Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutung McDowell I 160ff
Bedeutung/Quine: Neu: "empirische Bedeutung": ist intellektuell angesehen, weil er vollständig durch die gesetzmäßig ablaufenden Operationen der Rezeptivität erklärbar ist. Der alte Bedeutungsbegriff steht dagegen auf der falschen Seite dieser Dualität. (Siehe auch Inhalt/McDowell). Bedeutung/Quine: der Witz besteht bei Quine darin, dass Bedeutung im intuitiven Sinn nicht durch exogene Faktoren bestimmt werden kann.
I 184/5
McDowell: wenn wir nun das Dritte Dogma (Trennung von >Schema/Inhalt) fallen lassen, ist es nicht überraschend, dass die Bedeutung nun durch die "empirische Bedeutung" unterbestimmt ist.
I 185
McDowell: die "empirische Bedeutung" kann ja sowieso gar keine richtige Bedeutung sein, da sie als Gegenstück zur "begrifflichen Souveränität" nichts mehr mit Gründen und Rechtfertigung zu tun haben kann. McDowellVsQuine: das zeigt aber nicht, dass Bedeutung überhaupt unterbestimmt ist! Dazu müsste man zeigen, daß wir einen untilgbaren Spielraum haben, wenn wir nach einer Art von Verstehen suchen, die uns aus dem Gebiet der "empirischen Bedeutung" herausbringt. Ein Verstehen, das zeigt, wie Lebensphänomene in der Ordnung der Rechtfertigung, dem Raum der Vernunft, strukturiert werden. Das kann man nicht von Quine lernen.
I 119
Bedeutung/McDowell: wir dürfen sie nicht "sozialpragmatisch" oder "kommunitaristisch" konstruieren. (Das hat Wittgenstein auch nicht getan). Sonst ist sie nicht mehr autonom. Ungezügelter Platonismus wäre hier ein Hang zum Okkulten.
Wittgenstein: hat nicht behauptet, dass Bedeutung nichts anderes wäre als Zustimmung oder Ablehnung durch die Gemeinschaft. (>Bedeutung/Kripke).
I 119
Kripkes Wittgenstein/McDowellVsKripke: kommt zu dem Ergebnis, dass es nichts gibt, was die Empfänglichkeit für die Forderung konstituiert, die die Bedeutung an uns stellt, stattdessen müssen wir die Rolle des Gedankens in unserem Leben mittels unserer Partizipation in der Gemeinschaft verstehen.
I 121
These: Bedeutung/McDowellVsDualismus: Lösung: zweite Natur. Die Idee der Bildung bürgt dafür, dass die Autonomie der Bedeutung nicht inhuman ist. Das lässt keine echten Fragen über Normen aufkommen.
II XIV
Bedeutung/McDowell: Wahrheitstheorie ist nicht ausreichend für eine Bedeutungstheorie wegen der Äquivalenz von "Schnee ist weiß" und "Gras ist grün". - Das ist wahr, aber nicht bedeutunggebend. - McDowell: These: wir brauchen zusätzlich psychologische Begriffe. -
II XV
Problem: dann müssen die propositionalen Einstellungen genauso fixiert sein wie die Bedeutungen. - > Radikale Interpretation.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell
Dualismus Chalmers I 125
Dualismus/Bewusstsein/Chalmers: wir haben gesehen dass der Materialismus wegen der fehlenden logischen Supervenienz bewussten Erlebens auf physikalischen Tatsachen scheitert. Daraus folgt ein Dualismus, aber kein Cartesischer Dualismus, der einen „Geist in der Maschine“ annimmt, der extra kausale Arbeit leistet. Stattdessen folgt für uns eine Art Eigenschaftsdualismus. > Eigenschaftsdualismus.
I 134
Dualismus/Chalmers: man könnten den Dualismus vermeiden, indem man eine Zombie-Welt, die physikalisch identisch mit unserer ist als falsch beschrieben bezeichnet.
I 135
Diese Welt wäre gleichzeitig identisch und verschieden. Wir könnten die physikalischen Eigenschaften mit dem Operator „ddieses“ („dthat“) starr machen, Bsp ddieses(spielt die Rolle von…). Pointe: dann würde die Zombie-Welt einige Eigenschaften nicht haben, die unsere Welt hat.
Pointe: dann könnte Bewusstsein metaphysisch auf anderen Eigenschaften supervenieren. Das wäre ein interessantes Argument.
ChalmersVsVs: 1. Ist das spekulativ.
2. (direkter): es beruht auf einer unkorrekten Semantik physikalischer Begriffe.
I 136
Bsp ein Elektron mit noch unerkannten Eigenschaften würden wir immer noch ein Elektron nennen, nicht aber ein Elektron mit Eigenschaften eines Protons. Metaphysik/Chalmers: die Semantik ist hier nicht so entscheidend, aber die metaphysische Frage bleibt.
I 154
Dualismus/Def Protophänomenale Eigenschaft/Chalmers: beinhaltet als einzelne nicht selbst Erleben, mehrere gleichzeitig vorhandene könnten es aber. Das ist merkwürdig für uns, kann aber nicht a priori ausgeschlossen werden. Das würde eine kausale Rolle des Phänomenalen nahelegen. Eine solche Theorie zu vertreten würde einfach bedeuten, eine andere mögliche Welt anzunehmen, wo etwas anderes die Rolle der Verursachung innehat, aber logisch ausgeschlossen wäre eine solche Welt nicht.
I 155
Dualismus/Chalmers: wenn wir eine solche Position einnehmen würden, verträten wir einen essentiellen Dualismus. ChalmersVsDualismus: man kann diese Position aber auch nichtdualistisch verstehen, wenn auch nicht als materialistischen Monismus. Sie liefert dann ein Netzwerk intrinsischer Eigenschaften, das die extrinsischen physikalischen Eigenschaften „realisiert“ (verwirklicht). Die Gesetze sind immer noch die physikalischen. In extremster Form, wenn alle intrinsischen Eigenschaften phänomenal sind, haben wir es mit einer Variante des Idealismus zu tun, aber nicht nach Art von Berkeley.
Am ehesten würde es einer Version von Russels neutralem Monismus entsprechen:
I 155
Monismus/Russell/Chalmers: neutraler Monismus: die grundlegenden Eigenschaften der Welt sind weder physikalische noch phänomenale, sondern das Physische und das Phänomenale sind beide aus diesem Grundlegenden aufgebaut. Das Phänomenale ist aus den intrinsischen Naturen gebildet, das Physische aus den extrinsischen.
I 156
Dualismus/Def Interaktionistischer Dualismus/Def Interaktionismus/Chalmers: hier füllt Erfahrung die kausalen Lücken im physikalischen Prozess. ChalmersVs: das schafft mehr Probleme als es löst. Es löst nicht die Probleme mit dem Epiphänomenalismus.
Pro: das einzige Argument für den interaktionistischen Dualismus sind einige Eigenschaften der Quantenmechanik, die besser erklärt werden könnten. (>Eccles 1986)
I 157
ChalmersVsEccles: die Effekte wären viel zu klein, um eventuelle Verhaltensänderungen zu bewirken. Weitere Gegenargumente: VsInteraktionistischer Dualismus/VsInteraktionismus/Chalmers:
1. er widerspricht dem quantenmechanischen Postulat, dass die microskopischen „Entscheidungen“ zufällig sind.
2. Ein Verhalten, dass durch diese mikroskopischen Einflüsse ausgelöst wurde, müsste sich von anders ausgelöstem Verhalten unterscheiden.
ChalmersVsEccles: solche Theorien schweigen sich auch darüber aus, was im Gehirn passieren soll, wenn die Wellenfunktion kollabiert.
ChalmersVsInteraktionistischer Dualismus: dieser macht das Phänomenale irrelevant:
I 158
ChalmersVsEccles: wenn es seine Psychonen gibt, dann kommen sie mit rein kausalen Interaktionen aus, ohne angenommene phänomenale Eigenschaften. VsChalmers: man könnte einwenden, dass Psychonen (oder Ektoplasma oder was immer) durch phänomenale Eigenschaften erst konstituiert sind.
ChalmersVsVs: selbst dann sind ihre phänomenalen Eigenschaften irrelevant für Verhaltenserklärung: in der Geschichte über Verursachung sind es nur die relationalen Eigenschaften, die zählen. Es bleibt also bei der kausalen Geschlossenheit des Physischen.
ChalmersVsInteraktionismus/ChalmersVsEccles: selbst wenn man Psychonen annähme, könnte man eine Geschichte über Zombies erzählen, die Psychonen involvierte. Man müsste dann wiederum zusätzliche phänomenale Eigenschaften von Psychonen annehmen, ohne sie nachweisen zu können.
I 162
Def interaktionistischer Dualismus/Chalmers: akzeptiert, das Bewusstsein nicht-physikalisch ist (VsMaterialismus) aber er leugnet, dass die physikalische Welt kausal geschlossen ist, so dass Bewusstsein eine autonome kausale Rolle spielen kann.
I 162
Naturalistischer Dualismus/Chalmers: so charakterisiere ich meine eigene Sicht: These: Bewusstsein superveniert natürlich auf dem Physischen, ohne logisch oder „metaphysisch“ zu supervenieren. Ich behaupte, dass der Materialismus falsch ist und dass der Bereich des Physikalischen kausal abgeschlossen ist.
I 171
Naturalistischer Dualismus/Chalmers: diese meine Position wird schon von vielen implizit geteilt, die sich selbst noch „Materialisten“ nennen. Alles was ich gemacht habe ist, die ontologischen Implikationen der naturalistischen Sicht – dass Bewusstsein aus dem Physischen (oder Physikalischen) „entsteht“, explizit zu machen. Wir müssen gar nich6t viel aufgeben, was für unsere wissenschaftliche Weltsicht wichtig ist.

Cha I
D. Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014
Dualismus McGinn II 37
Dualismus/McGinn: kommt unserem Alltagsverstand viel näher als andere Sichtweisen. Def Dualismus/McGinn: die Auffassung, dass zwischen Geist und Gehirn keinerlei logische Beziehung besteht.
Dass wir den Geist nicht mit Bezug auf das Gehirn erklären können, liegt daran, dass es nicht essentiell vom Gehirn abhängt. Bewusstsein ist eine eigene grundlegende Größe im Universum, wie Raum, Zeit, Materie.
Wahrnehmung/Geist,Gehirn/McGinn: Bsp dass ich einen lauten Knall wahrnehme, stellt sich als eine andere Art von Erscheinung dar, als die elektrische Aktivität in meinem Gehirn.
II 38
McGinnVsDualismus: das Problem ist, dass er bei der Deutung von Daten zu weit geht. Er reagiert auf den äußeren Anschein, indem er erklärt, der Geist sei von Gehirn so gut wie unabhängig.
1. Das Zombie-Problem
2. Das Gespenster-Problem Zombie/Dualismus/McGinn: das Zombie-Problem des Dualismus besteht darin, dass er uns erlaubt, den Geist vom Gehirn abzuziehen und dabei das Gehirn intakt zu lassen.
Die Zombie-Alternative ist dem Epiphänomenalismus verpflichtet.
II 40
Def Gespenster-Problem/McGinn: die Umkehrung des Zombie-Problems: Wenn der Geist vom Körper getrennt ist, kann nicht nur das Gehirn ohne den Geist existieren, sondern auch der Geist ohne das Gehirn. Wie könnte der Geist dann auf die physikalische Welt wirken? Warum verfügen wir überhaupt über so komplexe Gehirne, wenn sie für das Funktionieren unseres Geistes so entbehrlich sind? Warum löschen Hirnschäden geistige Fähigkeiten aus?
II 107ff
Dualismus/McGinn: es gibt zwei mögliche Dualismen ohne Gott:
1. Hyperdualismus
2. Panpsychismus Def Hyperdualismus/McGinn: Angenommen, beim Urknall habe es zwei Universen gegeben, ein materielles und ein paralleles, das nur aus Bewusstsein bestand. Es enthält keine Materie, nicht einmal Raum. Es besteht in einer Art Weltgeist, einem weiten Meer bewusster Empfindungen. Es ist aber völlig unorganisiert. Es gibt kein Selbst, keinen individuellen Geist, wie wir ihn kennen.
Wir können uns vorstellen, es enthalte Partikel, Grundbausteine dessen, was später zu Geist werden wird.
Def Panpsychismus/McGinn: verlagert den Geist in die materielle Welt zurück.(VsHyperdualismus). ("Elvis is everywhere").
Er besagt, dass Bewusstsein überall ist und durch das All wabert (vermutlich mit Elvis zusammen). D.h. alle Materie, auch Steine Plankton, Elektronen und Sterne tragen eine Spur von Bewusstsein in sich. Die materiellen Bestandteile des Gehirns schleppen bereits ihr eigenes spezielles Bewusstseinspäckchen mit sich.
II 119
Damit behauptet er, wir wüssten bereits, welche Eigenschaften des Gehirns Bewusstsein entstehen ließen, nämlich die einzelnen Bausteine. (VsEmergenz). a) harte Version des Panpsychismus: die Neuronen im Gehirn fühlen buchstäblich den Schmerz, sehen Gelb, denken ans Abendessen. - und dasselbe tun auch Elektronen und Sterne.
Gehirn/Panpsychismus/McGinn: es bleiben immer noch Probleme bezüglich der generativen Kräfte des Gehirns: zwei Standpunkte:
a) Das Gehirn spielt eine minimale Rolle, nur eine Art Auslöser
b) Das Gehirn spielt eine aktivere Rolle: das Gehirn bedient sich der Eigenschaften der Materie und verwandelt sie kraft seiner besonderen Struktur in Bewusstsein. McGinn pro!
McGinn pro Panpsychismus: alle Materie muss das Potential haben, Bewusstsein mitzubegründen.

McGinn I
Colin McGinn
Die Grenzen vernünftigen Fragens Stuttgart 1996

McGinn II
C. McGinn
Wie kommt der Geist in die Materie? München 2001
Dualismus Pauen Pauen I 35
Dualismus/Pauen: zwei Arten von Zuständen, die auch unabhängig auftreten können - Interaktionistischer Dualismus: wechselseitiger Einfluss: Descartes (>Dualismus/Descartes), >Eccles/Popper. Eigenschaftsdualismus: bestimmte neuronale Prozesse besitzen neben ihren physischen zusätzlich auch noch mentale Eigenschaften, die theoretisch unabhängig von den neuronalen - Typische Theorie: Computeranalogie (>Computation), >Marsmenschen usw.
I 60
Bewusstsein als autonome Eigenschaft.
I 38
Dualismus/Pauen: 1. Erklärung für die Einheitlichkeit unserer Erfahrungen angesichts der Vielfalt physischer Realisierungen (>Multiple Realisierung). Integrationsleistung des freien Geistes 2. Erklärung des freien Willens.
I 39
3. Pro Dualismus: VsMonismus: Problem der qualitativ vielfältigen Erfahrungen bei gleichförmiger Aktivität der Nervenzellen.
I 56
VsDualismus: dieser hat gar keinen konkreten Forschungsgegenstand.
I 44
Descartes/Pauen: die Unterscheidung der Substanzen lässt sich durch die Vorstellbarkeit einer solchen Unterscheidung rechtfertigen. - Das Argument spielt bis heute eine wichtige Rolle: Kripke benutzt es als Basis für seinen Einwand VsIdentifikation von mentalen und neuronalen Prozessen. (>Identitätstheorie).

Pauen I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
Dualismus Searle I 32 ff
Dualismus: Es gibt: a) >Eigenschaftsdualismus - b) >Substanzdualismus - c) >"Begriffsdualismus".
I 40
SearleVsMonismus: Es ist falsch, überhaupt das Zählen anzufangen! >Monismus.
I 54 f
SearleVsKripke: Kripke ist Dualist in Bezug auf Geist/Körper.
II 326
VsDualismus: Behaviorismus: Bsp Hände zu haben ist eine Disposition zu bestimmtem Verhalten. >Funktionalismus: Hände können durch ihre Ursachen/Wirkungen vollständig beschrieben werden.
Turing-Theorie: in einem Computerzustand mit bestimmten Inputs und Outputs zu sein (für Hände).
>Handlungstheorie: Zu sagen, ein System habe Hände, heißt, dem System gegenüber eine bestimmte Haltung einzunehmen.

Searle I
John R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

Searle II
John R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

Searle III
John R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

Searle IV
John R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

Searle V
John R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Searle VII
John R. Searle
Behauptungen und Abweichungen
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle VIII
John R. Searle
Chomskys Revolution in der Linguistik
In
Linguistik und Philosophie, G. Grewendorf/G. Meggle Frankfurt/M. 1974/1995

Searle IX
John R. Searle
"Animal Minds", in: Midwest Studies in Philosophy 19 (1994) pp. 206-219
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Dualismus Vollmer II 86
Split-Brain/VsDualismus: zeigt, dass das Bewusstsein teilbar ist! Und die Einheit ist das Hauptargument des Dualismus - für die Identitätstheorie kein Problem. VsDualismus: wie sollte das materielle Skalpell des Chirurgen ein angeblich immaterielles Bewusstsein verdoppeln können?
II 88
Dualismus/Voollmer: noch so viele Äquivalenzen, Übereinstimmungen, Korrelationen entscheiden nicht zwischen Monismus und Dualismus.

Vollmer I
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd. I Die Natur der Erkenntnis. Beiträge zur Evolutionären Erkenntnistheorie Stuttgart 1988

Vollmer II
G. Vollmer
Was können wir wissen? Bd II Die Erkenntnis der Natur. Beiträge zur modernen Naturphilosophie Stuttgart 1988
Einheit Luhmann Reese-Schäfer II 9
Einheit/Luhmann/Reese-Schäfer: Luhmann ist kein Theoretiker der Einheit, sondern der Differenz - Problemlösung: durch Erhöhung der Komplexität. Aber:
Reese-Schäfer II 28
LuhmanVsDualismus: gegen einen Dualismus von Beobachter und Gegenstand.

AU I
N. Luhmann
Einführung in die Systemtheorie Heidelberg 1992

Lu I
N. Luhmann
Die Kunst der Gesellschaft Frankfurt 1997
Gegenstände Carnap VI 32
Def Logischer Gegenstand/Carnap: Bsp Negation, Implikation, indirekter Beweis. (l.G. im engeren Sinn)
VI 35
Quasigegenstand/Carnap: Zeichen, die nur im Zusammenhang mit anderen eine selbständige Bedeutung (Bezug) haben.
VI 36
Ungesättigte Zeichen: bezeichnen Quasigegenstände - (Fiktionscharakter, >Fiktion). - Bsp "ein Hund" in "Karo ist ein Hund" - Bsp "Ein Hund ist ein Säugetier": hier kommen überhaupt keine eigentlichen Gegenstandsnamen mehr vor - (>eigentliche Namen).
VI 54
Quasi-Gegenstand/Carnap: Bsp die "Klasse der Fünfergruppen" bezeichnet keinen eigentlichen Gegenstand, sondern einen Quasigegenstand - Bsp die Klasse der fünf Finger meiner Hand ist ein Quasigegenstand. - Sie dient nur dazu, Aussagen über die Elemente zu machen, ohne diese immer aufzählen zu müssen.
VI 223
Gegenstand/Ordnung/CarnapVsDualismus: es gibt wohl verschiedene Ordnungsformen, aber nicht verschiedene Gegenstandsarten - Bsp Fixsterne, Abstände, Verhältnisse von Abständen, Dreiecke von Sternabständen, Überdeckung von Abstandsdreiecken: das sind alles verschiedene Ordnungsformen, aber nicht Gegenstände im eigentlichen Sinn.
VI 228
Konstitutionstheorie: ähnlich: es ist für den Gegenstand wesentlich, dass er zu gewissen Ordnungszusammenhängen gehört. >Konstitutionssystem.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

Ca II
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg) Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca IX
Rudolf Carnap
Wahrheit und Bewährung. Actes du Congrès International de Philosophie Scientifique fasc. 4, Induction et Probabilité, Paris, 1936
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg) München 1982
Physikalismus Schiffer I 138
SchifferVsPhysikalismus: er muss falsch sein, denn These wenn es wahre Zuschreibungen von Glauben gibt, können sie nicht ohne mentalistisches oder intentionales Vokabular dargestellt werden.
I 142f
Def Ontologischer Physikalismus/oP/Schiffer: These keine irreduziblen psychologischen Entitäten. Def sententialistischer Physikalismus: es gibt keine psychologischen Sätze (das ist falsch) wenn es welche gibt, fallen die beiden Physikalismen zusammen.
Def sententialistischer Dualismus/sD: es gibt wahre psychologische Sätze. - Glaubenseigenschaften (GE) wenn es welche gibt, können oP und sD nicht wahr sein.
Ontologischer Dualismus/ SchifferVsDescartes: ist nicht vertretbar.
Sententialistischer Dualismus/Ontologischer Physikalismus: weil beide wahr sind, gibt es keine Glaubenseigenschaften.
NominalismusVsDualismus/Quine: wenn der sententialistischer Physikalismus falsch ist, gibt es gar keine wahren Glaubenssätze.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987
Zweite Natur McDowell I 19
Def zweite Natur/McDowell: Natur schließt die zweite Natur ein, die durch begriffliche Fähigkeiten erworben wird, deren wechselseitige Beziehungen in den logischen Raum der Gründe gehören. Zweite Natur/(s): verinnerlichter Hintergrund von Normen, die aus der Natur entlehnt wurden.
I 109/110
Zweite Natur/McDowell: sie kann nicht frei über den Möglichkeiten schweben, die zum normalen menschlichen Organismus gehören. >Bildung.
I 114
Zweite Natur/McDowell: Unsere Bildung aktualisiert einige der Potentiale, mit denen wir geboren wurden. Aber: Tier/Mensch/McDowell: das ist kein Hinzufügen zu unserer animalischen Natur. Keine Beimengung.
I 118
Zweite Natur/McDowell: These: Es gibt Vorschriften der Natur, egal ob man für sie empfänglich ist oder nicht. Das ist die Folge richtiger Erziehung. "Naturalismus der zweiten Natur", "Naturalisierter Platonismus". Naturalisierter Platonismus/McDowell: die Struktur des Raums der Gründe besitzt Autonomie.
Er läßt sich aber nicht aus Wahrheiten über den Menschen ableiten.
Er ist nicht ungezügelt: nicht isoliert vom "bloß Menschlichen". (Statt dessen: Empfänglichkeit durch Erziehung).
I 121
McDowellVsPlatonismus: jeder Platonismus hat zur Folge, dass sich die Normen auf der gegenüberliegenden Seite des Abgrunds befinden. Wittgensteins Quietismus erkennt das als Scheinproblem. Bedeutung/McDowellVsDualismus: Lösung: zweite Natur. Die Idee der Bildung sorgt dafür, dass die Autonomie der Bedeutung nicht inhuman ist. Das lässt keine echten Fragen über Normen aufkommen.

McDowell I
John McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

McDowell II
John McDowell
"Truth Conditions, Bivalence and Verificationism"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Philosophie Ryle, G. Tetens Wittgenstein VII 147
Philosophie/Unsinn/logische Grammatik/Tetens: die These, daß sich die Philosophie einem Mißverständnis der "logischen Grammatik" der Sprache verdankt, findet sich weder bei Carnap noch im Tractatus, sondern bei Ryle in seiner Kritik VsDualismus, VsDescartes (Ryle 1969).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960