Philosophie Lexikon der Argumente

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Gebrauchstheorie, Sprachphilosophie: der Ausdruck wurde gebildet im Anschluss an eine These von L. Wittgenstein in seinen Philosophischen Untersuchungen, § 43. "Man kann für eine große Klasse von Fällen der Benützung des Wortes "Bedeutung" - wenn auch nicht für alle Fälle seiner Benützung - dieses Wort so erklären Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache". Diese These gilt für Wörter und kann nicht auf ganze Sätze ausgedehnt werden. Siehe auch Gebrauch, Wortbedeutung, Satzbedeutung, Spracherwerb, Bedeutungstheorie, Referenz.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Grice, H.P.
 
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Gebrauchstheorie I 137 ff
WelkerVsGebrauchstheorie der Bedeutung: da die Sätze in unserem Leben sich kaum je zweimal in der gleichen Form einstellen, ist infragezustellen, wieso der Gebrauch die Bedeutung bestimmt. - VsWittgenstein.
Wenn wir die Sprachbeherrschung als Antwort anführen, müssen wir auf zeitunabhängige Bedeutung rekurrieren. Sprachen bestehen, genetisch gesehen, vor allen Benutzern.
Wörter mit Hilfe anderer Wörter erklären führt in ähnlich unabsehbare Unendlichkeiten, wie die Erklärung von Zahlen in ihrer Relation zu anderen Zahlen.

Gri I
H. Paul Grice
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Hg. Georg Meggle Frankfurt/M. 1993

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