Philosophie Lexikon der Argumente

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Gebrauchstheorie, Sprachphilosophie: der Ausdruck wurde gebildet im Anschluss an eine These von L. Wittgenstein in seinen Philosophischen Untersuchungen, § 43. "Man kann für eine große Klasse von Fällen der Benützung des Wortes "Bedeutung" - wenn auch nicht für alle Fälle seiner Benützung - dieses Wort so erklären Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache". Diese These gilt für Wörter und kann nicht auf ganze Sätze ausgedehnt werden. Siehe auch Gebrauch, Wortbedeutung, Satzbedeutung, Spracherwerb, Bedeutungstheorie, Referenz.
 
Autor/Titel Begriff Exzerpt Metadaten
Schiffer, Stephen
 
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Gebrauchstheorie I 187
Denken/Sprechen/Bedeutung/Gebrauchstheorie/Schiffer: Sprachgebrauch im Denken ist eine Sache, im Sprechen eine andere - Dafür brauchen wir verschiedene Theorien.
I 187
Gebrauchstheorie/Referenz/Bedeutung/Kompositionalität/Schiffer: neuere Tendenz: (Putnam 1978): These: wir können Gebrauchstheorien für das Sprachverstehen (nicht die Bedeutung) haben, die keine wahrheitstheoretische Semantik voraussetzen - die Theorien des Verstehens und der Referenz haben gar nicht so viel mit Wahrheit zu tun, wie die meisten glauben. -
Lösung: wenn wir von der begrifflichen Rolle (bR) aus gehen (Gebrauch) wird gar nichts von einer "Korrespondenz" von Wörtern und Dingen vorausgesetzt.
I 260
Gebrauch/Gebrauchstheorie/Schiffer: kein Problem für einfaches Signal: Bedeutung = Gebrauch - Problem: zusammengesetzter Äußerungstyp: s könnte p bedeuten, auch wenn niemals geäußert.
Lösung/Schiffer: das ist der Grund, warum die Praxis zur Sprache und nicht zum einzelnen Satz gehören sollte.
Problem: wir brauchen einen Ansatz, der kein Wissen über die Bedeutung in der Gemeinschaft voraussetzt - sonst müsste jeder jeden Satz verstehen.

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

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Hg. Martin Schulz, Abfragedatum 29.03.2017