Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Gleichberechtigung Mill Höffe I 358
Gleichberechtigung/Mill/Höffe: Mit besonderem Nachdruck verlangt Mill, in seinem dritten unmittelbar politischen Werk, Die Unterdrückung der Frauen(1), die fast despotische Macht der Männer über die Frauen zu brechen. Statt die Frauen in der Ehe einer strengen Überwachung zu unterwerfen, seien ihnen dieselben Rechte und derselbe Rechtsschutz zu gewähren.
Fortschritt: Vom Ergebnis, der schließlichen Gleichstellung der Frau in Familie und Gesellschaft, erwartet er sogar einen Fortschritt an moralischer Gesinnung, der nicht weniger als eine «moralische Regeneration der Menschheit» mit sich führe.
Utilitarismus: Dieses Motiv, der Fortschritt an moralischer Gesinnung, ist für Mill kein sekundärer Gedanke. Im Gegenteil verbindet es die Schrift zur Frauenfrage mit der Freiheitsschrift, ihrer Verpflichtung der Bürger auf das Gemeinwohl, darüber hinaus mit dem utilitaristischen Grundsatz der allgemeinen Nützlichkeit. >Utilitarismus/Mill.
VsGleichberechtigung: (...) Mill setzt sich (...) mit zwei der damals verbreiteten Gegenargumente auseinander, mit der angeblichen natürlichen Unterlegenheit der Frauen und mit der vermeintlichen Freiwilligkeit ihrer Unterwerfung.
MillVsVs: a) Das erste Gegenargument entlarvt Mill als Produkt gesellschaftlicher Umstände - die angebliche Natur der Frauen ist künstlich erzeugt, das Resultat erzwungener Herabsetzung -;
b) und dem zweiten Gegenargument hält er die schon ältere liberale These entgegen, sich seiner Freiheit entäußern zu dürfen, gehöre nicht zur Freiheit.


1. J.St. Mill The Subjection of Women, 1869 (dt. Die Hörigkeit der Frau)

Mill I
John St. Mill
Von Namen, aus: A System of Logic, London 1843
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998
Platon Aristoteles Höffe I 53
Platon/Aristoteles/Höffe: [Aristoteles] verwirft Platons Ideenlehre und übt an dessen politischem Denken eine teils ausdrückliche, teils stillschweigende Kritik. Polis/AristotelesVsPlaton: [Aristoteles wendet sich gegen] jede nur funktionale Bestimmung der Polis.
Philosophenherrschaft/AristotelesVsPlaton: Im Unterschied zu Platons Politeia bleiben die Dichter autonom, ferner die Wirtschaft, ohnehin die Politik.
Gesellschaft: Schon Aristoteles vertritt also einen Gedanken, den die soziologische Systemtheorie erst für die Zeit nach Auflösung der sogenannten alteuropäischen Gesellschaft festzustellen glaubt: eine relative Selbständigkeit verschiedener Gesellschaftsbereiche.
AristotelesVsGleichberechtigung: Auf der anderen Seite übernimmt Aristoteles nicht Platons emanzipatorisches Element, die Gleichstellung der Frauen.
Gemeinsamkeiten mit Platon:
Staat: Auch Aristoteles [verpflichtet] den Staat auf das Glück und bestimmt die gute Verfassung vom Gemeinwohl her; auch er vertritt also einen politischen Eudaimonismus.
Aristokratie: Auch denkt [Aristoteles, wie Platon] selbstverständlich aristokratisch, denn die Bürger im engeren Sinn, jene, die über die Bürgertugend verfügen, werden von der Arbeit für den Lebensunterhalt entbunden.
Idiopragie: Außerdem greift er Platons Idiopragieformel auf: dass jeder das ihm Eigentümliche, das Seine (idion), tun soll. Vgl. >Gerechtigkeit/Platon.