Begriff/ Autor/Ismus |
Autor |
Eintrag |
Literatur |
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Geschichte | Rorty, R. | VI 355 Geschichte der Philosophie/Interpretation/Vergangenheit/Bedeutungswandel/Begriffswandel/Rorty: Dilemma: entweder, a) wir oktroyieren den Toten in anachronistischer Manier genügend Probleme und Vokabeln unserer Zeit auf, um sie zu Gesprächspartnern zu machen, oder b) wir beschränken unsere Interpretationstätigkeit darauf, ihre falschen Sätze weniger töricht wirken zu lassen, indem wir sie in den Zusammenhang der rückständigen Zeiten stellen, in denen diese Sätze geäußert wurden. These Das ist aber gar kein Dilemma: wir können beides tun, müssen es aber strikt trennen! >Interpretation/Bennett VI 361 Interpretation/Rorty: These bei solchen Angleichungsbemühungen verfährt man natürlich anachronistisch. Doch wenn das bewußt geschieht, ist nichts dagegen einzuwenden. VI 375 Interpretation/Rekonstruktion/Geschichte/Philosophie/Rorty/RortyVsKanon: These RortyVsGeschichte der Philosophie als Doxographie: löst bei uns Verzweiflung aus. Keine Möglichkeit, durch Rangordnung und die ewig gleichen "wichtigen Philosophen" und "wichtigen Probleme" eine wirkliche rationale Rekonstruktion durchzuführen. Die Denker werden ihres Gehalts beraubt. Problemstellungen werden oktroyiert. Fehler: Leibniz und Hegel, Mill und Nietzsche, Descartes und Carnap so darzustellen, als redeten sie über die gleichen Themen. Fehler: halbherziger Versuch, Entwicklung nur aus heutiger Perspektive zu erzählen. VI 395 Jonathan Rée/Rorty: These "Für die Wichtigkeit eines historischen Bewußtseins für den Philosophen sind bisher keine überzeugenden Gründe genannt worden." VI 395 Margaret Wilson/Rorty: These "Es könnte durchaus sein, daß die wirklichen Meinungen der großen Philosophen, wenn man sie mit den ihnen Angedichteten vergleicht, sich als ziemlich dürftig erweisen." Rorty pro. |
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