Philosophie Lexikon der Argumente

Suche  
 
Bedeutungstheorie: eine Theorie, die die Bedeutung von Bedeutung erklären will. Ein Problem ist, dass der Begriff der Bedeutung und der der Wahrheit sich gegenseitig vorauszusetzen scheinen. Siehe auch Wahrheitstheorie.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Schiffer, Stephen
 
Bücher bei Amazon
Bedeutungs-Theorie I 12
Bedeutungstheorie/BT/Schiffer: wenn man Kompositionalität annimmt, kann man Sprache mit dem System der Konventionen in P identifizieren - dann hat man (mit Davidson) die Form der Bedeutungstheorie. - Das hat noch keiner geleistet -
I 182
Wahrheitstheorie/WT/Schiffer: kann keine Bedeutungstheorie sein, weil ihre Kenntnis nicht für das Verstehen der Sprache hinreichend wäre.
I 220
BT/Schiffer: nicht jede Sprache braucht eine korrekte Bedeutungstheorie - weil sie ohne Relationstheorie für Glauben auskommen muss.
I 222
Die Relationstheorie für Glauben ist falsch, wenn Sprachen keine kompositionale wahrheits-theoretische Semantik (kompwtSem) haben - sonst wäre sie wahr.
I 261
Bedeutung/Bedeutungstheorie/Sprache/Schiffer: These: alle Theorien der Sprache und des Denkens gehen von falschen Voraussetzungen aus - Fehler: zu meinen, dass Sprachverstehen ein Prozess des Schlussfolgerns wäre - dann müsste jeder Satz ein Merkmal haben - und dieses könnte nicht bloß darin bestehen, dass der Satz die und die Bedeutung hat - denn das wäre semantisch. - Wir brauchen eine nicht-semantische Beschreibung. - Problem: Bsp "Sie gab es ihm" hat nicht einmal semantische Merkmale. - Bsp "Schnee ist weiß" hat seine semantischen Eig nur kontingenterweise.
I 264
SchifferVsGrice: unser semantisches Wissen können wir nicht in nicht-semantischen Begriffen formulieren.
I 265
BT/Bedeutung/SchifferVsBedeutungstheorie: alle sind fehlgeschlagen - These: es gibt keine Bedeutungstheorie! - (Das ist die Keine-Theorie-Theorie der mentalen Repräsentation) - Bedeutung ist keine Entität - daher auch keine Theorie dieses Gegenstands.
I 269
Bedeutung ist auch ohne Bedeutungstheorie bestimmbar.
I 269
keine Theorie-Theorie der mentalen Repräsentation: für Intentionalität gibt es keine Theorie, denn einen Begriff haben bedeutet nicht, dass das quantifizierbare reale Entitäten wären. - Das Schema -"x glaubt y gdw. __" kann nicht ergänzt werden. - Die Fragen nach unserer Sprachverarbeitung sind empirisch, nicht philosophisch.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

> Gegenargumente gegen Schiffer



> Eigenen Beitrag vorschlagen | > Haben Sie einen Fehler entdeckt? | > Export als BibTeX Datei
 
Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.04.2017