Philosophie Lexikon der Argumente

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Anapher: innerhalb von Sätzen die Rückbeziehung durch ein Pronomen oder Indexwort. Bsp Wenn Mary pünktlich sein will, muss sie jetzt gehen. Probleme gibt es im Zusammenhang mit Mehrdeutigkeit, Referenz, Bach-Peters-Sätzen (siehe dort).
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Geach, Peter T.
 
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Anapher I 88
"Es"/Geach: nicht referierender Ausdruck:
Bsp Der einzige, der jemals ein Buch von Snead gestohlen hat, machte eine Menge Geld, indem er es verkaufte
Problem: das kann nicht salva veritate ersetzt werden durch "Robinson", weil dann "es" sinnlos ist. - Im Original auch nicht durch "ein Buch" ersetzbar, weil dann ebenfalls sinnlos.
I 110f
Unechtes Vorkommnis/Geach: der Philosoph, dessen Schüler Platon (war), war kahl. - Unecht: "Platon war kahl" - Bsp "Ein Philosoph rauchte und trank Whisky": unecht: "ein Philosoph rauchte" - "und er (oder der Philosoph (!)) trank..."
Lösung: "casus": zwei rauchende Philosophen, von denen einer nicht trinkt. - Der Satz zeigt nicht, welcher wahr ist - aber kein Psychologisieren: ("woran der Sprecher dachte" - ) was er sagte ist wahr, auch wenn nicht alle Gedanken wahr waren. - Falsche Frage: worauf sich das Subjekt bezieht: "er" oder "dieser Philosoph" ist gar kein Subjekt - "und" (Konjunktion) verbindet hier zwei Prädikate, nicht zwei Sätze!
Def unechtes Prädikat: liegt vor, wenn die Frage irrelevant ist, worauf es angewendet wird.
Bsp "Jeder liebt sich selbst" kann wahr sein, selbst wenn "jeder Mann liebt ---" an niemand appelliert. - > Anapher.

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 25.04.2017