Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Emotivismus MacIntyre Brocker I 655
Emotivismus/Moral/Kriterien/MacIntyreVsModerne/MacIntyre: Das „emotivistische Selbst“ zeichnet sich nach MacIntyre durch einen „Verlust aller letzten Kriterien“ aus (1). Daher schwankt es zwischen empfundenen Moralvorstellungen. Problem: das Subjekt ist nicht in eine haltgebende Gemeinschaft eingebunden.
Def Emotivismus/MacIntyre: lehrt, dass alle wertenden Urteile oder genauer alle moralischen Urteile nur Ausdruck von Vorlieben, Einstellungen oder Gefühlen sind. (2)
Problem: der Emotivismus hat den Verlust jeder echten Unterscheidung zwischen manipulativen und nichtmanipulativen sozialen Beziehungen zur Folge. (3) Siehe Rollen/MacIntyre.


1. Alasdair MacIntyre, After Virtue. A Study in Moral Theory, Notre Dame, Ind. 1981. Dt: Alasdair MacIntyre, Der Verlust der Tugend. Zur moralischen Krise der Gegenwart. Erweiterte Neuausgabe, Frankfurt/M. 2006 (zuerst 1987). S. 53.
2. Ebenda S. 26
3. Ebenda S. 41
Jürgen Goldstein, „Alasdair MacIntyre, Der Verlust der Tugend“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018
Naturgesetze Wittgenstein Hempel I 98ff
Naturgesetz/Wittgenstein: weil sie nicht gänzlich verifiziert werden können, sind sie keine Aussagen sondern nur Anweisung für die Bildung von Aussagen.
W II 99
Naturgesetze/NG/kausale Notwendigkeit/Wittgenstein: die Naturgesetze/ stehen nicht außerhalb der Phänomene - sie gehören zur Sprache und zu unserer Beschreibung der Dinge - wenn man sie diskutiert, kann man nicht davon absehen, wie sie sich physikalisch manifestieren.
IV 109
Naturgesetz/NG/Erklärung/Tractatus/Wittgenstein: 6.371 Naturgesetze sind keine Erklärungen der Naturerscheinungen - Tractatus 6.372 So bleiben sie bei den Naturgesetzen stehen, wie die älteren bei Gott.
II 131
Rechtfertigung/Naturgesetze/Wittgenstein: Naturgesetze kann man rechtfertigen, Regeln der Grammatik nicht.
II 163
Naturgesetze/Gesetz/Wittgenstein: 2. Hauptsatz der Thermodynamik/Wittgenstein: es steht nicht a priori fest, dass die Welt im Laufe der Zeit immer mehr an Ordnung verliert. Es ist eine Sache der Erfahrung.
II 164
Es ist jedoch nicht Sache der Erfahrung, dass es zu einer Gleichverteilung von Nüssen und Rosinen kommen muß, wenn man sie durcheinander wirbelt! Davon, dass etwas mit Notwendigkeit geschieht, gibt es keine Erfahrung. Das setzt man eine andere Kraft voraus, um die Trennung zu erklären. (Z. B. spezifisches Gewicht). Naturgesetze/Hertz/Wittgenstein: Hertz hat gesagt, wo etwas nicht seinen Gesetzen entspreche, müsse es unsichtbare Massen geben, um es zu erklären.
WittgensteinVsHertz: diese Aussage ist weder richtig noch falsch, aber sie kann praktisch oder unpraktisch sein.
Hypothesen wie das Reden von "unsichtbaren Massen" und "unbewussten geistigen Ereignissen" sind Normen des Ausdrucks.
Naturgesetze//Wittgenstein: wir glauben es mit einem Naturgesetz a priori zu tun haben, während es sich um eine Ausdrucksnorm handelt:
Bsp So als würde man sagen "Eigentlich fährt jeder nach Paris,
II 165
einige kommen zwar nicht an, aber alle ihre Ortsveränderungen sind Vorbereitungen auf die Fahrt nach Paris."
IV 105
Kausalität/Gesetz/Naturgesetz/Tractatus: 6.32 das Kausalitätsgesetz ist kein Gesetz, sondern die Form eines Gesetzes.
IV 108
Kausalität/Form/zeigen/sagen/Tractatus: 6.36 wenn es ein Kausalitätsgesetz gäbe, so könnte es lauten: "Es gibt Naturgesetze". Aber freilich kann man das nicht sagen, es zeigt sich.
VII 122
Zivilisation/WittgensteinVsZivilisation/WittgensteinVsModerne//Tetens: glaubt, alles erklären zu können und glaubt, es sei alles Wichtige erklärt, sobald die Tatsachen im Prinzip wissenschaftlich erklärt sind. Es ist eine Illusion dass die Welt erklärt sei, wenn wir die Naturgesetze kennen.
VII 123
Def Naturgesetze/Tractatus/Tetens: sind die Wahrheitsfunktionen der Elementarsätze. Daher kann die Welt als Ganzes nicht erklärt werden. Weder durch die Logik noch durch die Naturgesetze. Die Naturgesetze erklären auch nicht die Naturerscheinungen. (> Tractatus 6.317).
VII 124
Die Naturgesetze sind auch nicht das Letzte. Das ist der logische Raum, der Raum aller möglichen Verteilungen der Wahrheitswerte auf die Elementarsätze.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus logico-philosophicus Frankfurt/M 1960

Hempel I
Carl Hempel
"On the Logical Positivist’s Theory of Truth" in: Analysis 2, pp. 49-59
In
Wahrheitstheorien, Gunnar Skirbekk Frankfurt/M. 1977

Hempel II
Carl Hempel
Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982

Hempel II (b)
Carl Hempel
Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung
In
Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich München 1982