Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Erklärungen Dennett Rorty VI 144
Rorty: Erklärung/Dennett: Es reicht aus, zu erklären, warum es etwas Phänomenologisches zu geben scheint - also warum es so zu sein scheint, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem Denken, dass etwas rosarot erscheint, und dem, dass etwas wirklich rosarot erscheint. Erklärung/Modell/Dennett: Modelle dürfen weder zu kompliziert sein, noch übervereinfacht. Bsp Es geht nicht darum, in einem Taschenrechner alle Elektronen zu verfolgen.

Dennett I 138
Modell/Muster/Erklärung/Dennett: Warum betrachten wir dieses Muster und nicht ein anderes? Um das zu begründen, müssen wir nicht nur das Wirkliche in Erwägung ziehen, sondern auch das Mögliche!
I 335
Wir müssen eine Idealisierung von Graden der Möglichkeit aufstellen. Evolution erklären:> Eigenschaften: Bsp Sie bestellen ein grünes Auto und es kommt zum Termin: die Frage ist dann nicht, warum ist dieser Wagen grün, sondern: warum ist dieser (grüne) Wagen hier. ((s). den Wagen als ganzes betrachten, der grüne Wagen stünde sonst woanders). > falsche Frage.
Gerade-so-Geschichten: Bsp Victoriasee: ungewöhnlich viele Arten von Barschen. Einzige (herkömmliche) Erklärung: Austrocknung zu vielen Tümpeln. Außer der Beschaffenheit der Tiere hat man aber keinen Hinweis darauf!
I 416
Dennett: Alle diese Geschichten sind "zu schön, um wahr zu sein". Aber Gould macht sich nicht des Pangloss-Prinzips schuldig, wenn er sie bis zum Beweis des Gegenteils als wahr ansieht. Zufall/Beleg/Dennett: Bsp ein Geysir bricht durchschnittlich alle 65 Minuten plötzlich aus. Die Form der Plötzlichkeit ist keinerlei Beleg für die Zufälligkeit.
I 424
Kambrische Explosion/DennettVsGould: Ebenso ist die Plötzlichkeit hier kein Beleg für die Zufälligkeit.
I 102
Erklärung/Begründung/Evolution/Dennett: Bsp Die Vorteile der Sexualität können nicht als Begründung genommen werden, warum es sie gibt - die Evolution kann ihren Weg nicht voraussehen - Folge: die Sexualität muss als Nebeneffekt (Epiphänomen) überdauert haben.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Rorty I
Richard Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Rorty II
Richard Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Rorty II (b)
Richard Rorty
"Habermas, Derrida and the Functions of Philosophy", in: R. Rorty, Truth and Progress. Philosophical Papers III, Cambridge/MA 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (c)
Richard Rorty
Analytic and Conversational Philosophy Conference fee "Philosophy and the other hgumanities", Stanford Humanities Center 1998
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (d)
Richard Rorty
Justice as a Larger Loyalty, in: Ronald Bontekoe/Marietta Stepanians (eds.) Justice and Democracy. Cross-cultural Perspectives, University of Hawaii 1997
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (e)
Richard Rorty
Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Weisheit, Revised Spinoza Lecture April 1997, University of Amsterdam
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (f)
Richard Rorty
"Sein, das verstanden werden kann, ist Sprache", keynote lecture for Gadamer’ s 100th birthday, University of Heidelberg
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty II (g)
Richard Rorty
"Wild Orchids and Trotzky", in: Wild Orchids and Trotzky: Messages form American Universities ed. Mark Edmundson, New York 1993
In
Philosophie & die Zukunft, Frankfurt/M. 2000

Rorty III
Richard Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Rorty IV (a)
Richard Rorty
"is Philosophy a Natural Kind?", in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 46-62
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (b)
Richard Rorty
"Non-Reductive Physicalism" in: R. Rorty, Objectivity, Relativism, and Truth. Philosophical Papers Vol. I, Cambridge/Ma 1991, pp. 113-125
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (c)
Richard Rorty
"Heidegger, Kundera and Dickens" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 66-82
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty IV (d)
Richard Rorty
"Deconstruction and Circumvention" in: R. Rorty, Essays on Heidegger and Others. Philosophical Papers Vol. 2, Cambridge/MA 1991, pp. 85-106
In
Eine Kultur ohne Zentrum, Stuttgart 1993

Rorty V (a)
R. Rorty
"Solidarity of Objectivity", Howison Lecture, University of California, Berkeley, January 1983
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1998

Rorty V (b)
Richard Rorty
"Freud and Moral Reflection", Edith Weigert Lecture, Forum on Psychiatry and the Humanities, Washington School of Psychiatry, Oct. 19th 1984
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty V (c)
Richard Rorty
The Priority of Democracy to Philosophy, in: John P. Reeder & Gene Outka (eds.), Prospects for a Common Morality. Princeton University Press. pp. 254-278 (1992)
In
Solidarität oder Objektivität?, Stuttgart 1988

Rorty VI
Richard Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Evolution Kelly I 1765
Evolution/Kelly: „zufällige“ Mutationen sind oft nicht frei von Tendenzen: Variation wird durch Geometrie und Physik bestimmt. Noch wichtiger: sie werden durch inhärente wiederkehrende Muster der Selbstorganisation geformt.
I 1791
Stephen Jay Gould/Kelly: vertrat die These der allgegenwärtigen Kontingenz in der Evolution, gegen eine Gerichtetheit, z.B. auf die Entstehung des Menschen. (1)
I 1804
KellyVsGould: spätere Untersuchungen ergaben, dass der Burgess-Schiefer eine weniger große Diversität von Lebensformen aufwies, als Gould in seiner These voraussetzte. Damit rückt die Möglichkeit einer konvergenten Evolution wieder stärker ins Blickfeld. Evolution/Kelly: ihr drittes Standbein ist strukturelle Unvermeidbarkeit. Bsp Ein Giftstachel der der Verteidigung dient, ist mindestens zwölf Mal in der Evolution entstanden. Der Grund dafür ist nicht eine gemeinsame Geschichte, sondern ein gemeinsames Muster (>Selbstorganisation).


1. Stephen Jay Gould. (1989) Wonderful Life: The Burgess Shale and Nature of History. New York: W. W. Norton, p. 320.

Kelly I
Kevin Kelly
What Technology Wants New York 2011
Gene Dawkins Gould I 88ff
Richard Dawkins These: Gene sind die relevanten Einheiten der Selektion.
Gould II 171
Dawkins These: Dawkins argumentiert, die Körper seine nur vorübergehende Aufenthaltsorte für die Gene, die eigentlichen Träger der Evolution. Dawkins schreibt als strenger Darwinist.
Gould II 172
Dawkins: Frage: Wenn die DNA nun selbstbezogen ist, warum schafft sie dann nicht Millionen Kopien von sich selbst? Die schließlich alles Übrige verdrängen? Wodurch wird sie daran gehindert?
Dawkins I 50
Gen/Dawkins: Gene leben viel länger als ihre Träger. Ein Gen lässt sich als einen Einheit auffassen, die eine Vielzahl aufeinanderfolgender individueller Körper überlebt.
I 62
Def Gen/Dawkins: Ein Gen im Sinne des Titels diese Buches ist komplizierter als ein Cistron. Es gibt keine allgemein anerkannte Definition für Gen. Ich möchte die Definition von G.C. Williams benutzen:
Def Gen/Williams: Ein Gen ist jedes beliebige Stück Chromosomenmaterial, das potentiell so viele Generationen überdauert, dass es als eine Einheit der Selektion dienen kann.
I 63
Vererbung/Kopiergenauigkeit/Dawkins: "Langlebigkeit in Gestalt von Kopien".
I 64
Je kürzer eine genetische Einheit, desto länger wird sie wahrscheinlich leben.
I 71
Dawkins These: kleine genetische Einheiten können in identischer Form überleben, Individuen, Gruppen und Arten nicht. Gen/Dawkins: Ein Gen altert nicht! Für es ist die Wahrscheinlichkeit zu sterben, im Alter von einer Million Jahren nicht größer als mit hundert Jahren.
I 73
"Die Karten selbst überdauern das Mischen." Selektion/Dawkins: Würden sich Gene ständig mischen, wäre die Selektion überhaupt unmöglich.
I 74
Gen/Container/DawkinsVsGould: Erfolgreiche Gene sind gute Konstrukteure von Überlebensmaschinen. Bsp Lebewesen mit langen Beinen können besser vor Räubern fliehen. Welches sind die Eigenschaften, die ein Gen sofort als gut oder schlecht kennzeichnen?
I 75
Gen/Dawkins: So unabhängig und frei sie auf ihrer Reise durch Generationen sein mögen, bei der Steuerung der Embryonalentwicklung handeln sie sehr wenig frei. Es gibt kein Gen, das für ein einzelnes Körperteil verantwortlich wäre.
I 86
Gen/Dawkins: es gibt ein "Gen für Kopierfehler , (Mutatoren). Es verfolgt den selbstsüchtigen Zweck, Fehler bei anderen Genen hervorzurufen. Ebenso manipuliert ein "Gen für "Fortpflanzung" alle anderen für seine selbstsüchtigen Zwecke.
I 91
Körper/Zelle/Mensch/Dawkins: Ich ziehe es vor, mir den Körper als eine Kolonie von Genen vorzustellen, und die Zelle als eine zweckmäßige Arbeitseinheit für die chemische Industrie der Gene
I 112
Altruismus/Gen/(Dawkins: Ein "Gen für Altruismus" steuert die Entwicklung des Nervensystems so, dass es sich mit größerer Wahrscheinlichkeit selbstlos verhält. Bsp einige Bienen zerren ihre eigenen Larven aus dem Stock, wenn diese infiziert sind.
I 115
Das Überleben der Gene kann auch durch scheinbar altruistisches Verhalten gefördert werden!
I 154
Gen/Dawkins: These: Das Gen ist möglicherweise in der Lage, den Kopien seiner selbst in anderen Körpern zu helfen.
I 155
Bsp Absicht: Albinogen beim Menschen. Wir müssen allerdings unsere Sprache etwas zurücknehmen: sie "wollen" nicht eigentlich überleben oder anderen Albinogenen helfen. Doch wenn es rein zufällig seine Körper dazu bewegen würde, sich anderen Albinos gegenüber uneigennützig zu verhalten, hätte dies die Folge, dass es im Genpool zahlreicher würde.
Dazu muss nun das Gen zwei Funktionen haben:
1. Helle Hautfarbe zu produzieren ((s) Erkennbarkeit)
2. Die Tendenz zum Altruismus gegenüber anderen Hellhäutigen.
Ein derartiges Gen mit zwei Effekten könnte sehr erfolgreich sein.

Da I
R. Dawkins
Das egoistische Gen, Hamburg 1996

Da II
M. St. Dawkins
Die Entdeckung des tierischen Bewusstseins Hamburg 1993

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989
Methode Darwin Gould I 189
Darwin vertrat die Ansicht, dass die Fossilfunde außerordentlich lückenhaft waren. Die Geschichte der meisten Fossilarten umfasst zwei Merkmale, die sich besonders schwer mit der Theorie einer allmählichen Veränderung vereinbaren lassen.
I 190
1. Stasis: Die meisten Arten zeigen während ihrer Anwesenheit auf der Erde kaum Veränderung in der einen oder anderen Richtung. 2. Plötzliches Auftreten: In allen Lebensbereichen treten Arten nicht aufgrund unablässiger Veränderungen ihrer Vorläufer auf, sondern plötzlich und "voll ausgebildet".

Mayr I 160
Wie-Fragen/Mayr: unmittelbare Funktion führte zur Entdeckung der meisten Naturgesetze.
Warum-Fragen/Darwin/Mayr: historisch, evolutionär, mittelbar. Warum-Fragen wurden erst durch Darwin wissenschaftlich legitimiert. Er brachte damit die gesamte Naturgeschichte in die Wissenschaft ein.

Dennett I 293
"Warum"-Fragen/Dennett: muss man stellen. Darwin zeigte uns, wie man sie beantworten kann.
Dennett I 421
Extrapolation/DennettVsGould: der Extrapolationismus wird ja gar nicht so töricht "rein" vertreten, wie Gould das annimmt. Er wurde auch von Darwin selbst vertreten, der aber eifrig bemüht war, sich von jenen Spielarten der Katastrophentheorie abzugrenzen, die der Theorie der Evolution im Weg standen: z.B. Sintflut.
Gould II 122
Methode/Darwin/Gould: Wie können wir in Bezug auf die Vergangenheit wissenschaftlich sein? Das wird in Darwins Buch über die Würmer deutlich.
Gould II 123
Darwin stellte über die Würmer vor allem zwei Behauptungen auf(1): 1. Die Auswirkungen bei der Gestaltung des Bodens sind richtungsgebunden. Sie zerkleinern den Boden, der dann von der Erosion besser verteilt werden kann. Daher sind sanft gewellte Gegenden eher Zeichen von Wurmaktivität.
2. Sie formen den Humus, die oberste Schicht des Bodens und bilden damit eine Konstanz inmitten sonstiger ständiger Veränderung.
Die Humusschicht wird nicht immer dicker, denn sie wird durch Druck nach unten verdichtet. Hier geht es um fortlaufende Veränderung innerhalb scheinbarer Stetigkeit: der Humus scheint immer gleich, wird aber ständig erneuert. Es gibt einen Kreislauf. Darwin: wir merken nicht, wie der eigene Boden uns unter den Füßen weggezogen wird.
Gould II 129
Gould: was ist, wenn die Beweise auf den statischen Gegenstand selber beschränkt sind? Wenn wir den Prozess der Bildung eben nicht beobachten können, können wir noch mehrere Stufen des Prozesses finden ? Darwins Antwort: wir leiten die Geschichte von Unvollkommenheiten ab, die die Zwänge der Abstammung festhalten. Wenn Gott von Anfang an Orchideen auf den Zweck hin angelegt hätte, den ihre komplexen Organe jetzt innehaben, hätte er sie sicher viel einfacher gemacht.

1. Charles Darwin: The formation of vegetable mould, through the action of worms, with observations on their habits. London: John Murray, 1881

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

Mayr I
Ernst Mayr
Das ist Biologie Heidelberg 1998

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005