Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Politische Ökonomie Mill Höffe I 351
Politische Ökonomie/Mill/Höffe: Nach sozialistischen Autoren wie dem Engländer Robert Owen (1771-1858) (...) und dem Franzosen Louis Blanc (1811-1882) soll der freie Wettbewerb außer Kraft gesetzt und dem Staat die Gesamtheit der ökonomischen Aufgaben übertragen werden. MillVsBlanc/MillVsOwen/MillVsSozialismus: Dem hält Mill(1) entgegen, dass die einzelnen Menschen eigennützig handeln und ihre Interessen am besten selbst beurteilen können. Vor allem im Bereich der Wirtschaft bringe daher die Gegenstrategie zum Sozialismus, die staatliche Nichteinmischung (Laisser-faire), eine doppelte Optimierung zustande: für Mill als einem >Utilitaristen die effizienteste Staatstätigkeit und für ihn als Liberalen den stärksten Anreiz zur Entwicklung der Individuen.
Menschen/Mill: Die beiden «ökonomistischen» Ansichten hingegen, der Mensch sei seinem Wesen nach ein homo oeconomicus und im sozialen Leben gebühre der Vorrang der Wirtschaft, lehnt Mill ab. Den Menschen seien nämlich andere Dinge wichtiger als eine Befriedigung der Bedürfnisse und Interessen mittels eines möglichst rationalen Erwerbs einschlägiger Güter und Dienstleistungen. Entscheidend seien jene Dinge wie Ideen und schöne Künste, die der Mensch um ihrer selbst willen suche. Nicht zuletzt verdiene statt der Wirtschaft allein die Politik - und, müsste er für sich ergänzen, die humane und humanitäre Praxis - den Vorrang.

1. J. St. Mill, Principles of Political Economy 1848, (dt.Grundsätze der politischen Ökonomie)

Mill I
John St. Mill
Von Namen, aus: A System of Logic, London 1843
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998
Sozialismus Nietzsche Höffe I 377
Sozialismus/Nietzsche/Höffe: NietzscheVsSozialismus(1): Dessen eventueller Sieg, bestimmt als die Erhebung der jahrtausendelang Unterdrückten, sei keine Frage des Rechts, sondern eine der Macht, ebenso kein Ausfluss der Gerechtigkeit, sondern der Begehrlichkeit. Die Kritik gipfelt in einer Behauptung, (...) dass der Sozialismus der «jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus» sei, denn er begehre eine Fülle der Staatsgewalt, die auf die «Vernichtung des Individuums» hinauslaufe.
>Politik/Nietzsche, >Gesellschaft/Nietzsche.

1. F. Nietzsche Ein Blick auf den Staat. In: F. Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches, 1878

Nie I
Friedrich Nietzsche
Sämtliche Werke: Kritische Studienausgabe Berlin 2009

Nie V
F. Nietzsche
Beyond Good and Evil 2014