedeutungen der Wörter folgten ("Behauptungs-Fehlschluss").
IV 27
Sprechakttheorie/SearleVsAustin: Austin nimmt Verben für Akte. Das muss man aber unterscheiden, Bsp Die Verkündung eines Befehls ist kein Befehl.
IV 78
Sprechakttheorie/Searle: die Sprechakttheorie unterscheidet sich von anderen philosophischen Ansätzen dadurch, dass sie keine Menge von logisch notwendigen und hinreichenden Bedingungen für das zu erklärende Phänomen gibt (Bsp Linguistik: Struktur-Regeln).
IV 86
Der illokutionäre Akt ist die Funktion der Bedeutung des Satzes.
IV 86
Fiktion/Sprechakt/Searle: Fiktion ist nicht ein anderer Sprechakt, sondern ein vorgegebener Akt. In der Literatur ist dies nicht ein anderer Akt als in der Zeitung. Keine semantische oder syntaktische Eigenschaft weist einen Text als fiktional aus. ---
VI 199
Konversationspostulate/Meinen/Gordon/Lakoff: SearleVs: stellt die erklärungsbedürftigen Phänomene so dar, als wären sie selbst schon die Erklärung. Problem: wie kann der Sprecher etwas sagen, und trotzdem etwas anderes meinen?
VI 201
Konversationspostulate: sollen zusätzlich zu den drei Regeln (der Einleitung, der Ernsthaftigkeit und des propositionalen Gehalts) noch zusätzliche Regeln bekannt sein: z.B. um aus einem Sprechakt auf einen anderen zu schließen.
VI 204
SearleVsGordon/SearleVsLakoff: ihre Regeln funktionieren so auch gar nicht! Sie nennen es "mißglückt" daß gar keine Frage gemeint ist. (Bsp "Kannst du mir das Salz reichen?").
Sprechakttheorie/SearleVsChomsky: oft wird im Anschluß an Chomsky gesagt, die Sprache müsse endlich vielen Regeln gehorchen (für unendlich viele Formen).
VI 205
Das ist irreführend, und war nachteilig für die Forschung. Besser ist dieses Bild: Zweck der Sprache ist die Kommunikation. Deren Einheit ist der illokutionäre Sprechakt. Es geht darum, wie wir von Lauten zu den Akten gelangen.

VII 99
Sprechakt/Proposition/Searle: Unterschied: Aus dem propositionalen Gehalt folgt nicht, dass die Behauptungsbedingungen erfüllt sind. Die Proposition besagt vielmehr, dass der Sprecher beim Akt impliziert, dass sie erfüllt sind.
VIII 435
Sprechakt/Searle: Der Sprechakt wird durch die semantischen Intentionen des Sprechers zusammengekittet. VsChomsky: Chomsky sieht nicht die wesentliche Verbindung von Bedeutung und Sprechakten.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Sprechakttheorie Strawson II 272
StrawsonVsSprechakttheorie/StrawsonVsAustin: Fehler: die Annahme, dass wir mit dem Gebrauch des Wortes "wahr" behaupten, dass Bedingungen vorliegen. - "Wahr" zeigt nicht eine bestimmte Art einer Kommunikation.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993
Tatsachen Austin I 231
Tatsache/Austin: "Tatsache" ist nur ein anderer Ausdruck für "wahre Aussage". (pro Brandom, VsAyer) - zu jeder wahren Aussage gibt es eine und nur eine und genau entsprechende Tatsache. (Ayer: aber zu jeder Tatsache gibt es viele (Davidson: unendlich viele) wahre Aussagen - aber Brandom: T = wahre Behauptung (im Sinne von "Behauptetes") (Brandom I S. 841) -. AyerVsAustin - AyerVsBrandom.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995
Tatsachen Strawson Horwich I 189
Tatsachen/StrawsonVsAustin: falsche Angleichung von Tatsachen und Dingen.
Horwich I 190
Tatsache/StrawsonVsAustin: soll über das "über" der Aussage hinausgehen. - Aber da gibt es nichts. - Das kommt von Austins Bedürfnis nach einem "Wahrmacher".
I 191
Dass die Katze krank ist, wird nicht durch die Katze wahr gemacht, sondern höchstens durch die Tatsache, die durch den Satz ausgedrückt wird. Referenz/Strawson: einer Aussage: ist das materiale Korrelat, nicht eine Tatsache. - Das Korrelat kann ich evtl. mit der Uhr messen, aushändigen usw. - Tatsache: pseudo-materiales Korrelat der gesamten Aussage. - Tatsache: kein Ding, auch kein zusammengesetztes Objekt.
I 192
Sie ist das, was die Aussage feststellt, nicht, worüber sie ist. - Tatsachen sind nicht "über".
I 193
Tatsachen und Aussagen entsprechend einander, sie sind füreinander geschaffen, wenn man eins aus der Welt schafft, dann auch das andere. Die Welt wird dadurch aber nicht ärmer.(1)
1. Peter F. Strawson, "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950, in: Paul Horwich (ed.) Theories of Truth, Aldershot 1994

Seel III 104f
Tatsache/Strawson/Seel: wenn wir etwas eine Tatsache nennen, meinen wir, es sei tatsächlich so, wie ein Satz es sagt. - Eine Tatsache ist nichts weiter als der Inhalt einer wahren Überzeugung - die behaupteten Tatsachen sind nicht selbst von der Welt. - III 104/105 im Unterschied zu konkreten Vorgängen sind Tatsachen abstrakte Gegenstände - sie betreffen einen realen Zustand, ohne selbst ein Vorkommnis in der Welt zu sein. - Bsp die Tatsache, dass Napoleon die Schlacht gewann, ist nicht dasselbe wie die Schlacht - den "Bildern" entsprechen keine Wesenheiten in der Welt.
Strawson II 20
Tatsachen können nicht verbrennen, sie vergehen nicht. - (zeitlos)
II 250
Tatsache/StrawsonVsAustin: Gleichsetzung von Tatsache und Ding führt zur Gleichsetzung von Etwas-aussagen und Sich-auf-etwas-beziehen. - Aussage und Satz dürfen auch nicht gleichgesetzt werden.
II 253
Tatsache/Ding/StrawsonVsAustin/StrawsonVsSprechakttheorie: völlig verschiedene Typen. - Tatsache: was ausgesagt wird. - Ding: worüber etwas ausgesagt wird. VsAustin: glaubt, eine Aussage wäre "etwas in der Welt"! - Verwechslung mit Ereignis der Äußerung. (Sprechakt).
II 254
Natürlich entsprechen sich Tatsachen und Aussagen, sie sind füreinander gemacht. - Tatsachen, Sachverhalte und Situationen werden nicht "gesehen" sondern eher erfasst oder zusammengefasst.
II 255
Bsp Von Tatsachen beunruhigt zu sein, ist nicht dasselbe wie von einem Schatten. - Er ist "beunruhigt, weil...".
II 259
Tatsache: impliziert schon einen Diskursrahmen - dabei sprechen wir nicht über diesen Rahmen, ebenso nicht mit Begriffen wie "Aussage" und "wahr".
IV 150/51
Tatsache/Strawson: etwas festzustellendes, nicht etwas zu beschreibendes. - Es sind immer verschiedene Beschreibungen möglich.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Seel I
M. Seel
Die Kunst der Entzweiung Frankfurt 1997

Seel II
M. Seel
Ästhetik des Erscheinens München 2000

Seel III
M. Seel
Vom Handwerk der Philosophie München 2001
Terminologien Austin Grice I 292
Austin: keine Modifikation ohne Abweichung. - HungerlandVsAustin: wir verwenden Modifikatoren, wenn es einen Grund gibt, eine Norm zu beschwören, einen Maßstab, eine Skala - Bsp ein falscher Pastor ist keine besondere Art Geistlicher.

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Grice I
H. Paul Grice
"Meaning", in: The Philosophical Review 66, 1957, pp. 377-388
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Megle Frankfurt/M. 1993

Grice II
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning and Intentions", in: The Philosophical Review, 78, 1969 pp. 147-177
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle

Grice III
H. Paul Grice
"Utterer’s Meaning, Sentence-Meaning, and Word-Meaning", in: Foundations of Language, 4, 1968, pp. 1-18
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Grice IV
H. Paul Grice
"Logic and Conversation", in: P. Cple/J. Morgan (eds) Syntax and Semantics, Vol 3, New York/San Francisco/London 1975 pp.41-58
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979
Wahrheit Strawson Rorty VI 52
StrawsonVs"Wahrmachen": verhöhnt "satzförmige Sachen". ((s) Vergleich von Welt mit Sätzen ist nicht auf nichtsprachlichem Weg möglich)
Ayer I 296
Wahrheit/StrawsonVsAustin: sicher verwenden wir das Wort »wahr«, wenn die von Austin beschriebenen semantischen Bedingungen erfüllt sind - aber indem wir dieses Wort verwenden, sagen wir nicht aus, dass sie erfüllt sind. (> Austin I 230).
Strawson II 261
Wahrheit/StrawsonVsAustin: Fehler: statt zu fragen, "wie verwenden wir das Wort "wahr" (Gebrauch, Konvention) - fragt er: "wann..." (Bedingungen). - Tatsachen können nicht durch Änderungen an den Sprachkonventionen geändert werden.
II 266
Wahrheit ist nicht Eigenschaft eines Sprechereignisses.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Ayer I
Alfred J. Ayer
"Truth" in: The Concept of a Person and other Essays, London 1963
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ayer II
Alfred Jules Ayer
Language, Truth and Logic, London 1936
In
Philosophie im 20. Jahrhundert, A. Hügli/P. Lübcke

Ayer III
Alfred Jules Ayer
"The Criterion of Truth", Analysis 3 (1935), pp. 28-32
In
Theories of Truth, Paul Horwich Aldershot 1994
Wahrmacher Austin Horwich I 190
Wahrmacher/Austin: der Wahrmacher muss dem referierenden Teil der Aussage entsprechen, nicht nur dem beschreibenden. - Letztlich der ganzen Aussage. - StrawsonVsAustin: Wahrmacher gibt es, aber nur als Entsprechung des beschreibenden Teils, nicht des referierenden. - Sonst logischer Typenfehler: eine Aussage korrespondiert nie einem Ding.(1)

1. John L. Austin, "Truth, (1950) " Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24: 111–128, in: Paul Horwich (ed.) Theories of Truth, Aldershot 1994

Austin I
John L. Austin
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society, Supplementary Volume 24 (1950): 111 - 128
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Austin II
John L. Austin
Ein Plädoyer für Entschuldigungen
In
Linguistik und Philosophie, Grewendorf/Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrmacher Strawson Horwich I 194
Wahrmacher/Strawson: wenn die Situation das Subjekt ist, ist es nicht die Situation, die die Aussage wahr macht. - Tatsache: ist ein nicht-linguistischer Term (daher nicht Subjekt).(1)
1. Peter F. Strawson, "Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950, in: Paul Horwich (ed.) Theories of Truth, Aldershot 1994

Strawson II 20f
Wahrmacher/Strawson: Tatsachen machen Behauptungen wahr, nicht Dinge.
II 252
Wahrmacher/VsAustin: dass die Katze die Räude hat, wird nicht von der Katze wahr gemacht (als Ding), sondern von dem Zustand der Katze. (Tatsache).
II 257
Wahrmacher/wahr machen/Strawson: Bsp Sprache mit "Platte" (Wittgenstein, Philosophische Untersuchungen) wäre genauso konventionell, aber jene angeblichen Pseudoentitäten, die Aussagen wahr machen (Tatsachen), wären nicht unter den nicht-sprachlichen Korrelaten. - ((s) Die Welt wäre aber deswegen nicht leerer.)

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Welt Strawson Danto I 259
Welt/Strawson/Danto: zwei Hauptkomponenten: Personen und Dinge. (Einzeldinge). Dem entsprechen M-Prädikate: Bsp "wiegt 100 kg".
P-Prädikate: "denkt an Ruhm". Nichts ist allein mit P-Prädikaten beschreibbar.
Das wäre anders, wenn es wirklich körperlose Geister gäbe. - Personen werden durch beide Prädikatarten beschrieben.
I 263
Behaviorismus: versucht, den Unterschied zwischen P- und M-Prädikaten zu verwischen.
Strawson I 35
Welt/Strawson: scheint aus Einzeldingen und Ereignissen aufgebaut. - Sind auch andere Bilder möglich? - Wenn jemand etwas außerhalb von Raum und Zeit erwähnt, gehen wir davon aus, dass es nicht existiert.
II 256
Welt/StrawsonVsWittgenstein: These: allein Dinge und Ereignisse Teil der Welt. - VsAustin: sonst Versuchung, über Situationen wie über Dinge zu sprechen.

Strawson I
Peter F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Strawson II
Peter F. Strawson
"Truth", Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol XXIV, 1950 - dt. P. F. Strawson, "Wahrheit",
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Strawson III
Peter F. Strawson
"On Understanding the Structure of One’s Language"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Strawson IV
Peter F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Strawson V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strawson VI
Peter F Strawson
Grammar and Philosophy in: Proceedings of the Aristotelian Society, Vol 70, 1969/70 pp. 1-20
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Strawson VII
Peter F Strawson
"On Referring", in: Mind 59 (1950)
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Danto I
A. C. Danto
Wege zur Welt München 1999

Danto III
Arthur C. Danto
Nietzsche als Philosoph München 1998

Danto VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Wissen Clarke Stroud I 67
Wissen/Behauptbarkeit/Wahrheit/Thompson Clarke/Stroud: Bsp Soldaten im Krieg sollen unter Zeitdruck fremde Flugzeuge von eigenen unterscheiden, anhand von Merkmalen: - wenn ein Flugzeug x,y und w hat ist es ein E, - x,y, und z: ein F. - Nur besonders geschulte Beobachter können am Boden durch ein weiteres Merkmal zwischen F und G unterscheiden. Skeptizismus: entspricht der Beobachtung vom Boden aus. - Kein echtes Wissen, aber Behauptbarkeit. - Statt Traum: wir wissen nicht immer, wenn wir zu wissen glauben.
Lösung/Stroud: Philosophie: legt bloß höhere Standards an.
StroudVsAustin: aber nicht zwei Begriffe von Wissen. - "Distanzierte Position": aus ihr können wir unsere eigene Beschränkung sehen.
I 80
Flugzeug-Bsp: kein objektives Wissen (solang das Flugzeug nicht am Boden ist) , aber Wissen relativ zum Handbuch. - Pointe: wenn das Handbuch nicht korrekt ist, wird er selbst sagen, dass er kein Wissen hat. - Und es ist nicht völlig korrekt!

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Tatsachen VsAustin Versus Prior I 23
StrawsonVsAustin: "in der Welt" sind nur Gegenstände, auf die sich unsere Aussagen beziehen ("über die sie sind") und nicht außerdem noch "Tatsachen" (wie Geach, Lager).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Aussage Austin, J.L. Horwich I 189
Aussage/Austin: jede Aussage involviert beides. Referenz ("Demonstration") und Charakterisierung ("Kennzeichnung"). StrawsonVsAustin: es ist fraglich, daß alle Aussagen das tun, wenn auch sicher einige es tun.
Die These entspricht ungefähr der, daß alle Aussagen Subjekt-Prädikat-Aussagen sind, oder diese involvieren.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsSkeptizismus Austin, J.L. Stroud I 42
AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes/Stroud: (Austin, Sense and Sensibilia, 1962, 4-5) These an die Quelle von Descartes skeptischer Konklusion gelangt man durch die Aufdeckung einer Reihe von Mißverständnissen und (vor allem verbaler) Irrtümer und Fehlschlüsse.
I 44
Wissen/Philosophie/Alltag/Austin/Stroud: (Austin Other Minds, (Phil.Papers) 1961,45) These die typische philosophische Untersuchung weicht von unserer normalen (Alltags-) Praxis ab.
I 45
Austin These: "genug ist genug": d.h. es muß nicht alles gesagt werden. Es muß nicht immer bewiesen werden, Bsp daß dieser Goldfink kein ausgestopfter Vogel ist. (OM 52).
I 48
Traum/AustinVsSkeptizismus/AustinVsDescartes: es geht um die starke These von Descartes, daß wir nicht wissen können, ob wir nicht träumen. Ohne sie wäre der Skeptizismus entwaffnet. Austin Kernthese
Methode/Alltagssprache/AustinVsDescartes: kann es gezeigt werden ((s) >Manifestation), daß Descartes mit seiner starken These die normalen Standards oder Bedingungen für Wissen verletzt?
I 51
Irrtum/Täuschung/Austin: These: "Du kannst nicht alle Leute immer täuschen".
I 64
StroudVsAustin: der Vorwurf AustinVsSkeptizismus (AustinVsDescartes), daß die Bedeutung von "Wissen" im Alltagsgebrauch verzerrt worden wäre, kann nur erhoben werden, wenn gezeigt werden kann, daß ein bestimmter Sprachgebrauch, ein bestimmter Begriff und die Relation zwischen ihnen falsch aufgefaßt wurde. Stroud: das ist es was ich damit meinte, daß die Quelle von Descartes Forderung etwas Tiefes und Wichtiges zum Vorschein bringt.
I 76
Stroud: These das führt uns auf die Tiefe und Wichtigkeit des Skeptizismus. Es geht um viel mehr als darum zu entscheiden, ob man etwas über die Welt um einen herum weiß, es geht um unsere Praxis (Handlungen) und Reflexion unseres Wissens (Selbst-Wissen). Können wir hier eine distanzierte Position einnehmen?
I 82
Skeptizismus/Quelle/Stroud: die Quelle des philosophischen Problems der Außenwelt liegt irgendwo in unserem Begriff einer objektiven Welt oder unserem Wunsch, nach einem Verstehen unserer Relation zur Welt.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Wahrheit Austin, J.L. Horwich I 185
Austin: These zu sagen, daß ein Satz wahr ist, heißt sagen, daß ein bestimmter Sprechakt (Episode) konventionell bezogen ist auf etwas in der Welt außerhalb seiner selbst. StrawsonVsAustin: das ist unbefriedigend. Z Die Korrespondenztheorie braucht keine Reinigung, sie muß eliminiert werden.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
W-Prädikat Austin, J.L. Horwich I 187
wahr/Austin: wird Sprechakten zugeschrieben. (Episoden). StrawsonVsAustin: wenn er recht hat, muß es möglich sein, Behauptungen, in denen wir über Aussagen im nicht-episodischen Sinn reden, zu reduzieren, auf solche, in denen wir Episoden selbst Wahrheit zuschreiben.
Aussage/Austin: derselbe Satz kann gebraucht werden, um verschiedene Aussagen zu machen.
Bsp von Jones: "Er ist krank" zu Jones: "Du bist krank", Jones: "Ich bin krank".
I 188
Strawson: wir können nicht nur verschiedene Sätze mit derselben Bedeutung, sondern auch denselben Satz mit verschiedenen Bedeutungen gebrauchen.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrmacher Strawson, P.F. Horwich I 191
Wahrmacher/StrawsonVsAustin: gibt es wohl, aber als Entsprechung nur des beschreibenden Teils, nicht des referierenden Teils einer Aussage. Tatsache/Wahrmache/StrawsonVsAustin: seine These, daß eine Aussage wahr ist, wenn eine Sprechepisode konventionell korreliert ist, und zwar auf ein Relatum jenseits der Beschreibung, ist ein logischer Typen-Fehler.

Horwich I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994